Verstecktes Tierleid in Eiernudeln & Co: Zwei Drittel der Deutschen würden auch zu Produkten ohne Ei greifen / PETA veröffentlicht neue Meinungsumfrage

Stuttgart, 12. Dezember 2017 – Nein zum Ei: Eine von PETA bei Insa-Consulere in Auftrag gegebene Umfrage zum Wissen rund um verarbeitete Eier in Lebensmitteln und Kaufverhalten macht Hoffnung. Über zwei Drittel, nämlich 68 Prozent der Befragten, würden bei gleicher Qualität der Produkte wie Eiernudeln und Gebäck zu Alternativen ohne Ei greifen. Immer mehr Menschen meiden Eier in verarbeiteten Lebensmitteln oder streichen sie komplett von ihrem Speiseplan. Jedoch gaben 76 Prozent an, bislang nicht darauf zu achten, ob sich in einem fertigen Artikel Eier befinden oder nicht. Dass die Eier in vielen Produkten häufig nur den niedrigsten Tierschutzstandard haben, wusste mit 52 Prozent nur rund die Hälfte der Befragten. PETA fordert die Produzenten von Nudeln und Backwaren auf, künftig mehr Produkte ohne Eier auf den Markt zu bringen.
 
„Das Ergebnis der Umfrage könnte die Hühner in der Eierindustrie zukünftig vor großem Leid bewahren, denn den Menschen kommt es mehrheitlich nicht darauf an, ob Eier in verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Nun liegt es am Verbraucher und den Lebensmittelherstellern, das vielseitige vegane Angebot, ganz ohne Eier, zu nutzen. Was besonders hoffen lässt: Laut Umfrage sind vor allem junge Menschen dazu bereit, auch Produkte ohne Ei zu kaufen.“
 
In der Befragung von rund 1.000 Menschen zeigte sich außerdem, dass Verbraucher, die viel über die Haltungsbedingungen der Hühner wissen, in der Mehrzahl zu Produkten ohne Ei greifen. PETA setzt sich für weitere Aufklärung über die häufig schockierenden Zustände in der Tierwirtschaft ein, damit sich immer mehr Menschen bewusst für vegane Alternativen entscheiden.
 
Es gibt gute Gründe, eifrei zu leben: Hühner sind intelligente und sensible Tiere, die am liebsten in kleinen Gruppen leben und in der Erde nach Nahrung suchen, scharren, ausgiebige Sandbäder in der Sonne genießen und sich liebevoll um ihren Nachwuchs kümmern. Eier legen sie nur, um sich fortzupflanzen – wie jeder andere Vogel auch. Durch die Züchtung legen Hennen in der Eierindustrie heutzutage etwa zehnmal so viele Eier, als ursprünglich von der Natur vorgesehen: bis zu 300 Eier im Jahr oder mehr. Und das hat dramatische Auswirkungen auf ihre Gesundheit.
 
PETA informiert mit der Kampagne „Mach dich eifrei“ unter PETA.de/Eifrei über das Leid von Hühnern in der Eierindustrie und zeigt Alternativen auf. Der durchschnittliche deutsche Verbraucher isst etwa 235 Eier pro Jahr, über die Hälfte davon in verarbeiteten Produkten. Rund 40 Millionen Hennen fristen ein unwürdiges Dasein in der Eierindustrie, um diese Eier zu legen. Nach etwa anderthalb Jahren lässt die Legeleistung der Tiere nach und ihr entbehrungsreiches Leben endet brutal im Schlachthaus.
 
Bis zu ihrem Tod leiden die Hennen unter artfremden Bedingungen. Viele haben entzündete Eileiter, schmerzhafte Knochenbrüche oder picken sich stressbedingt gegenseitig die Federn aus – bis hin zum Kannibalismus. Ganz gleich, welche Haltungsform, ob Käfig- oder Biohaltung, die Ausbeutung der Hennen für ihre Eier ist mit enormer, aber vermeidbarer Qual verbunden: Eine nachhaltige Verbesserung der Situation bietet eine Lebensmittelproduktion ohne Eier.

Weitere Informationen:
PETA.de/Eifrei
PETA.de/Themen/Eier
Veganstart.de

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de