Bayerische Veterinärämter gehen wegweisenden Schritt: PETA appelliert an andere Bundesländer, Tierquälerei auf Langstreckentransporten ebenfalls nicht mehr zu akzeptieren

Bayern / Stuttgart, 31. Januar 2019 – Mehrere bayerische Veterinärämter haben beschlossen, vorerst keine sogenannten „Vorzeugnisse“ mehr für Tiertransporte in Drittländer auszustellen und Langstreckentransporte demnach nicht mehr ohne Weiteres zu genehmigen. Vergangene Woche forderte der Landesverband der verbeamteten Tierärzte Bayerns das Bayerische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz auf, die strafrechtliche Haftung von Amtsveterinären aufgrund der weiteren Genehmigung von Tiertransporten in Drittländer zu prüfen. Dr. Christian Arleth, Rechtsanwalt bei PETA, kommentiert:
 
„Mit dieser Entscheidung nimmt Bayern eine Vorbildfunktion ein. Es kann nicht sein, dass Tiere tausende Kilometer in andere Länder gekarrt werden, um anschließend unter schlimmsten Bedingungen getötet zu werden. Aus zahlreichen Berichten ist bekannt, dass Tiere in der Türkei, im Nahen Osten, im Maghreb und anderen Ländern in aller Regel unter tierquälerischen Bedingungen geschlachtet werden. Häufig genehmigen Veterinäre Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten, obwohl zahlreiche Vorschriften der europäischen Tierschutztransportverordnung weder innerhalb noch außerhalb der EU eingehalten oder sichergestellt werden können. Wir hoffen, dass das Umweltministerium die Bayerischen Amtsveterinäre nicht nur persönlich unterstützen wird, sondern auch ihre Aufgabe, das Tierwohl möglichst weitgehend zu fördern – und dass die anderen Bundesländer zügig dem Bayerischen Beispiel folgen. Der Europäische Gerichtshof entschied mit dem Grundsatzurteil vom 23. April 2015 (Az. C-424/13), dass Europäisches Tierschutzrecht bis ins Zielland eines Tiertransports gilt. Daher fordert die Tierrechtsorganisation, Transporte von Tieren in Drittländer bundesweit zu stoppen.“
 
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.
 

Dr. Christian Arleth / © PETA Deutschland e.V.
 
Das Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Tiertransporte
PETA.de/Illegale-Tiertransporte-stoppen
 
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Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, CarolinVS@peta.de