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PETA zeichnet Airbus mit Vegan Aviation Award aus: Erster Helikopter mit veganer Innenausstattung beweist Innovationskraft des Luftfahrtkonzerns

Stuttgart, 16. Februar 2022 – Pionierleistung zum Wohl der Tiere: PETA verleiht Airbus für den Bau des ersten Helikopters mit vollständig veganer Innenausstattung den PETA Vegan Aviation Award. Die Auszeichnung würdigt die tierleidfreie Umsetzung der Vorgaben des deutschen Unternehmer-Ehepaars Daniela und Dr. Urs Brunner. PETA gratuliert sowohl der tierfreundlichen Initiative der beiden innovativ Denkenden als auch der Leistung des Luftfahrtkonzerns, den Helikopter ohne Materialien tierischen Ursprungs wie Leder und Wolle herzustellen. Die Tierrechtsorganisation ermutigt Airbus, die Erfahrungen aus dem Projekt zu nutzen und künftig alle Helikopter und Flugzeuge vegan herzustellen.

„PETA gratuliert Airbus zum ersten Helikopter mit veganer Innenausstattung. Wir freuen uns, diese tierfreundliche Revolution zu feiern, indem wir Airbus SE den PETA Vegan Aviation Award für den ACH145 verleihen“, so Frank Schmidt, Head of Corporate Affairs bei PETA. „Dass Tierhäute durch veganes Leder als luxuriöses Material ersetzt wurden, unterstreicht die Innovativität und Nachhaltigkeit des modernen Designs.“

Tierische Materialien mit veganen zu ersetzen, ist ein äußerst effizienter Weg, um neben dem weltweiten Tierleid auch die dem Material geschuldeten CO2-Emissionen, die in Helikoptern und Flugzeugen verbaut sind, zu reduzieren. Vor allem aber werden unzähligen Tiere davor bewahrt, für ihre Haut und ihr Fleisch ausgebeutet und getötet zu werden.

Das Leiden der Tiere für Leder und Wolle

Mehrere PETA-Videoenthüllungen haben in den vergangenen Jahrzehnten systematische Grausamkeiten in Schlachthöfen zutage gefördert. Weltweit dokumentierte die Tierrechtsorganisation, wie Arbeiter Kühen die Schwänze gebrochen und ihnen die Kehle durchgeschnitten haben, während sie noch bei Bewusstsein waren. Kälber werden bis heute im Gesicht gebrandmarkt; Kühe und Bullen mit Elektroschocks malträtiert und geschlagen, bevor sie schließlich getötet werden. Tausende dieser Tiere sind bei Bewusstsein und leiden immense Qualen, während sie verbluten. Ihre Häute landen in Gerbereien, dann bei Lederproduzenten und schließlich bei Herstellern von Sitzen für Flugzeuge und Helikopter. PETA betont, dass Wolle ebenso wie Leder immer ein Produkt massiver Tierquälerei ist. Ihre Verwendung steht in direktem Zusammenhang mit Verstümmelungen wie Mulesing, rohem Umgang beim Scheren und großem Leid während des Tötens im Schlachthaus.

Die Herstellung von Leder und Wolle ist zudem extrem schädlich für die Umwelt. Schafe und Ziegen sind beispielsweise jedes Jahr für 474 Millionen Tonnen CO2-Emissionen verantwortlich – das ist mehr als die Hälfte der CO2-Emissionen der kommerziellen Luftfahrt im Jahr 2018. Landnutzung und Methanemissionen der Tierzucht für die Wollproduktion wirken sich ebenfalls negativ auf das Klima aus. Mit innovativen Materialien wie veganem Leder, für das pflanzliche Komponenten wie Trauben, Äpfel, Ananas oder Mais verwendet werden, stehen Unternehmen viele Lösungen zur Verfügung, um den CO2-Ausstoß ihrer Produkte zu reduzieren. Auch bei textilen Bodenbelägen und Decken in Helikoptern und Flugzeugen können pflanzliche Alternativen zu Schafwolle wie Bio-Baumwolle, recyceltes Polyester und Nylon aus Plastikflaschen die Klimabilanz verbessern.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen
PETA.de/Themen/Leder

PETA.de/Themen/Wolle

Pressekontakt:

Sophie Burke, +49 711 860591-528, [email protected]