Kampagne gegen SeaWorld erreicht Thomas Cooks interne Agenda

London / Stuttgart, 7. Februar 2018 –  PETA USA kauft sich bei dem Reiseunternehmer Thomas Cook ein. Als Miteigentümer plant die Tierrechtsorganisation, den noch immer andauernden Verkauf von Eintrittskarten für SeaWorld zu beenden. Obwohl in den Meeresparks schon zahlreiche Orcas zu Tode gekommen sind – und trotz der gemeldeten Einnahmeverluste des Reiseunternehmers weigerte sich Thomas Cook bislang, die Unterstützung für SeaWorld einzustellen. PETA USA wird nun als Aktionär bei Thomas Cook an der Jahreshauptversammlung teilnehmen und durch direkten Kontakt zu anderen Aktionären und Verantwortlichen daran arbeiten, dass Thomas Cook zukünftig weder Eintrittskarten für SeaWorld noch Reisen zu SeaWorld-Partnerhotels verkauft.
 
„Dass Thomas Cook derart darauf beharrt, auch weiterhin Eintrittskarten für die Orca-Gefängnisse von SeaWorld zu verkaufen, hat dem Ruf des Unternehmens geschadet“, so Elisa Allen, Direktorin bei PETA USA. „Als Aktionär kann PETA US das Management des Unternehmens darauf drängen, im Sinne von Aktionären und Tieren Verantwortung zu zeigen und mit SeaWorld zu brechen.“
 
In freier Wildbahn gehen Orcas komplexe Beziehungen ein, arbeiten bei der Nahrungssuche zusammen und können weit über 200 Kilometer pro Tag die Meere durchschwimmen. Bei SeaWorld sind die Tiere in unverträglichen Gruppen zusammengewürfelt und schwimmen in winzigen Becken. Sie erhalten sogar das stark beruhigende Benzodiazepin Diazepam zur Regulierung ihres durch Stress ausgelösten aggressiven Verhaltens. 41 Orcas sind unter SeaWorlds Aufsicht bereits gestorben, sechs Meeressäuger alleine im letzten Jahr.
 
Thomas Cooks CEO Peter Frankhauser hat selbst eingeräumt, es gäbe „Bedenken, die sich aus der Haltung von Walen in Gefangenschaft ergeben, die man sehr ernst nehmen“ müsse. Diese Woche entfernte das Unternehmen die Werbung für SeaWorld im Internet. PETA appelliert nun an Thomas Cook, den nächsten logischen Schritt zu gehen und keine Eintrittskarten mehr für die Parks zu verkaufen.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten. Die Tierrechtsorganisation hat seit August 2017 vor über 100 Standorten von Thomas Cook in Großbritannien und Deutschland demonstriert. PETA hat außerdem mehr als 20.000 Menschen – darunter Sharon Osbourne und Paul O'Grady – dazu gebracht, sich mit einer Petition an das Unternehmen zu wenden und zu fordern, es anderen Reiseunternehmern gleichzutun und keine Tickets mehr für SeaWorld zu verkaufen. Vorher hatten bereits STA Travel und Responsible Travel diese Entscheidung gefällt.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Thomas-Cook-Seaworld
PETA.de/Reiseveranstalter-Seaworld
Seaworldofhurt.com
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de