Termineinladung: PETA lädt auf dem Ernst-August-Platz zur Beerdigung – „Herr Weil, Ihre Klimapolitik bringt uns ins Grab“

Hannover / Stuttgart, 15. September 2021 – Die Politik ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, dass gerade tierische Produkte zur Klimakatastrophe erheblich beitragen. Deswegen protestiert PETA am Freitag ab 11:15 Uhr auf dem Ernst-August-Platz in Hannover. Komplett in schwarz gekleidete Aktivistinnen und Aktivisten stehen dabei trauernd neben „toten“ Freiwilligen in Särgen, welche jeweils eine Rose in der Hand halten. Die Trauergäste demonstrieren mit Schildern unter dem Motto „Herr Weil, Ihre Klimapolitik bringt uns ins Grab“ und „Klimapolitik geht nur vegan“ gegen die Versäumnisse des Ministerpräsidenten in der Klimapolitik. Mit der aufsehenerregenden Aktion fordert die Tierrechtsorganisation die sofortige Beendigung der ausbeuterischen Tierwirtschaft und den Umstieg auf veganen Ökolandbau.

„Die politisch Verantwortlichen reden über die Klimakatastrophe. Den Fleisch- und Milchkonsum, der maßgeblich dazu beiträgt, thematisieren sie nicht. Dabei können mit einer veganen Ernährung 50 Prozent der ernährungsbedingten Emissionen eingespart werden. Nur so lassen sich ein ökologisches Desaster und ein unbewohnbarer Planet verhindern. Eine nachhaltige Agrarpolitik zum Schutz der Bevölkerung muss deshalb auf veganen Ökolandbau abzielen und gehört in den Koalitionsvertrag der nächsten Bundesregierung. Schluss mit Subventionen für die Tierwirtschaft“, kommentiert PETAs Aktionskoordinator Jens Vogt.

Hintergrundinformationen
Mehr als die Hälfte der Landesfläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt [1], der Großteil dieser Fläche davon als Weideland für sogenannte Nutztiere und für deren Futtermittelanbau. Dabei ist die Herstellung tierischer Produkte enorm ineffizient. Weltweit werden rund 83 Prozent der Agrarflächen für die Herstellung tierischer Produkte aufgewendet. Zugleich liefern sie nur rund 18 Prozent des globalen Kalorienbedarfs [2]. In dem geleakten Teilbericht des Weltklimarats warnt die Wissenschaft vor einem „Code Red für die Menschheit“. UN-Generalsekretär Antonio Guterres mahnt, dass es „keine Zeit für Verzögerungen und keinen Raum mehr für Entschuldigungen gibt“. Die Klimakatastrophe bringt viele unumkehrbare Veränderungen mit sich, die ab 1,5 Grad Erderhitzung drohen eine Kettenreaktion auszulösen. Ein ökologisches Chaos wäre die Folge [3]. Mit einem pflanzenbasierten Ernährungssystem könnten die durch Tierhaltung entstehenden (Folge-)Schäden verhindert werden. Dies würde einen enormen Teil dazu beitragen, die globale Erwärmung bis 2050 auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Über einen Zeitraum von 20 Jahren wirkt Methan 84- bis 87-mal klimaschädlicher als CO2 [4] und hat bereits nach 8 bis 12 Jahren seine Halbwertszeit erreicht [5]. Folglich würde sich eine Reduktion der Methan-Emissionen relativ schnell bemerkbar machen und so einen immens wertvollen Beitrag leisten, um die globalen Treibhausgas-Emissionen schnell zu reduzieren. 37 Prozent der Methan-Emissionen werden aus der sogenannten Nutztierhaltung emittiert [6]. Der Wandel zu einem pflanzlichen Ernährungssystem spielt somit eine Schlüsselrolle bei dem Erreichen der Klimaziele.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] Daten und Fakten. Online abrufbar unter: https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/Daten-und-Fakten-Landwirtschaft.pdf?__blob=publicationFile&v=8#:~:text=Die%20landwirtschaftlichen%20Betriebe%20in%20Deutschland,und%201%2C2%20%25%20Dauerkulturen. (07.?09.?2021).?

[2] Poore, J./Nemecek, T. (2018): “Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers?. In: Science Vol. 360, Issue 6392, pp. 987-992.

[3] United Nations: Secretary-General’s statement on the IPCC Working Group 1 Report on the Physical Science Basis of the Sixth Assessment. Online abrufbar unter: https://www.un.org/sg/en/content/secretary-generals-statement-the-ipcc-working-group-1-report-the-physical-science-basis-of-the-sixth-assessment. (07.09.2021)

[4] IEA: Methane Tracker 2020. Online abrufbar unter: https://www.iea.org/reports/methane-tracker-2020. (07.09.2021)

[5] Royal Society of Chemistry: Methane emissions: choosing the right climate metric and time horizon. Online abrufbar unter: https://pubs.rsc.org/en/content/articlehtml/2018/em/c8em00414e. (07.09.2021)

[6] The Human Society: An HSUS Fact Sheet. Online abrufbar unter: https://www.humanesociety.org/sites/default/files/archive/assets/pdfs/farm/hsus-fact-sheet-greenhouse-gas-emissions-from-animal-agriculture.pdf. (07.09.2021)

Details zur Aktion

Datum: Freitag, 17. September 2021

Uhrzeit: 11:15 – 12:30 Uhr
Ort: Ernst-August-Platz, 30159 Hannover

Kontakt vor Ort: Jens Vogt (den telefonischen Kontakt stellen wir Anfrage gerne her)
 

Weitere Informationen:
PETA.de/Zoonosen
PETA.de/Corona
PETA.de/Coronavirus-Tiermarkt
PETA.de/Wildtiermaerkte-schliessen
PETA.de/Antibiotikaeinsatz-in-deutschen-Staellen
PETA.de/Bio-vegane-Landwirtschaft
 

Pressekontakt:

Julia Zhorzel, +49 711 860591-536, [email protected]