Jagen als Hobby: Stimmen Sie jetzt für ein Ende der Hobbyjagd

Es gibt rund 1.000 Berufsjäger:innen in Deutschland, die überwiegend in der Forstwirtschaft tätig sind. Doch das sind nicht die einzigen Menschen, die Tiere jagen und töten – hierzulande gibt es zusätzlich mehr als 400.000 Hobbyjäger:innen! Privatpersonen können in nur wenigen Wochen den Jagdschein absolvieren, teilweise als Crashkurs in nur wenigen Tagen. Der Fleischkonsum dient oft als Vorwand, jedoch werden auch viele Hunderttausende Füchse und Vögel umgebracht – ihre Körper werden nach der Tötung einfach weggeschmissen.

Die Jagd ist kein Freizeitvergnügen, sondern eine Gefahr für alle Lebewesen. Jäger:innen fügen jedes Jahr Millionen von Wildtieren immenses Leid zu – und verletzen und töten regelmäßig versehentlich auch Menschen. Wir von PETA fordern seit Jahren, dass diese abscheuliche Freizeitbeschäftigung verboten werden muss. Bitte unterstützen Sie uns, und fordern Sie ein Ende der Hobbyjagd.

Tiere zu töten, darf nicht länger ein „Freizeitvergnü­gen“ sein!

Fordern Sie die Bundesregierung auf, in einem ersten Schritt die Hobbyjagd in Deutschland zu verbieten.

Online-Petition

Die Hobbyjagd abschaffen – das Töten beenden

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Hobbyjäger:innen in Deutschland töten jedes Jahr mehr als fünf Millionen Wildtiere sowie schätzungsweise 200.000 Katzen und Tausende Hunde. Viele angeschossene Tiere leiden oft tagelang, bevor sie qualvoll sterben. Immer wieder kommt es zu fahrlässigen Jagdunfällen, bei denen auch Menschen schwer verletzt oder getötet werden. Privatpersonen können in nur wenigen Wochen den Jagdschein absolvieren und anschließend sozusagen als Hobby völlig legal auf wehrlose Mitgeschöpfe schießen. Neben lediglich 1.000 Berufsjäger:innen, darunter überwiegend Forstbeamte, gibt es in Deutschland 400.000 Hobbyjäger:innen.

Anerkannte Wissenschaftler:innen und Wildbiolog:innen sind sich einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. Im Gegenteil: Der Eingriff des Menschen in die empfindlichen Ökosysteme stört das natürliche Gleichgewicht. Der heutige Zustand des Waldes in Deutschland ist das Ergebnis der Jagd und einer auf Profitmaximierung ausgelegten Forstwirtschaft. Wildtiere werden dabei kurzerhand zum Störfaktor und Schädling degradiert.

Im Schweizer Kanton Genf ist die Hobbyjagd seit über 40 Jahren verboten. Die Natur reguliert sich dort selbst, was eine hohe Artenvielfalt und gesunde, stabile Wildtierpopulationen zur Folge hat. Lediglich auf massiven Druck der Landwirtschaft jagen und töten ausgebildete Wildhüter:innen vereinzelt Wildschweine.

Ich bitte Sie hiermit dringend, in einem ersten Schritt die Hobbyjagd in Deutschland zu verbieten und Jäger, ähnlich wie im Kanton Genf, durch Wildhüter zu ersetzen. Die Abschaffung der Hobbyjagd ist in unser aller Interesse. Die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass Jagd und Fortwirtschaft, wie sie aktuell betrieben werden, zum Arten- und Waldsterben beitragen. Ein „Weiter so“ gefährdet unser aller Zukunft. Ein gesunder Wald braucht den Eingriff des Menschen nicht – wir jedoch brauchen einen gesunden Wald.

Mit freundlichen Grüßen

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Mehrheit der Deutschen gegen die Hobbyjagd

Eine im Auftrag von PETA durchgeführte repräsentative Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2018 bestätigte, dass die Mehrheit der Bundesbürger:innen (49 Prozent) die Hobbyjagd ablehnt.

