Bad Windsheim: Katzenbabys möglicherweise aus fahrendem Auto geworfen – PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise

Bad Windsheim / Stuttgart, 24. Juni 2020 – Tierquäler gesucht: Der Polizei Mittelfranken zufolge entdeckte ein Zeuge am Montagmorgen auf der Staatsstraße 2253 bei Bad Windsheim zwischen Obernzenn und Ickelheim mehrere Katzenbabys. Ein Unbekannter hatte die Tiere über einen längeren Verlauf der Straße offenbar entsorgt und möglicherweise aus dem Fenster eines fahrenden Autos geworfen. Drei Tiere waren tot, ein Katzenjunges konnte lebend gerettet werden. Es wird derzeit von einer Privatperson gepflegt. Die Polizeiinspektion Bad Windsheim ermittelt wegen eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz und bittet unter der Telefonnummer 09841-66160 um Zeugenhinweise.
 
PETA setzt Belohnung aus
Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.
 
„Bitte helfen Sie mit, diese brutale Tat aufzuklären“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Der Katzenhalter hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und ein Tierheim oder einen Tierschutzverein um Hilfe bitten müssen. Ungewollten Nachwuchs hätte er durch die Kastration der Elterntiere verhindern können. Die Katzenbabys derart grausam zu entsorgen und dabei ihren qualvollen Tod in Kauf zu nehmen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/tierische-Mitbewohner-Katzen
PETA.de/Katzenjammer
 
Pressekontakt:
Valeria Goller, +49 711 860591-521, [email protected]