Spenden
 »  »  » WHO warnt vor steigenden Antibiotikaresistenzen: PETA weist auf Lösung durch pflanzliche Ernährung h

WHO warnt vor steigenden Antibiotikaresistenzen: PETA weist auf Lösung durch pflanzliche Ernährung hin

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

Umstieg auf bio-vegane Landwirtschaft kann Menschenleben retten

Stand Mai 2014
Gerlingen, 2. Mai 2014 – Krank durch Antibiotika: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte am 30. April einen Bericht über die weltweit steigende Zahl der Antibiotikaresistenzen und der damit einhergehenden Gesundheitsgefahr. Jedes Jahr sterben in Deutschland zehntausende Menschen an den Folgen einer Infektion mit resistenten Keimen. Immungeschwächte Personen, ältere Menschen und kleine Kinder sind besonders betroffen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. klärt seit langem über die zunehmende Gefahr durch den Missbrauch von Antibiotika in der landwirtschaftlichen Tierhaltung auf und fordert nun erneut ein Umdenken: Mit pflanzlicher Ernährung und bio-veganer Landwirtschaft würde der Einsatz von Antibiotika unnötig. So bliebe die Wirkung lebensrettender Medikamente erhalten.
 
„Ohne den massenhaften Einsatz von Antibiotika würden die meisten Tiere in der Agrarindustrie das kurze, nicht artgemäße Leben in den riesigen Produktionshallen schlichtweg nicht überleben“, so Lisa Wittmann, Agrarwissenschaftlerin von PETA Deutschland e.V. „Allein in Deutschland wurden im Jahr 2012 über 1600 Tonnen Antibiotika eingesetzt – und das nur in der Tierhaltungsindustrie.“
 
Da beispielsweise Hühner in überfüllten, dreckigen Mastanlagen einem sehr hohen Infektionsdruck ausgesetzt sind, bekommen sie durchschnittlich alle vier Tage Antibiotika verabreicht. Zudem leiden die überzüchteten Tiere in der Landwirtschaft unter dem massiven Fleischansatz, der hohen Lege- oder Milchleistung. Die Folgen werden ebenfalls mit Antibiotika behandelt. Sobald auch nur wenige Tiere erkranken, bekommen gesamte Bestände – auch die gesunden Tiere – antibiotisch wirksame Medikamente über das Trinkwasser oder das Futter verabreicht. Stallluft, Gülle, Fleisch, Milch und Eier übertragen die Keime in die Umwelt und an den Menschen. Besonders gefährlich und weit verbreitet ist die Entwicklung von Methicillin-resistenten Staphylokokken (MRSA) in Geflügel- und Schweinebetrieben. Die freie Universität Berlin veröffentlichte 2011 eine Studie, in welcher bei über 70% der in der Mast eingesetzten Puten resistente Keime nachgewiesen wurden. 
 
Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sie bewahren auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Lifestyle
PETA.de/Antibiotikaeinsatz-in-deutschen-Staellen
 
Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de