Termineinladung: „Metro, lass die Hummer frei!“ – PETAs Riesenhummer demonstriert vor Aktionärsversammlung des Konzerns in Düsseldorf

Düsseldorf / Stuttgart, 11. Februar 2020 – Anlässlich der Metro-Hauptversammlung demonstriert das freiwillige PETA ZWEI-Streetteam Duisburg am Freitag ab 8:30 Uhr nahe dem Eingang des Congress Centers in Düsseldorf. Mit PETAs riesigem Hummer-Kostüm und Schildern mit der Aufschrift „Metro, lass die Hummer frei!“ fordern die Tierfreunde das Unternehmen auf, den Verkauf von Hummern vollständig einzustellen und stattdessen das vegane Angebot zu erweitern. Zudem wird ein Aktionär auf der Hauptversammlung das Leid der Hummer bei Metro kritisieren. Dass die Tierquälerei auf Aktionärsseite zunehmend in den Fokus gerät, zeigt auch ein Gegenantrag zu einem der Tagesordnungspunkte auf der Website zur Versammlung. In diesem nimmt ein Aktionär Bezug auf die qualvollen Lebendtiertransporte sowie auf den Handel und Verkauf lebender Tiere.
 
„Bei Metro werden noch immer Tiere, die nachweislich Schmerzen und Angst empfinden, gefesselt, hungernd über Tausende Kilometer eingeflogen und lebend verkauft oder bei vollem Bewusstsein in kochendem Wasser getötet. Wir fordern die Geschäftsführer und die Aktionäre auf, diese Grausamkeit endlich zu beenden“, so Streetteam-Leiterin Elisa Heimes.
 
PETA startete Kampagne gegen Hummerverkauf bei Metro bereits 2006
Die Tierrechtsorganisation hatte gefilmt, wie lebende Hummer in Plastiktüten ohne Wasser verpackt und lebend an Kunden verkauft werden – und daraufhin Strafanzeige erstattet. Doch trotz dieser und weiterer Anzeigen sowie zahlreicher Proteste verkauft Metro weiterhin lebende Tiere. PETA kritisiert neben dem Handel der Tiere auch, dass Hummer nach wie vor ohne vorherige Betäubung gekocht werden dürfen, obwohl dies in Österreich und der Schweiz bereits verboten ist. Die Organisation hat 2019 eine Petition für eine Betäubungspflicht von Hummern beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eingereicht. Derzeit wird der Antrag geprüft.
 
Internationale Studien zeigen, dass Krebstiere nicht nur Schmerzen, sondern auch Angst empfinden. [1, 2] Der älteste bekannte Hummer wurde auf 140 Jahre geschätzt und war 20 Kilogramm schwer. Hummer haben blaues Blut und erreichen Tiefen von über 400 Meter. Im Juni 2018 twitterte ein Mikrobiologe, dass ihre Zellen nicht altern, sondern sie mutmaßlich daran sterben, dass sie immer größer werden und ihr Exoskelett nicht mitwächst. [3]
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Das PETA ZWEI-Streetteam Duisburg ist ein Verbund freiwilliger Aktivisten, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.
 
[1] B. Magee & R. W. Elwood (2013): Shock avoidance by discrimination learning in the shore crab (Carcinusmaenas) is consistent with a key criterion for pain. In: The Journal of Experimental Biology 216, S. 353–358.
[2] P. Fossat, J. Bacqué-Cazenave, P. De Deurwaerdère, J.-P. Delbecque, D. Cattaert (2014): Comparative behavior. Anxiety-like behavior in crayfish is controlled by serotonin. In: Science 344, S. 1293–1297.
[3] https://twitter.com/drnelk/status/1010180112023777280.
 
Details zur Aktion:

Datum: Freitag, 14. Februar 2020
Uhrzeit: 08:30–10:00 Uhr
Ort: Congress Center Düsseldorf (nahe dem Eingang), Rotterdamer Straße 141 (Rheinufer), 40474 Düsseldorf
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Metro
PETA.de/Metrohummer
PETA.de/Betaeubungspflicht-Hummer-Petition
 
Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]