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Konstanz: Elefantenausbruch und Schläge bei Circus Carl Busch – PETA veröffentlicht Video und appelliert an Oberbürgermeister Burchardt, gefährliche Wildtiere nicht mehr zuzulassen

 
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Stand Juli 2017
Konstanz / Stuttgart, 13. Juli 2017 – Noch bis zum kommenden Montag gastiert Circus Carl Busch in Konstanz. Heute veröffentlicht die Tierrechtsorganisation PETA ein Video, das zeigt, wie die Afrikanische Elefantendame Mashibi verzweifelt versucht, aus dem Zirkus zu entkommen – unter Schlägen wird sie wieder in das kleine Gehege zurückgetrieben. Die Szene wurde in der vergangenen Woche in Konstanz von Augenzeugen aufgenommen. Missstände der Art sind bei Circus Carl Busch kein Einzelfall. In den vergangenen sechs Jahren wurden vier weitere gefährliche Elefantenausbrüche und mehrere Fälle von Misshandlungen der Rüsseltiere dokumentiert. Nach der tödlichen Elefantenattacke im baden-württembergischen Buchen im Juni 2015 weigern sich immer mehr Städte und Gemeinden, Flächen an Zirkusse, die gefährliche Tiere wie Elefanten oder Tiger mitführen, zu vermieten. Grundlage für eine kommunale Regelung des Zirkus-Wildtierverbots ist ein Rechtsgutachten aus dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, in dem ausdrücklich die Rechtskonformität kommunaler Verbote aus Gründen der Gefahrenabwehr dargestellt wird. Anlässlich des bedenklichen Vorfalls in Konstanz appelliert PETA in einem Schreiben an Oberbürgermeister Uli Burchardt, eine Regelung zu erarbeiten und zukünftig keine Zirkusbetriebe mit gefährlichen Tieren mehr in der Stadt zuzulassen.
 
„Es ist unbegreiflich, dass auch nach dem schrecklichen Vorfall von Buchen immer noch unzuverlässige Zirkusbetriebe mit Großwildtieren in Innenstadtnähe gastieren können“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. „Die mit solchen Gastspielen einhergehenden Tierquälereien und Gefahren sind unverantwortlich.“
 
Bundesweit haben rund 90 Städte und Gemeinden, darunter Stuttgart, Ulm und Heilbronn, Zirkusse mit Wildtieren bereits von öffentlichen Flächen verbannt. Mehrere Dutzend, teils gefährliche Ausbrüche von Tieren aus Zirkussen pro Jahr bestätigen die Notwendigkeit einer Verantwortungsübernahme durch die Kommunen.
 
Carl Busch ist in der Vergangenheit wiederholt wegen der mangelhaften und fahrlässigen Elefantenhaltung in die Schlagzeilen geraten. Die Historie mehrerer Missstände und Tierquälereien bei der Elefantenhaltung hat bereits zu mehreren Bußgeldverfahren gegen das Zirkusunternehmen geführt.
 
PETA fordert ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus, denn die Unterbringung in kleinen Gehegen, die ständigen Transporte sowie die von Gewalt und Zwang geprägte Dressur führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oftmals zu einem frühen Tod. Bezüglich exotischer Wildtierarten spricht sich auch die Bundestierärztekammer für ein Verbot aus. Einer repräsentativen forsa-Umfrage vom Mai 2014 zufolge vertreten 82 Prozent der Deutschen die Auffassung, dass Wildtiere nicht artgerecht im Zirkus gehalten werden können. Über 20 europäische Länder wie beispielsweise Belgien, Österreich, die Niederlande und Griechenland haben bereits bestimmte oder alle Tierarten im Zirkus verboten.
 
Weitere Informationen:
Veganblog.de/Videos/Exklusives-Video-Elefant-lauft-seinem-Elend-bei-Circus-Carl-Busch-davon-und-wird-ins-Gehege-zuruck-geschlagen/
PETA.de/Circus-Carl-Busch
PETA.de/Wildtierdressur

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de