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Nach Anzeige von PETA: Strafbefehl gegen Animal Hoarderin in Timmendorfer Strand

 
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Tierrechtsorganisation begrüßt umfangreiche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Lübeck

Stand Oktober 2017
Timmendorfer Strand / Stuttgart, 30. Oktober 2017 – Vorwürfe bestätigt: PETA erstattete im April 2016 Anzeige gegen eine Frau, die in Timmendorfer Strand zahlreiche Meerschweinchen, Kaninchen, einige Enten, Ziegen und Pferde unter tierschutzwidrigen Bedingungen in verdreckten Ställen hielt. Nach umfangreichen Ermittlungen bestätigte die Staatsanwaltschaft Lübeck jetzt, dass die Vorwürfe gegen die Tierhalterin im Wesentlichen zutreffen. Die Behörde hat bereits mehrere Auflagen erteilt. Vor allem die Meerschweinchen-Haltung wurde kritisiert. Darüber hinaus hat die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen die Tierhalterin beim zuständigen Amtsgericht beantragt (Az.: 773 Js 16951/16).
„Wir begrüßen, dass sich die Staatsanwaltschaft Lübeck so intensiv mit dem Fall auseinandergesetzt und einen Strafbefehl gegen die Tierhalterin beantragt hat“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung von PETA. „PETAs Anzeige hat dazu geführt, dass die tierquälerischen Bedingungen in Timmendorfer Strand endlich zumindest teilweise abgeschafft wurden und die Animal Hoarderin zur Rechenschaft gezogen wird. Ein schnelleres Einschreiten des zuständigen Veterinäramtes wäre allerdings unabdingbar gewesen, um den Tieren Leid zu ersparen.“
 
Verschmutzte Käfige, kranke und hochgradig abgemagerte Tiere – die Aufnahmen, die eine Zeugin von den Ställen im Dezember 2015 gemacht hat, zeigten ein Bild des Grauens. Meerschweinchen hatten aufgrund der fehlenden Pflege bereits so lange Krallen, dass diese sich korkenzieherförmig kringelten. Kaninchen mit Durchfall hatten offene Wunden an den Hinterbeinen aufgrund des andauernden Sitzens auf urindurchtränktem Untergrund. Die Kleintiere waren von Parasiten befallen. Pferde und Ziegen litten an Hunger. Es gab zahlreiche Verletzungsgefahren auf der Weide. Eine Ziege hatte starke Schmerzen, zitterte und humpelte. Aus einem ihrer Hufe lief eine blutig-eitrige Flüssigkeit. Zeugen kannten die Zustände bereits seit 2011 und hatten seitdem immer wieder das Veterinäramt alarmiert. Doch kaum etwas passierte. Erst nach der durch umfangreiches Bildmaterial unterfütterten Strafanzeige von PETA gegen die Tierhalterin und die seit Jahren offensichtlich untätigen Amtsveterinäre des Kreises Ostholstein in Eutin, wurden die Vorwürfe nun endlich bestätigt und entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Animalhoarding-TimmendorferStrand
PETA.de/Animalhoarding
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Whistleblower

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de