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 » Whistleblower: Seien Sie ein Held für die Tiere

Werden Sie Whistleblower und helfen Sie den Tieren

Tiere brauchen unsere Hilfe – zögern Sie nicht!

Stand August 2016
Gerne unterstützen wir Sie dabei und bringen systematische Fälle von Grausamkeit an Tieren – z. B. in der landwirtschaftlichen Tierhaltung – an die Öffentlichkeit und zur Anzeige. Helfen Sie den Tieren, indem Sie den Missstand an PETA melden. Dank der Hilfe von „Whistleblowern“ wurden schon viele Tierschutzskandale aufgedeckt.
(Am Ende der Seite finden Sie einige Beispiele)
Die landwirtschaftliche Tierhaltung zur Milch-, Ei- und Fleischproduktion kann grundsätzlich nicht tierleidfrei erfolgen. Zudem gibt es zahlreiche Betriebe, in denen der Umgang mit den Tieren noch grausamer ist, als die Gesetzgebung es zulässt. Tiere werden geschlagen, zu Tode getreten, durch die Luft geschleudert oder ohne vorherige Betäubung getötet.

Daher unsere Bitte: Sollten Sie als Mitarbeiter, Praktikant, Besucher o. Ä. Zeuge von Tierleid in Mast- oder sonstigen Betrieben, beim Ausstallen oder im Schlachthof, im Zoo oder im Zirkus, im Tierversuchslabor, beim Züchter, beim Tierhändler oder andernorts werden, treten Sie bitte mit uns in Kontakt.
 
Tiere werden bundesweit und rund um die Uhr zu Opfern von Misshandlungen und tierschutzwidriger Haltung, und viele der bei uns eingehenden Nachrichten beschreiben einen erschütternden Umgang mit Tieren. Als Tierrechtsorganisation haben wir nicht die Kompetenzen einer Behörde: Wir können Tiere weder beschlagnahmen noch haben wir die Möglichkeit, uns Zutritt zu verschlossenen Wohnungen zu verschaffen. Alles, was wir bisher für die Tiere erreicht haben, gelang auf legalem Wege durch Druck auf die zuständigen Behörden.

Obgleich wir so viele Fälle verfolgen, wie es uns möglich ist, können wir aus organisatorischen und personellen Gründen leider nicht überall helfen. Bedenken Sie daher bitte, dass sich jede/-r Einzelne auch selbst für Tiere stark machen kann! Tiere brauchen unsere Hilfe, zögern Sie also nicht! Nehmen Sie die Gelegenheit wahr und helfen Sie Tieren, die sich nicht alleine schützen können.
 
Im Folgenden finden Sie einige Tipps, wie Sie selbst effektiv gegen Tierquälerei und Missstände vorgehen können.
 

Wie Sie anfangen können: Machen Sie sich schlau!

Informieren Sie sich in den einschlägigen Gesetzen und Verordnungen wie dem Tierschutzgesetz. Insbesondere in den Leitlinien des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finden sich detailliertere Informationen über die Mindestanforderungen an die Haltung bestimmter Tierarten. Die Mindestanforderungen für die Hundehaltung sind in der Tierschutz-Hundeverordnung geregelt. Auch die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) hat zahlreiche Merkblätter und Stellungnahmen verfasst, in denen Sie Hinweise und Informationen zu einzelnen Fragestellungen zu bestimmten Tierarten oder Tierschutzproblematiken finden. Werden bereits diese Anforderungen nicht eingehalten, ist dies oftmals ein deutlicher Hinweis auf einen Verstoß gegen das TierSchG.
 

Aktiv werden

Das Gespräch suchen: Wenn sich die Möglichkeit ergibt und es Ihnen sinnvoll erscheint, können Sie betreffende Tierhalter zunächst persönlich ansprechen und sachlich über die von Ihnen festgestellten Missstände informieren. Möglichweise kann ein konstruktives Gespräch bereits eine Verbesserung bewirken.

Unterstützung suchen: Sollte dieser Ansatz nicht möglich sein, können Sie die lokale Tierschutzorganisation, das Tierheim, die örtliche Polizei oder die zuständige Veterinärbehörde um Hilfe bitten. Möglichweise ist der Fall bereits bekannt. Finden Sie dazu die Adressen und Telefonnummern der in Ihrer Stadt oder im Landkreis für Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus.

Ausnahmen:
1. Wenn Lebensgefahr für das Tier besteht
Befindet sich das Tier allerdings in einer lebensbedrohlichen Situation, rufen Sie bitte sofort die Polizei oder den nächstgelegenen Tierarzt. Sehen Sie zum Beispiel an warmen Tagen einen Hund, der in einem Auto eingesperrt ist, versuchen Sie, sofort den Halter ausfindig zu machen und anzusprechen und rufen Sie gegebenenfalls die Polizei.