Das Meinungsforschungsinstitut bat insgesamt 1.064 Menschen anzugeben, wer ihrer Meinung nach eine Berechtigung zur Jagd haben sollte. Dabei zeigte sich, dass eine knappe Mehrheit der Befragten gegen die Hobbyjagd ist: 49 Prozent sind der Meinung, nur Berufsjäger:innen sollten jagen dürfen; 45 Prozent hingegen sind der Ansicht, dass die Jagd auch als Hobby erlaubt bleiben sollte.

Tote Hasen haengen im Laderaum eines Fahrzeuges
Im Jagdjahr 2020/2021 wurden rund 140.000 Feldhasen getötet, obwohl die Tiere auf der Roten Liste stehen.

Der Großteil der Tiere stirbt langsam und qualvoll

Hobbyjäger:innen verursachen immenses Leid – sowohl für Tiere als auch für Menschen. So werden in Deutschland Jahr für Jahr Dutzende Menschen durch Jagdwaffen verletzt und sogar getötet. Und für Millionen Wildtiere ist die Jagd ein wahr gewordener Albtraum.

Bei Treib- und Drückjagden werden sie in Todesangst versetzt und vor die Gewehre getrieben. Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) werden dabei bis zu zwei Drittel der Tiere nicht sofort getötet. [1] Sie flüchten verwundet mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Därmen, quälen sich oft tagelang und sterben einen langsamen und schmerzhaften Tod.

Auch die Fallenjagd fügt Wildtieren großes Leid zu. Totschlagfallen töten häufig nicht sofort, was dazu führt, dass viele Tiere stunden- oder tagelang mit zerquetschen Gliedmaßen in den Fangeisen leiden. Aber auch Lebendfallen sind keine Lösung. Entgegen der Vermutung, die der Name suggeriert, bleiben die Tiere nicht am Leben, sondern werden mit einem Kopfschuss getötet. Derartige Praktiken sind eine inakzeptable, brutale Form der Freizeitbeschäftigung, die immer häufiger kritisiert wird.

Jaeger mit Hase in der Hand
Jäger beim „Abschlagen“ (Töten durch Genickbruch) eines angeschossenen Feldhasen.

Die Jagd ist unnötig und kontraproduktiv

Die Jagdlobby versucht, sich mittels einer Image-Kampagne als Naturschützer darzustellen. Anerkannte Wissenschaftler:innen und Wildbiolog:innen sind sich jedoch einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. Auch der renommierte Wildbiologe Prof. Dr. Josef Reichholf betont, dass sich Tierpopulationen aufgrund von Nahrungsverfügbarkeit, Sozialgefüge und Krankheiten selbst regulieren. [2]

Die Jagd hingegen zerstört dieses natürliche Gleichgewicht und verursacht anhaltend Ungleichgewichte im Ökosystem. Wissenschaftler:innen haben beispielsweise nachgewiesen, dass die Geschlechtsreife weiblicher Tiere in bejagten Wildschweinpopulationen früher eintritt, wodurch die Geburtenrate steigt. Auch das Argument des Artenschutzes ist Augenwischerei. Populationsrückgänge betroffener Arten sind fast ausschließlich auf den Lebensraumverlust durch intensive Landwirtschaft und das schwindende Nahrungsangebot zurückzuführen.

So können Sie gegen die Hobbyjagd aktiv werden

  • Bitte wenden Sie sich in einem persönlichen Schreiben an den/die Landtagsabgeordnete/n Ihres Wahlkreises und bitten Sie ihn/sie, sich für ein Verbot der Hobbyjagd auf Landesebene einzusetzen.
  • Lesen Sie mehr über das grausame Hobby der Jägerschaft und klären Sie Freund:innen und Bekannte über die Sinnlosigkeit der Jagd auf.
  • Unterstützen Sie PETA Deutschlands Arbeit gegen die Jagdlobby und unterschreiben Sie unsere Petition für ein Ende der Hobbyjagd.