Spenden
 »  »  »  »  » Reptilienhandel – vom Ursprungsland bis ins deutsche Wohnzimmer

Wie die Schlange im deutschen Wohnzimmer landet


Exotische Wildtiere wie Schlangen, Spinnen, Echsen oder Frösche gehören mittlerweile zum Standard-„Sortiment“ fast jeder Zoohandlung. Selbst in Baumärkten kann man die empfindlichen Tiere für wenig Geld erwerben und in nahezu jeder größeren Stadt finden regelmäßig Börsen statt, auf denen die Tiere wie auf Flohmärkten verschachert werden.

 
Exotische Tiere in der Aufbewahrung beim Großhändler
Doch woher kommen Boa, Python und Co.?
Viele Tiere, die in deutschen Wohnzimmern landen, sind noch immer Wildfänge; andere werden in Massenzuchtanlagen im Ausland „produziert“ oder in Deutschland von Reptilienhaltern gezüchtet. Doch ganz egal woher sie kommen: diese nicht domestizierten Tiere sind und bleiben Wildtiere, die an eine Gefangenschaftshaltung nicht angepasst sind. Der Kontakt zum Menschen und das Eingesperrtsein bedeutet für sie teils enormen Stress. Viel zu häufig führt auch eine falsche Haltung zum frühzeitigen Tod der Tiere.

In Deutschland angekommen landen die Tiere meist im Großhandel, wo sie wie Ware in Regalsystemen aufbewahrt und dann verschickt werden.

Wie die Tiere in Gefangenschaft leiden, können Sie hier nachlesen. Doch auch von den Haltern werden die Gefahren, die für den Menschen ausgehen, oft unterschätzt – von Salmonellen und sogar Todesfällen durch Schlangen und Echsen wird immer wieder berichtet.

Bitte kaufen Sie niemals ein exotisches Wildtier – weder vom Züchter, im Zooladen noch auf einer Börse. Menschen, die ein großes Fachwissen über diese Tiere haben, können ein Tier aus einer Auffangstation oder aus dem Tierheim bei sich aufnehmen, um so den Handel nicht weiter zu unterstützen.

Mehr über den Handel mit Exoten unter www.terraristika-info.de