2. Wenn Sie persönlich Zeuge von Grausamkeit gegen Tiere werden
Werden Sie persönlich Zeuge von akuter Grausamkeit gegen Tiere, sollten Sie bei der örtlichen Polizeistation unverzüglich Anzeige gegen die betreffende Person erstatten.

Sammeln Sie Beweise: Für die Meldung eines Missstands sollten Sie Ihre Argumente und Erkenntnisse detailliert schriftlich festhalten: Vermerken Sie alle Details, wie beispielsweise Datum und Uhrzeit sowie den genauen Ort. Machen Sie sich immer genaue Notizen, mit wem Sie zu welchem Zeitpunkt Kontakt aufnehmen sowie zum Inhalt und den Ergebnissen der Gespräche mit den entsprechenden Personen. Unerlässlich ist auch aktuelles Bild- oder Videomaterial, das datiert sein sollte – alle Vorwürfe gegen den Halter müssen bewiesen werden. Sie sollten zudem versuchen, kurze und sachlich gehaltene schriftliche Aussagen anderer Zeugen einzuholen.
Klicken Sie hier, um ausführliche Informationen zum Erstatten einer Strafanzeige als Word-Dokument herunterzuladen!
 
Kontaktieren Sie Experten: Das Einholen einer Expertenmeinung kann unter Umständen von großem Vorteil sein. Ein Tierarzt beispielsweise kann ein Gutachten aus veterinärmedizinischer Sicht erstellen, sodass für alle Beteiligten leichter einzuschätzen ist, ob es sich in diesem Fall tatsächlich um Tierquälerei handelt.
 

Melden des Missstands

Zuständig für Tierschutzfälle ist das Veterinäramt, das als Behörde dazu verpflichtet ist, Tierquälerei und tierschutzwidriger Haltung nachzugehen. Ihre Unterlagen zu dem Missstand können Sie der Behörde übermitteln – behalten Sie jedoch stets eine Kopie der Schreiben und Dokumente für Ihre eigenen Unterlagen.

Auch die Polizei ist verpflichtet, tierschutzrelevante Missstände aufzunehmen und der Sache nachzugehen. Der Polizei können Sie den Fall auch mündlich schildern.
Wichtig ist generell, dass Sie Details über den Fall möglichst sachlich und tatsachengetreu schildern. Lassen Sie keine Fakten weg, die Ihres Erachtens nach wichtig sind – erfinden Sie aber auch nichts dazu.
 
Die Behörden sind verpflichtet, Ihre Daten vertraulich zu behandeln. Sollten weder das Veterinäramt noch der örtliche Tierschutzverein die erforderlichen Schritte unternehmen, um das Wohl der Tiere zu sichern, treten Sie bitte mit uns in Verbindung.
Machen Sie deutlich, wie ernst Ihnen die Verfolgung des Falls ist!
 

Bleiben Sie am Ball!

Erkundigen Sie sich regelmäßig nach dem aktuellen Sachstand. Durch Ihr Interesse können Sie dafür sorgen, dass der Fall nicht in Vergessenheit gerät.
Veterinärbehörden sind aufgrund des Datenschutzes allerdings an die Schweigepflicht gebunden und dürfen keine Auskunft geben – unabhängig davon, ob die Behörde bereits aktiv ist.

Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, können Sie sich durchaus an die entsprechenden Vorgesetzten wenden und diesen mitteilen, warum Sie nicht mit der Vorgehensweise oder der Tätigkeiten des betreffenden Sachbearbeiters einverstanden sind.
 

Schalten Sie Medien ein

Es kann vorteilhaft sein, sich an die lokale Zeitung oder den örtlichen Fernsehsender zu wenden, um das Interesse der Reporter für den Missstand zu gewinnen. Eine Berichterstattung in den Medien und ein dadurch generierter öffentlicher Druck können die Verantwortlichen dazu bewegen, notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Die mediale Aufklärung kann zudem andere Menschen, die ähnliche Missstände oder tierschutzwidrige Handlungen beobachtet haben, ermutigen, sich zu melden. Möglichweise kann die Berichterstattung über einen Missstand die betroffene Person oder andere Tierhalter dazu anregen, die Haltung von Tieren zu verbessern.
 

Noch ein Hinweis zum Schluss …

Auch wir wissen, dass Ermittlungen der Behörden durchaus zäh und entmutigend sein können. Doch denken Sie daran: Die Tiere brauchen unsere Hilfe! Wir alle können uns für unsere Mitlebewesen einsetzen und eine Menge für betroffene Tiere erreichen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Einsatz für die Tiere.
 

Durch die Hilfe von Whistleblower aufgedeckte Fälle: