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Hund aus überhitztem Auto befreit – PETA ernennt Beamte der Polizeiinspektion Neuhausen zu „Helden für Tiere“

 
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Tierrechtsorganisation gibt Tipps für den Hitze-Notfall

Stand August 2017
München / Stuttgart, 30. August 2017 – Rettung aus Todesfalle: Einer Polizeimeldung zufolge befreiten Beamte der Münchner Polizeiinspektion Neuhausen am Mittwoch vergangener Woche einen Hund aus einem Auto, das in der Schwere-Reiter-Straße in Schwabing in der Sonne parkte. Ein hinteres Fenster des Fahrzeugs war nur wenige Zentimeter geöffnet. Ein Zeuge, der gegen 13.20 Uhr den Notruf alarmierte, hatte beobachtet, dass sich das Tier seit über einer Stunde im Kofferraum befand. Die eintreffenden Beamten der Polizeiinspektion Neuhausen fanden den Hund stark hechelnd und entkräftet im aufgeheizten Pkw vor und schlugen ein Fenster ein, um ihn zu befreien. Er wurde sofort mit Wasser versorgt und das Tierheim benachrichtigt. Der Hundehalter wurde wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt. Für ihr schnelles Eingreifen zeichnet die Tierrechtsorganisation PETA nun die Beamten der Polizeiinspektion Neuhausen mit einer „Helden für Tiere“-Urkunde aus. PETA warnt Hundehalter eindringlich, ihre vierbeinigen Freunde bei sommerlichen Temperaturen nicht im Auto zurück zu lassen, da sich das Innere des Fahrzeugs in nur wenigen Minuten auf bis zu 70 Grad Celsius aufheizen kann. Auch ein Schattenparkplatz oder leicht geöffnete Fenster sind kein ausreichender Schutz. Schlimmstenfalls droht dem Vierbeiner ein qualvoller Tod durch Überhitzen.
 
„Wir danken den Beamten der Polizeiinspektion Neuhausen sehr für ihren tierfreundlichen Einsatz“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Durch ihr Engagement konnte der Hund aus der gefährlichen Situation befreit und somit wahrscheinlich sein Leben gerettet werden. Wir danken auch den aufmerksamen Passanten, die die Polizei alarmiert haben. Wir rufen alle Menschen, die einen Hund in einem heißen Fahrzeug bemerken dazu auf, nicht vorbeizugehen, sondern sofort Hilfe zu holen!“
 
PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen und kühlen sich hauptsächlich über Hecheln ab. Im heißen Wageninneren können sie ihre Körpertemperatur nicht mehr regulieren. Sie erleiden irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand. Auch bereits gerettete Hunde können an den Folgen der Hitzequal sterben. Wer einen Hund an einem warmen Tag im Auto bemerkt, muss umgehend handeln! Der Fahrzeughalter sollte ausfindig gemacht oder die Polizei alarmiert werden. Befindet sich das Tier bereits in Lebensgefahr, ist ein Einschlagen der Autoscheibe oft die einzige Möglichkeit, sein Leben zu retten. Anzeichen dafür, dass es dem Vierbeiner schlecht geht, sind Hecheln, Apathie oder Nervosität. Wenn der Hund sehr stark hechelt, taumelt, erbricht, eine dunkle Zunge und einen glasigen Blick hat, kann er bereits einen Hitzeschlag erlitten haben und in akuter Lebensgefahr schweben. Er muss sofort befreit und in den Schatten gebracht werden. Sein Körper sollte mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Auch das dringend notwendige Trinkwasser darf nicht eiskalt sein! Anschließend muss der Hund umgehend zum Tierarzt – auch wenn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat.
 
Um möglichst viele Hundehalter über die tödliche Gefahr im Auto aufzuklären, stellt PETA hier Flyer und Poster zum Download zur Verfügung.

PETA zeichnet regelmäßig Menschen für besonders tierfreundliches Verhalten aus. Die Urkunde wurde den Tierrettern postalisch zugestellt.

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Tierquälerei
PETA.de/Tierqual
PETA.de/hotdogs
PETA.de/niemals

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de