Termineinladung: „TUI: Entlasse MICH – nicht deine Mitarbeiter!“ – PETA demonstriert Montag ab 11 Uhr im Orca-Kostüm vor TUI-Zentrale in Hannover

Hannover / Stuttgart, 13. November 2020 – Tierquälerei und Entlassungen: Trotz Finanzhilfen im Umfang von bislang knapp drei Milliarden Euro hat die TUI-Gruppe angekündigt, weltweit bis zu 8.000 Jobs zu streichen. PETA hat einen anderen Vorschlag und demonstriert deshalb am Montag ab 11 Uhr vor der TUI-Zentrale in Hannover. Ein Orca mit Schild fordert den Konzern auf: „TUI: Entlasse MICH – nicht deine Mitarbeiter!“ Das Reiseunternehmen soll den Ticketverkauf in Orca-Zoos und Delfinarien wie SeaWorld und Loro Parque aus seinem Angebot streichen. PETA legte dem Unternehmen Studien vor, die nachweisen, wie massiv die Meeressäuger in den kleinen Betonbecken leiden. [1–3] Staatliche Zuschüsse in Milliardenhöhe darf es nach Ansicht der Organisation nur für tierfreundliche Unternehmen geben.
 
„Würde TUI auf ein tierfreundliches, modernes Ausflugsangebot umsteigen, dürfte der Touristikkonzern sicher auch finanziell profitieren. Immer mehr Touristen lehnen Tierqualparks ab“, so Dr. Tanja Breining, Biologin und Fachreferentin bei PETA. „Wissenschaftliche Studien beweisen, dass Orcas in Gefangenschaft physisch und psychisch leiden: Aus Frustration kauen sie an den Betonwänden, springen aus den Becken – vermutlich, um aggressiven Artgenossen zu entkommen – oder donnern wiederholt gegen Metallgitter. Zudem wurden schon vier Menschen von Orcas in Gefangenschaft getötet. TUI muss sich endlich von der Zusammenarbeit mit diesen Parks verabschieden.“
 
Hintergrundinformationen
Erst diese Woche gaben die Reiseanbieter Pure Destinations und Honeymoon Dreams bekannt, keine SeaWorld-Tickets mehr zu verkaufen. PETA appelliert an TUI, diesem wegweisenden Beispiel zu folgen. In Freiheit leben Orcas in Familienverbänden; sie spielen, lernen und geben ihr Wissen an ihren Nachwuchs weiter. [4] In Meeresparks hingegen werden oft auch miteinander unverträgliche Orcas zusammen in ein Becken gesperrt. Infolge der artwidrigen Umstände in Gefangenschaft sind die Tiere frustriert; oft nagen sie an den Betonwänden der Becken und kauen sich die Zähne ab. Mindestens 41 Orcas sind bereits bei SeaWorld gestorben, unter anderem an den Folgen von Lungenentzündung oder Herz-Kreislauf-Versagen. Die Meeressäuger können über 100 Jahre alt werden. In Gefangenschaft liegt ihre durchschnittliche Lebenserwartung jedoch bei gerade einmal 14 Jahren. Im spanischen Loro Parque – in dem ebenfalls schon ein Schwertwal einen Trainer tötete – wurde im September 2018 das Orca-Baby Ula geboren, und in deutschen Zoos werden Große Tümmler als lukrative „Zuchtmaschinen“ missbraucht.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
[1] Marino, L./Rose, N. A./Visser, I. N./Rally, H./Ferdowsian, H./Slootsky, V. (2020): The harmful effects of captivity and chronic stress on the well-being of orcas (Orcinus orca). Journal of Veterinary Behavior, Volume 35.
[2] Jett, J. et al. (2017): Tooth damage in captive orcas (Orcinus orca). – Arch. Oral Biol. 84: 151–160. 
[3] Anderson, R./Waayers, R./Knight, A. (2016): Orca Behavior and Subsequent Aggression Associated with Oceanarium Confinement. Animals 2016, 6, 49; doi:10.3390/ani6080049.
[4] WHALE WISDOM. Directed by Rick Rosenthal and narrated by Sir David Attenborough. Broadcasting worldwide in 2020. Online abrufbar unter: https://www1.wdr.de/fernsehen/abenteuer-erde/sendungen/wale-clevere-giganten-neu-100.html. Ausgestrahlt im WDR Fernsehen am 07.07.2020.
 
Details zur Aktion:
Datum: Montag, 16. November 2020
Uhrzeit: 11:00–12:00 Uhr
Ort: TUI AG, Karl-Wiechert-Allee 4, 30625 Hannover
Kontakt vor Ort: Jens Vogt (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tui
 
Sendefähige Radio-O-Töne zum Thema „Warum macht PETA Straßenaktionen?“ und zu vielen weiteren Tierrechtsthemen finden Sie in PETAs Audioportal. PETAs Fachreferenten stehen Ihnen selbstverständlich nach wie vor für persönliche Interviews zur Verfügung.
 
Pressekontakt:
Valeria Goller, +49 711 860591-521, [email protected]