Termineinladung: PETA-Aktion vor Kölner Galeria-Kaufhof-Hauptverwaltung / Halb nackt gegen Angorawolle

Köln / Stuttgart, 5. Dezember 2017 – Halb nackt und als Kaninchen verkleidet Unterstützer der Tierrechtsorganisation PETA protestieren vor der Hauptverwaltung von Galeria Kaufhof in Köln gegen den Verkauf von Angoraprodukten. Bei der Protestaktion am Donnerstag, 7. Dezember, ab 14:30 Uhr in der Leonhard-Tietz-Straße 1 wird eine entsprechende Petition mit mehr als 30.000 Unterschriften übergeben. Trotz langer Verhandlung lehnt das Unternehmen einen Verkaufsstopp ab. Angorawolle ist das Produkt einer grausamen Industrie – deshalb fordert PETA Galeria Kaufhof auf, diese Art der Bekleidung umgehend auszulisten.
 
„Auf Angorafarmen leiden viele Kaninchen an schlimmen Hautirritationen. Zudem werden Infektionen, Wunden, Unterernährung und Atemprobleme oftmals nicht behandelt“, so Johanna Fuoß, Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA. „Wir fordern Galeria Kaufhof auf, alle Angoraprodukte unbefristet aus dem Sortiment zu nehmen, anstatt sich weiterhin zu rechtfertigen.“
 
Mehr als 120 internationale Unternehmen und Designer haben Angorawolle bereits wegen Tierquälerei ausgelistet. Galeria Kaufhof ist eines der letzten großen deutschen Modeunternehmen, das Angorawolle noch nicht aus seinen Regalen entfernt hat. H&M, Zara, Hugo Boss, Esprit, Tom Tailor und viele mehr haben schon Konsequenzen im Sinne des Tierschutzes gezogen. Denn an den Produkten klebt das Leid der Kaninchen, die standardmäßig in artwidrigen Käfigbatterien eingesperrt werden, damit ihr feines, schnell wachsendes Haar nicht verfilzt.
 
Kaninchen sind von Natur aus sehr reinliche Tiere. Auf Angorafarmen müssen sie isoliert in winzigen, dreckigen Käfigbatterien leben. Die Käfige bieten kaum Schutz vor der Witterung und die Einzelhaltung ist eine zusätzliche Tortur für die sozialen Tiere. Angorawolle stammt zu 90 Prozent aus China, wo kein nationales Tierschutzgesetz existiert und keine staatlichen Kontrollen auf den Farmen stattfinden.
 
Ermittlungen von PETA Asia haben tierquälerische Haltung und Gewalt gegen die Tiere auf den untersuchten Angorafarmen ans Licht gebracht. Auf Farmen, die externe Auditoren zuvor als „artgerecht“ eingestuft hatten, ließen die Verantwortlichen kranke und verletzte Kaninchen wochenlang ohne Behandlung dahinsiechen. Einige der Tiere waren so krank und schwach, dass sie in ihren eigenen Ausscheidungen lagen und nicht mehr auf Berührungen reagierten. Sogenannte Gütesiegel deutscher Hersteller bleiben völlig intransparent. Für ihre Wolle werden die Kaninchen alle drei Monate aus den Käfigen gezerrt und brutal geschoren oder ihnen wird ihr Haar unter Schreien einfach ausgerissen. PETA betont, dass es „artgerechte” Angorawolle nicht gibt, genauso wenig wie „artgerechten” Pelz, Daunen oder Schafwolle. Die Tierrechtsorganisation nennt vegane Bekleidungsmaterialien als einzig humane Option.

Wann & Wo?
Donnerstag, 7. Dezember 2017, 14:30–16:00 Uhr, Leonhard-Tietz-Str. 1 (vor der Galeria-Kaufhof-Hauptverwaltung), 50676 Köln
 
Kontakt vor Ort: Johanna Fuoß
 
Weitere Informationen
Peta.de/Kaufhof-Angora
Peta.de/Angorakontrolle

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de