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ZDF-Sendung „Projekt Hühnerhof“ filmt in Rothkötter-Vorzeigebetrieb – PETA zeigt ungeschminkte Wahrheit

 
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Ermittler finden kranke, schwerverletzte und tote Tiere

Stand Oktober 2014
Meppen / Stuttgart, 6. Oktober 2014 – Praktikum im Vorzeigebetrieb: Morgen um 20:15 Uhr zeigt das ZDF den zweiten Teil der Dokumentation „Projekt Hühnerhof“ von und mit Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens. Darin geht Steffens den Dumpingpreisen von Hühnerfleisch auf den Grund, unter anderem recherchiert er als Praktikant in einem konventionellen Hühnermastbetrieb. Nach PETA Deutschland e.V. vorliegenden Informationen wurde das Praktikum in einer Anlage der Rothkötter-Unternehmensgruppe absolviert – auf Vermittlung des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft. Die Bilder  zeigen dementsprechend wenig, was auf den Verbraucher erschreckend wirken könnte. Wie es in Anlagen des Konzerns in der Region Meppen wirklich aussieht, dokumentiert eine aktuelle Recherche der Tierrechtsorganisation. Die Aufnahmen entstanden im Zeitraum Mitte Juli bis Mitte August 2014 und zeigen überwiegend die letzte Hälfte der Mastperiode. Neben toten, teilweise schon verwesten Hühnern sind kranke und schwerverletzte Tiere zu sehen. Einige der geschwächten Vögel werden von ihren Artgenossen angepickt. Die Hühner sind auf viel zu schnelles Wachstum gezüchtet, ihr Organismus kann diese Anforderungen nicht leisten. Bei unproportional schneller Gewichtzunahme versagen die Beine vieler Tiere. Die Turbomast verstößt nach Auffassung von PETA gegen die einschlägigen tierschutzrechtlichen Bestimmungen. Die Tierrechtsorganisation hat bei den Staatsanwaltschaften Osnabrück und Oldenburg Strafanzeige gegen die Mastbetriebe erstattet.
 
„Es ist erschreckend, wie die Geflügelindustrie versucht, die Meinung der Öffentlichkeit mit Bildern aus Vorzeigebetrieben zu manipulieren“, so Dr. Edmund Haferbeck, rechtlicher und wissenschaftlicher Berater von PETA Deutschland e.V. „Die systemimmanente Tierquälerei in der Hühnermast findet so gut wie immer hinter verschlossenen Türen statt. PETA macht sie sichtbar.“
 
Hühner wie bei Rothkötter müssen ihr Schlachtgewicht innerhalb von 32-43 Tagen erreichen – tägliche Zunahmen von bis zu 50-60 Gramm sind üblich.
Seit vielen Jahren nimmt PETA Deutschland e.V. in umfangreichen Undercover-Recherchen die agrarindustrielle Tierproduktion unter die Lupe. Die Ermittler besuchten unter anderem Betriebe der größten deutschen Geflügelwirtschafts-Konzerne wie Wiesenhof, Heidemark und Grotlüschen. Die Rothkötter-Unternehmensgruppe ist mit einem geschätzten Jahresumsatz von über 800 Millionen Euro einer der umsatzstärksten Geflügelproduzenten Deutschlands, ihre Produkte werden hauptsächlich über Lidl, Aldi-Süd und McDonald´s vermarktet. Der Konzern hat 2010 mit beträchtlichen öffentlichen Fördergeldern den wohl größten Hähnchenschlachtbetrieb Europas in Wietze/Niedersachsen bauen lassen.
 
Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sie bewahren auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.


Weitere Informationen:
PETA.de/Rothkötter
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de