11 Hunde und ein Kälbchen aus Horror-Zuchtstätte gerettet!

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Update 24. April 2020

Rosi und Fred, die beiden Hundesenioren sind endlich adoptiert worden und haben ein ganz wundervolles Zuhause gefunden. Der größte Wunsch der beiden Vierbeiner ist nun in Erfüllung gegangen: Sie dürfen ihren Lebensabend gemeinsam verbringen. Noch dazu in einem tollen Zuhause mit großem Garten. Nie zuvor waren Rosi und Fred so glücklich. Wir danken der Adoptantin, die den beiden diese wundervolle Chance ermöglicht hat.

Update 7. April 2020

Fast alle Hunde wurden mittlerweile vermittelt. Doch Pia und Lina suchen immer noch gemeinsam eine Familie. Die beiden etwa drei und vier Jahre alten Münsterländer-Mischlinge sind wahrscheinlich Mutter und Tochter. Sie sind sehr lieb, benötigen aber anfangs etwas Zeit, bis sie sich jemanden anvertrauen und müssen noch viel lernen.

Auch die Hundesenioren Rosi und Fred suchen noch immer ein liebevolles Zuhause, in dem die beiden gemeinsam ihren Lebensabend verbringen können. Fred ist fast blind, doch er kommt gut damit zurecht. Rosis Tumor am Bein wurde mittlerweile entfernt. Es geht den beiden momentan gut. Jedoch haben die beiden älteren Tiere wohl nicht mehr sehr viel Zeit, um endlich ein schönes Familienleben kennenzulernen. Da sie sehr aneinander hängen, sollten die Golden-Retriever-Hündin und der Cocker-Spaniel-Rüde unbedingt zusammen vermittelt werden.

Originalartikel vom 22. Oktober 2019

Über das Whistleblower-Formular ereilten wir von PETA Deutschland ein Hilferuf für 12 Tiere, die auf einem Hof in Niedersachsen vegetierten. Die Tiere sollten sich teilweise in lebensbedrohlichen Zuständen befinden. Vor Ort wurden wir bereits von der Frau des Hofbesitzers erwartet. Es bot sich ein Bild des Grauens.

Was wir auffanden, verschlug uns den Atem

In dreckigen Stallabteilungen fanden wir elf Hunde und ein krankes Kälbchen in grauenvoller Haltung. Alle Tiere lebten in ständiger Isolation und Dunkelheit. Die Hunde waren völlig verängstigt, krank, verwurmt und voller Flöhe. Ihr Fell war verdreckt, die Zähne teilweise abgebrochen.

Scheinbar wurden die Hunde über Jahre als Gebärmaschinen missbraucht und die Welpen, laut Augenzeugenberichten, an eine Welpenstube für viel Geld verkauft. Das Leid der Elterntiere schien den Züchtern völlig egal zu sein. Die Hunde litten unter Parasiten, Krankheiten und vegetierten jahrelang isoliert in den dunklen Stallungen. Die kleinen Mischlinge und größeren Rassehunde wurden jahrelang als Gebärmaschinen missbraucht, ihre Welpen verkauft.

Es ging um Leben und Tod

Nur aufgrund der Erkrankung des Züchters war die Familie zur Abgabe aller Tiere bereit. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Mammut Tierheims Ahlen konnten alle Tiere in Sicherheit gebracht werden. Sie benötigten dringend unsere Hilfe.

Einige Hunde mussten in einer Tierklinik notversorgt werden. Zwei Hündinnen hatten Tumore an der Milchleiste, andere Hündinnen waren schwanger. Eine ältere Golden-Retriever-Hündin litt zudem unter einem faustgroßen Geschwür am Bein. Ein Cocker-Spaniel-Rüde war fast erblindet und völlig geschwächt. Diese Zustände waren für den Züchter keine Gründe, die Hunde tierärztlich behandeln zu lassen.

Auf dem Weg in ein neues, gutes Leben

Alle Hunde wurden mittlerweile geimpft und gegen Parasiten behandelt. Die beiden Hündinnen mit den Tumoren sind bereits operiert. Sie werden, wie die anderen neun Hunde, im Tierheim Ahlen versorgt und von dort in liebevolle Familien vermittelt.

Das Kälbchen wurde von einem Lebenshof aufgenommen und darf nun mit Artgenossen ein tiergerechtes Leben führen.

Kalb im verdreckten Stall
Das Kälbchen darf nun ein glückliches Leben in einer Herde führen.

Wir informierten das zuständige Veterinäramt und fordern für den Vermehrer aus Niedersachsen ein lebenslanges Tierhalte- und Zuchtverbot. Dass kranke Hunde aus tierschutzwidriger Haltung vermehrt und ihre Nachkommen als angeblich liebevolle Hausaufzucht verkauft werden, ist leider kein Einzelfall. Auch nicht beim „deutschen Züchter von nebenan“.

Was Sie tun können

Wenn Sie einem Hund oder einem anderen Tier ein Zuhause geben möchtest, wenden Sie sich bitte an ein Tierheim oder einen Tierschutzverein! Hier warten viele Vierbeiner auf eine liebevolle Familie. Erfahren Sie, warum es besser ist, ein Tier aus dem Tierheim zu adoptieren.