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Seien Sie ein Held für die Tiere!

Stand August 2013
Wer in einem Labor tätig ist, das an Tieren experimentiert, wird mit Sicherheit Zeuge von Tierquälerei – ganz gleich, ob man Reinigungskraft, Wissenschaftler oder Tierpfleger ist.

Wer in einem Schlachthof arbeitet, bemerkt möglicherweise, dass die Tiere vor dem Schlachten nicht vorschriftsmäßig betäubt werden.

Wir bei PETA sind in unserer Arbeit darauf angewiesen, auf Missstände aufmerksam gemacht zu werden. Nur dann können wir aktiv werden und den Tieren helfen, wie die folgenden Beispiele zeigen:

 

 

 

Das Leiden dieser Welpen kam nur an die Öffentlichkeit, weil uns Menschen informiert haben
Mit der Hilfe von solchen Informanten wurden schon viele Tierschutzskandale aufgedeckt.

Wir bitten Sie daher: Wenn Sie beobachten, dass Tiere misshandelt und gequält werden, fassen Sie sich ein Herz und melden Sie uns diesen Missstand. Sie ermöglichen uns, entsprechende rechtliche Schritte einzuleiten und alle verantwortlichen Personen, die mit der Vernachlässigung oder dem Missbrauch in Verbindung stehen, zur Verantwortung zu ziehen.

 

Welche Missstände Sie uns melden können und was dabei zu beachten ist

1. Missstände auf Schlachthöfen, in Mastbetrieben, im Zirkus, in Zoohandlungen, im Zoo oder in Laboren, die Tiere für Versuche missbrauchen, sowie sonstige systembedingte Tierquälerei


Die Intensivtierhaltung zur Milch-, Ei- und Fleischproduktion kann grundsätzlich nicht tierleidfrei erfolgen. Zudem gibt es zahlreiche Betriebe, in denen der Umgang mit den Tieren noch grausamer ist, als die Gesetzgebung es zulässt. Tiere werden geschlagen, zu Tode getreten, durch die Luft geschleudert oder ohne vorherige Betäubung getötet.

Daher unsere Bitte:
Sollten Sie als Mitarbeiter, Praktikant, Besucher o. ä. Zeuge von Tierleid in Mast- oder sonstigen Betrieben, beim Ausstallen oder im Schlachthof, im Zoo oder im Zirkus, im Tierversuchslabor, beim Züchter, beim Tierhändler oder wo auch immer werden, treten Sie bitte mit uns in Kontakt.


2. Missstände in der privaten Haltung von Tieren

Wenn Ihr Nachbar seinen Hund an der Kette oder seine Vögel in engen Käfigen hält, seine Katze nicht tierärztlich versorgt oder den Stall der Pferde nicht mistet: Bitte wenden Sie sich zunächst an das zuständige Veterinäramt oder an den Tierschutzverein vor Ort. Das Veterinäramt ist verpflichtet, Ihre Daten vertraulich zu behandeln. Sollten weder das Veterinäramt noch der örtliche Tierschutzverein die erforderlichen Schritte übernehmen, um das Wohl der Tiere zu sichern, treten Sie bitte mit uns in Verbindung.

Wichtig: Fotos und Videos sowie der exakte Standort
Denken Sie bitte daran, dass alle Vorwürfe gegen den Halter bewiesen werden müssen. Selbst wenn Sie uns Bild-/Videomaterial zusenden, so lässt sich darauf nicht immer alles einfangen, was Sie wissen und bezeugen können. Dies gilt vor allem für unregelmäßige Misshandlungen, wenn Tiere beispielsweise geschlagen werden. Um Tierschutzfälle bearbeiten zu können, benötigen wir eine exakte Anschrift vom Standort der betroffenen Tiere. Bei Bauernhöfen/Weiden ist diese nicht immer einfach in Erfahrung zu bringen; lassen Sie uns in diesen Fällen bitte einen Kartenausschnitt mit Ortsmarkierung (oder Koordinaten) zukommen.

Bitte beachten Sie:
Wir erhalten täglich eine Vielzahl von Meldungen über Tierschutzmissstände aus ganz Deutschland. Tiere werden bundesweit und rund um die Uhr Opfer von Misshandlungen und tierschutzwidriger Haltung, und viele der bei uns eingehenden Nachrichten beschreiben einen erschütternden Umgang mit Tieren.
Obgleich wir so viele Fälle verfolgen, wie es uns möglich ist, können wir aus organisatorischen und personellen Gründen leider nicht überall helfen. Bedenken Sie daher bitte, dass sich jeder Tierfreund selbst für Tiere stark machen kann! Tiere brauchen unsere Hilfe, zögern Sie also nicht! Nehmen Sie die Gelegenheit wahr und helfen Sie Tieren, die sich alleine nicht schützen können. Ausführliche Tipps, wie Sie aktiv werden und etwas gegen Tierschutzmissstände unternehmen können, finden Sie auf unserer Website unter PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit.

 

Befindet sich ein Tier in einer lebensbedrohlichen Situation, handeln Sie bitte umgehend! Rufen Sie die zuständige Polizeistation oder den nächstgelegenen Tierarzt an.