20.000 Tauben kehren nach Taubenauflass in Frankreich nicht mehr zurück – Statement von PETA

Stuttgart, 4. August 2022 – Für einen Wettbewerb wurden vergangenen Freitag in Narbonne (Südfrankreich) 26.000 sogenannte Brieftauben gezwungen, Hunderte Kilometer zu ihrem Heimatschlag zurückzufinden. Nur 6.000 der Tiere erreichten das Ziel. Von weiteren 12.000 Tauben aus Belgien, die ebenfalls teilnehmen mussten, kamen nur 4.000 an ihrem Ziel an. Der belgische Taubenzüchterverband vermutet, dass sich viele der Vögel nach Deutschland verirrt haben. Die Verantwortlichen in Narbonne ignorierten offenbar Unwetterwarnungen. Tauben werden bei schlechtem Wetter von starkem Regen niedergeschlagen und verlieren dabei häufig die Orientierung. Nachfolgend eine Stellungnahme von Monic Moll, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA:

„Taubenzüchter haben erneut unter Beweis gestellt, dass ihnen ihre Wettbewerbe wichtiger sind, als das Wohl der Tiere. Bei diesen sehr hohen ‚Verlustraten‘ handelt es sich allerdings nicht um einen Einzelfall, sondern um die Regel im ‚Taubensport‘. Jeder Taubenauflass kann ein Todesurteil für die treuen Vögel bedeuten. Sie werden von ihrem Partner oder ihren Kindern getrennt, um ihre ´Motivation´ zu steigern und müssen schließlich Hunderte Kilometer zurück in den Heimatschlag finden. Viele der Tiere überleben die Tortur nicht, sie dehydrieren, werden von Greifvögeln erbeutet oder finden den Weg nicht mehr nach Hause. Infolgedessen schließen sie sich dann Stadttaubenpopulationen an, wodurch diese von neuen Tieren gespeist werden. In den Städten kommen sie jedoch nicht gut zurecht, denn sie sind auf Spezialnahrung konditioniert und fallen oft Tierquälern zum Opfer, verhungern qualvoll oder verenden grausam in Vergrämungsvorrichtungen wie Netzen oder Spikes. Wir fordern von der Politik, Taubenauflässe zukünftig zu untersagen, da diese für enormes Tierleid verantwortlich sind und die Problematik der Stadttauben weiter verstärken.“

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.

Monic Moll / © PETA Deutschland e.V.


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