TIERVERSUCHE IN EUROPA BEENDEN. JETZT UNTERSCHREIBEN!

Traberverband will Peitschenschläge bei Trabrennen abschaffen

Ende Mai 2022 kündigte der Hauptverband für Traberzucht e.V. an, Peitschenschläge bei Trabrennen zu verbieten. [1] Dieses Verbot soll im Rahmen der neuen Trabrennverordnung im Herbst 2022 in Kraft treten. Aktuell sind laut Verbandsregelung bis zu fünf Schläge erlaubt.

Regelungen verschärft, weil Reiter:innen Pferde prügeln

Bis zum geplanten Verbot von Peitschenschlägen ab Herbst hat der Verband übergangsweise die Strafen verschärft, wenn Reiter:innen die fünf Peitschenschläge überschreiten. So wird seit dem 1. Juni jeder Verstoß mit Geldbußen ab 100 Euro geahndet und je 100 Euro kommt ein einwöchiges Fahrverbot hinzu. Bei Wiederholungsfällen werden die Strafen verdoppelt beziehungsweise verdreifacht. Wir von PETA Deutschland halten diese Strafen für viel zu gering.

Grund für die verschärften Strafen sei, dass „das Verhalten einiger Aktiver nach wie vor zu wünschen übrig“ lässt. [1] Dies zeigen immer wieder Bilder und Aufnahmen von Pferderennen, bei denen die Reiter:innen auf die Tiere einprügeln und sie sogar treten.

„Seit Jahren prangern wir die Peitschenschläge bei Trab- und Galopprennen an. Insbesondere auf der Zielgeraden wird oft auf die Tiere eingedroschen, um das Letzte aus ihnen herauszuholen.“

Peter Höffken, PETA Deutschland

PETA fordert: Galopprennen sollen nachziehen

Wir begrüßen diesen ersten Schritt des Traberzuchtverbandes und fordern im gleichen Zuge, dass auch bei Galopprennen Peitschenschläge verboten werden, wie es bereits in Schweden der Fall ist.

„Jetzt muss auch der Galopprennverband nachziehen und endlich die Peitsche verbieten. Die Abschaffung der Peitschenschläge bei Trabrennen ist längst überfällig und darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Branche einer grundlegenden Tierschutzreform unterziehen muss.“  

Peter Höffken, PETA Deutschland

Pferderennen sind Tierquälerei

Bei Rennen werden Pferde durch Peitschenschläge und andere Druckmittel an ihre körperlichen Grenzen getrieben – oft auch darüber hinaus. Immer wieder kommt es zu tragischen und oft auch tödlichen Stürzen und Vorfällen bei Pferderennen. Viele Tiere werden noch auf der Rennbahn getötet. Allein zwischen 2015 und 2019 starben 50 Pferde auf deutschen Pferderennbahnen.

Der Stress und die große Belastung führen bei den Fluchttieren zudem oft zu Lungenbluten, Aortenrissen und Magengeschwüren. [2] Erbringen die Pferde nicht mehr die erhoffte Leistung, werden sie „aussortiert“ und meist zum Schlachthof gebracht.

Trabrennen
Pferden bereitet es keine Freude, mit Peitschen über Stock und Stein gescheucht zu werden.

Helfen Sie, Pferderennen abzuschaffen

Helfen Sie, das Leid der Pferde bei Rennen endgültig zu beenden. Unterschreiben Sie unsere Petition an die Bundesregierung mit der Forderung, die gefährlichen Hochleistungsrennen endlich zu verbieten.

  • Quellen

    [1] Hauptverband für Traberzucht e.V. (25.05.2022): Aktiveninfo! Strafverschärfung bei regelwidrigem Peitschengebrauch, https://www.hvtonline.de/dynpdf/hvtmsg.php?textid=299 (eingesehen am 01.06.2022)

    [2] Pick, M. (2005): Spezielle Erkrankungen von Galopprennpferden aus Sicht des Tierschutzes, in: Der praktische Tierarzt.