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Im dunklen Stall angekettet: Tierschutzwidrige Jungbullenhaltung in Unterensingen – PETA erstattet Strafanzeige

 
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Stand Januar 2016
Unterensingen / Stuttgart, 27. Januar 2016 – Schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz: Bei einer Vor-Ort-Recherche stieß PETA Deutschland e.V. auf einen Hof in Unterensingen, auf dem Bullen unter qualvollen Bedingungen gehalten werden. Während die zwanzig Pensionspferde in geräumigen und hellen Boxen stehen, müssen die stark verschmutzten Jungbullen ihr kurzes Leben bis zum Schlachthof an kurzen Ketten in einem dunklen, schäbigen Stall fristen. Einige Tiere haben vom Liegen auf dem harten, schmutzigen Spaltenboden bereits Verletzungen an den Gelenken. Wegen Verstoßes gegen § 17 Nummer 2b) des Tierschutzgesetzes – strafbare quälerische Tiermisshandlung – erstattet die Tierrechtsorganisation nun Strafanzeige gegen den Hofbetreiber bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart.
 
„Die Anbindehaltung der Bullen in dem schäbigen Stall in Unterensingen ist nicht nur herzlos, sondern tierschutzwidrig. Für die Halter sind die Pferde offenbar Vorzeigetiere, während die Jungbullen wie Produktionseinheiten behandelt werden“, so Jennifer Kuret, Koordinatorin für Missstandsfälle bei PETA Deutschland e.V. „Die Verantwortlichen des Hofes müssen bestraft werden.“
 
Ihr in der Regel kurzes Leben verbringen die meisten Rinder in Ställen, ohne jemals auf eine grüne Wiese zu dürfen. Dabei sind Kühe soziale und intelligente Lebewesen, die Freundschaften und eine enge Bindung zu ihrer Familie eingehen. Die Forschung belegt, dass Kühe ganz eindeutig den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung kennen — ein absolut zuverlässiges Zeichen für das Vorhandensein fortgeschrittener kognitiver Fähigkeiten. Wie Menschen und andere Tiere lernen auch Kühe schnell, Dingen fernzubleiben, die ihnen wehtun, wie z. B. Elektrozäunen und bösartigen Menschen.
 
Im Schlachthaus erleben offiziellen behördlichen Zahlen zufolge über zehn Prozent der Tiere den Schnitt durch die Kehle bei Bewusstsein, da die Betäubung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird.

PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 

Verdreckt und in tierschutzwidriger Anbindehaltung: Jungbullen in Unterensingen. / © PETA
Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
Eine kurze Videosequenz aus der Stallanlage in Unterensingen kann hier eingesehen werden. Wir stellen das Material auf Anfrage gerne zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Kalbfleisch
PETA.de/Kühe
PETA.de/Grausamkeit_an_Tieren

Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de