4 Gründe, warum die grausamen „Fuchswochen“ sofort stoppen müssen

gejagte Füchsewww.abschaffung-der-jagd.de

Was sind „Fuchswochen“?

Jedes Jahr im Januar und Februar werden Füchse noch stärker und schonungsloser bejagt als ohnehin schon. Ausgerechnet mitten in der Paarungszeit werden die sogenannten „Fuchswochen“ (oder mittlerweile auch ein ganzer „Fuchsmonat“) durchgeführt. In fast jedem Ort werden nun revierübergreifende Fuchsjagden veranstaltet, zu denen revierlose Jäger und Jungjäger eingeladen werden, um möglichst viele Füchse zu töten. Nach der Jagd werden die Tiere zu einer „Strecke“ aufgereiht, und die Tötungen werden von den Jägern oft mit Alkohol gefeiert.

© Facebook / PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ

1. Die Fuchsjagd ist unfassbar grausam

Füchse dienen den Jägern lediglich als lebende Zielscheiben. Im Jagdjahr 2017/18 wurden bundesweit über 400.000 Füchse getötet. Viele Tiere werden mittels der besonders grausamen Fallen- und Baujagd getötet, wobei die Tiere oft einen langsamen und schmerzhaften Tod sterben.

Jäger Füchse
Jäger legen eine „Fuchsstrecke“
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2. Füchse müssen nicht gejagt werden

Fuchspopulationen regulieren sich aufgrund von Sozialgefügen sowie Nahrungsverfügbarkeit und Krankheiten selbst. Die Jagd auf Füchse hingegen hat keinerlei regulierende oder reduzierende Auswirkungen auf die Population, weil Verluste rasch durch Zuwanderung und steigende Geburtenraten ausgeglichen werden. In Luxemburg und weiteren Gebieten ist die Fuchsjagd verboten – dort gibt es bezüglich einer eventuellen Überpopulation keine Probleme.

getöteter Fuchs
Einer von über 400.000 jährlich getöteten Füchsen
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3. Füchse sind keine Bedrohung für die Artenvielfalt

Füchse ernähren sich in erster Linie von Mäusen. Populationsrückgänge betroffener Arten, wie beispielsweise der Feldhase, sind überwiegend auf den Lebensraumverlust und das schwindende Nahrungsangebot zurückzuführen. Hinzu kommt, dass die Jäger selbst jedes Jahr in Deutschland mehr als 200.000 Feldhasen und tausende Fasane töten. Als Gesundheitspolizei sind Füchse ein wichtiges Glied im Kreislauf der Natur. Sie sichern nicht zuletzt auch ihren Beutearten das Überleben, indem sie schwache und kranke Tiere erbeuten und Krankheitsherde somit sofort eliminieren.

4. Die Gefahr einer Krankheitsübertragung durch Füchse ist nahezu auszuschließen

Deutschland ist seit 2008 frei von terrestrischer Tollwut, der Fuchsbandwurm zählt zu den seltensten Parasitosen Europas, und im Zeitalter der modernen Medizin stellt auch die Räude kein ernsthaftes Problem dar.

Bei der Fuchsjagd geht es nicht um das Allgemeinwohl. Sie dient lediglich der Freizeitbeschäftigung einiger weniger Menschen, die Spaß daran haben, Tiere zu töten.

Was Sie tun können

Melden Sie uns Fuchsjagden – vor allem, wenn Füchse zur Trophäenschau ausgelegt und prämiert werden sollen.
 
Machen Sie mit unseren  Facebook Frame „Fuchsjagd stoppen“ andere Menschen auf die grausame Fuchsjagd aufmerksam.
 
Wenden Sie sich an den Landtagsabgeordneten Ihres Wahlkreises und bitten Sie ihn/sie höflich, sich auf Landesebene für ein Verbot der Jagd auf Füchse einzusetzen.
 

Unsere Autoren

Nadja Michler

Nadja hat Ethnologie in Frankfurt studiert, ist bekennende Crazy Cat Lady und liebt Füchse, Yoga und Apfelkuchen.