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Nymphensittich in Geldrückgabeschacht gezwängt

 
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PETA setzt 500 Euro zur Belohnung aus und fordert Verkaufsverbot von Tieren im Zoohandel

Stand Dezember 2012
Flöha (Mittelsachsen) / Gerlingen, 26. Oktober 2011 – Ein Reisender machte am vergangenen Samstag einen schrecklichen Fund am Bahnhof in Flöha: Unbekannte Tierquäler hatten einen etwa 15 Zentimeter großen Nymphensittich in den mit Bier gefüllten Geldrückgabeschacht eines Fahrkartenautomaten gezwängt. Glücklicherweise konnte der Vogel letztlich von einem Feuerwehrmann aus dem Schacht befreit werden, der das beringte Tier in seine Obhut nahm. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Tierquälerei aufgenommen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. setzt nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen. Zeugen wenden sich bitte an PETA unter 0152 37325400 oder direkt an das zuständige Polizeirevier in Flöha.

„Diese grausame Tat muss geahndet werden“, so Carola Schmitt, Kampagnenleiterin bei PETA. „Ein Tier auszusetzen und in einen mit Bier gefüllten Geldrückgabeschacht zu sperren ist schlimme Tierquälerei. Es besteht die Gefahr, dass der oder die Täter auch vor Gewalt an Menschen nicht zurückschrecken.“

Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität Saarland dazu: „Geschätzte 80-90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

PETA fordert als Teil eines Heimtierschutzgesetzes ein Verkaufsverbot von Tieren im Zoohandel. Zoohandlungen fördern unbedachte Spontankäufe, deren Zahl ständig zunimmt. Wer ein Tier aufnimmt, entscheidet sich aber langfristig für ein zusätzliches Familienmitglied und trägt somit eine große Verantwortung. Ein großer Teil der spontan erworbenen Tiere wird abgegeben oder einfach ausgesetzt, sobald das Interesse nachlässt. Allein in Deutschland landen jedes Jahr über 300.000 Tiere in den restlos überfüllten Tierheimen. PETA weist auch darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren nach Tierschutzgesetz §3 verboten ist.

Weitere Informationen:
www.peta.de/tierqual
www.peta.de/haustiere
www.peta.de/zoohandel
www.peta.de/tierheim
www.peta.de/staatsanwalt

Interviewkontakt:
Carola Schmitt, 07156 / 17828-24, CarolaS@peta.de