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Seevetal: Drei Würgeschlangen auf Autobahnparkplatz ausgesetzt – PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
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Stand August 2016
Seevetal / Stuttgart, 17. August 2016 – Fahndung nach Tierquäler: Einer Polizeimeldung zufolge setzte ein unbekannter Tierquäler vergangenen Freitag drei Würgeschlangen in einem Sack in einer Styroporkiste auf dem Autobahnparkplatz "Hasselhöhe", an der BAB 7, zwischen den Anschlussstellen Ramelsloh und Thieshope, in Fahrtrichtung Hannover aus. Ein Verkehrsteilnehmer fand die Tiere, die sich bereits in einem schlechten gesundheitlichen Zustand befanden, gegen 19.20 Uhr und rief die Polizei. Die Schlangen wurden in eine Wildauffangstation im Kreis Rotenburg gegeben. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und bittet unter der Telefonnummer 04171 79 62 00 (Autobahnpolizei Winsen) um Zeugenhinweise. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können oder möglicherweise wissen, woher die Schlangen stammen, haben die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520 73 733 41 oder per E-Mail an PETA zu wenden – auch anonym.
 
„Bitte helfen Sie mit, diese Tat aufzuklären“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Immer wieder werden Tiere von verantwortungslosen Menschen wie Wegwerfware behandelt. Häufig sind es Reptilien, deren Halter sich nicht ausreichend mit den Bedürfnissen der anspruchsvollen Lebewesen auseinandergesetzt haben, so dass ihnen dann Aufwand, Kosten und – im wahrsten Sinne – die Tiere selbst über den Kopf wachsen.“
 
PETA macht darauf aufmerksam, dass das Aussetzen von Tieren laut § 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und den Straftatbestand der Tierquälerei nach § 17 des Tierschutzgesetzes erfüllt. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
PETA fordert ein generelles Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten. Eine artgerechte Haltung von Reptilien ist in Gefangenschaft nicht möglich. Zudem ist die Versorgung nicht nur extrem kostspielig, sie erfordert auch ein umfangreiches Wissen. Ein Großteil der in Deutschland gehaltenen Exoten stirbt frühzeitig, weil die Tiere nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Gerade im Handel sind „Verlustraten“ von 70 % normal. (1) Eine Recherche von PETA USA bei dem weltweit agierenden Großhändler USGE zeigte, dass von insgesamt 26.000 Tieren 80 % krank, verletzt oder bereits tot waren. Jede Woche wurden ca. 3.500 tote und sterbende Tiere ausgesondert. Auf Börsen werden die „Exoten“ wie Ramschware verhökert und häufig in kleinen Plastikboxen oder strukturlosen Glaskästen an jeden Interessenten verkauft. Außerdem können die Exoten zur Gefahr für Menschen werden, da sie häufig Salmonellen in sich tragen. Wer ein Tier findet und nicht sachkundig ist, sollte es nicht anfassen und umgehend die Polizei, Feuerwehr oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren.
(1) Toland, Elaine/Warwick, Clifford/ Arena, Phillip: Pet Hate, in: The Biologist, Vol. 59 No. 3, 2012.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Reptilien
PETA.de/Reptilienchronik
PETA.de/Salmonellen
PETA.de/Terraristika
PETA.de/Reptilienhandel

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de