Größter Zirkus der Welt gibt nach 146 Jahren auf – PETA fordert Circus Krone & Co. auf, Wildtierdressuren zu beenden

Palmetto (Florida/USA) / Stuttgart, 15. Januar 2017 – Der US-amerikanische Zirkus Ringling Bros. and Barnum & Bailey gab in der vergangenen Nacht bekannt, seinen Geschäftsbetrieb im Mai 2017 einzustellen. Als Grund nannte die Betreibergesellschaft rückläufige Besucherzahlen, hohe Kosten und anhaltende Kämpfe mit Tierrechtsorganisationen. PETA Deutschland fordert die deutsche Zirkusbranche auf, ebenfalls endlich den gesellschaftlichen Wandel anzuerkennen und in einem ersten Schritt zumindest die Wildtierdressuren zu beenden. Für die Tiere müssten in Kooperation mit Organisationen und Politik Lösungen in Auffangstationen, Gnadenhöfen und Zoos erarbeitet werden. PETA kündigt an, den Druck auf die Zirkusbetriebe in Deutschland zu erhöhen, wenn diese weiterhin an den tierquälerischen Wildtierdressuren festhalten.
 
„Die deutschen Zirkusse wie Krone, Charles Knie und Voyage müssen endlich ihre Shows umstellen. Im 21. Jahrhundert wollen die Menschen keine gefangenen, gequälten Tiere mehr sehen, die mit Peitschen und Ketten zum Gehorsam gezwungen werden“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA.
 
In Deutschland haben mittlerweile über 75 Städte wie Ulm, Passau, Köln, Düsseldorf, Schwerin oder Leipzig beschlossen, künftig keine Flächen mehr an Zirkusbetriebe mit Wildtieren zu vermieten. Auch der Bundesrat hat im Frühjahr 2016 erneut ein Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert und in seinem Entschließungsantrag detailliert begründet, warum sie in Zirkussen erheblichem Leid ausgesetzt sind – unabhängig vom jeweiligen Betrieb. 19 europäische Länder, darunter beispielsweise Belgien, Österreich und die Niederlande, haben bereits bestimmte oder alle Tierarten im Zirkus verboten.
 
PETA fordert ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus, denn die Unterbringung in kleinen Gehegen, die ständigen Transporte sowie die von Gewalt und Zwang geprägte Dressur führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oftmals zu einem frühen Tod. Bezüglich exotischer Wildtierarten sprechen sich auch die Bundestierärztekammer sowie die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland für ein Verbot aus. Einer repräsentativen forsa-Umfrage vom Mai 2014 zufolge vertreten 82 Prozent der Deutschen die Auffassung, dass Wildtiere nicht artgerecht im Zirkus gehalten werden können.
 
PETA USA hat über 30 Jahre lang Tierquälereien bei Ringling Bros. and Barnum & Bailey angeprangert und in dem Rahmen auch Videoaufnahmen veröffentlicht, die zeigen wie Elefanten von Mitarbeitern des Zirkus geschlagen werden.


Weitere Informationen:
www.peta.de/Zirkus
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, [email protected]