Schweine in OP-Kursen der Bundeswehr verstümmelt – jetzt helfen!

Die Bundeswehr führt jährlich sogenannte Live-Tissue-Trainings durch – richtig gelesen, hier handelt es sich um Trainings an lebenden Tieren, im Falle der Bundeswehr an Schweinen. In diesen OP-Kursen, auch Trauma-Trainings genannt, werden Operationen von Kriegsverletzungen geübt – also beispielsweise von Verletzungen mit schweren Blutungen.

Wie eine Studie von PETA USA in Zusammenarbeit mit Experten der militärmedizinischen Ausbildung ergab, werden in fast drei Viertel der NATO-Mitgliedsstaaten keine Tiere in der militärischen und zugehörigen medizinischen Ausbildung eingesetzt [1]. 2013 ersetzte auch das polnische Militär die Trauma-Trainings an Tieren durch moderne und überlegene Simulationsmodelle. Die US-Küstenwache stellte 2017 nach einer Ermittlung von PETA USA und zahlreichen Gesprächen Trauma-Übungen an Tieren ein. Der damalige Behördenleiter nannte die Übungen „abscheulich“. Stattdessen setzt die Küstenwache nun auf moderne Simulationstechnologie.

Bereits 2010 trat PETA USA im Rahmen der oben erwähnten Studie [1] mit der deutschen Bundeswehr in Kontakt. Die Antwort damals:

„Bei Übungsvorhaben werden die Soldaten an sehr guten Modellen ausgebildet und die Mediziner benötigen keine Tierexperimente.“

Durch eine Veröffentlichung der Bundeswehr [2] kam 2016 ans Licht, dass diese Aussagen nicht der Wahrheit entsprachen – tatsächlich wurden und werden noch immer lebende Schweine als lebendige Übungsobjekte für Chirurgen missbraucht.
 

Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift dabei, die Bundeswehr davon zu überzeugen, keine Schweine mehr als Übungsobjekte zu verstümmeln.

Obwohl beinahe 80 % der NATO-Mitgliedstaaten in der medizinischen Ausbildung ihres Militärs auf tierfreie Ausbildungsmethoden zurückgreifen [1], hält die Bundeswehr nach wie vor an sogenannten Live-Tissue-Trainings mit Schweinen fest. Dabei werden die Schweine aufgeschnitten und verstümmelt, am Ende lässt man sie sterben. Helfen Sie uns dabei, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer davon zu überzeugen, keine Tiere mehr in der militärischen Ausbildung zu missbrauchen!

Online Petition

Bitte sehen Sie von der Verwendung von Tieren in den Trainingskursen der Bundeswehr ab

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Kramp-Karrenbauer,

die Bundeswehr verwendet in der medizinischen Fortbildung von Chirurgen im Rahmen sogenannter Live-Tissue-Trainings (LTT) nach wie vor lebende Schweine.

Schweine sind hochintelligente, sehr soziale Lebewesen, die genau wie wir Angst und Schmerzen empfinden. Wir sehen es als ethisch nicht vertretbar an, Schweinen mutwillig Verletzungen zuzufügen und sie als lebendige Übungsobjekte zu missbrauchen.

Knapp drei Viertel der NATO-Mitgliedsstaaten greifen in ihren militärmedizinischen Trainings nicht auf Tiere zurück. Wir bitten Sie daher erneut, die Verstümmelung der Schweine zu überdenken und einzustellen. Studien haben gezeigt, dass chirurgische Übungen an blutenden Schweinen keine verbesserte chirurgische Leistung am Menschen erzielen. Das liegt u. a. an den anatomischen und physiologischen Unterschieden zwischen den Spezies.

Es gibt bereits diverse tierfreie Übungsmethoden, wie beispielsweise realistische Patientensimulatoren, mit denen Blutungen, Atembeschwerden, Medikamentenreaktionen und sogar der Tod eines Menschen realistisch nachgestellt werden können. Solche Methoden verursachen kein Leid und haben sich in Studien immer wieder als effektiver als das LTT erwiesen.

Mehrere deutsche Bundesländer haben Anträge der hier stationierten US-Armee, die ähnliche Trauma-Übungen durchführen wollte, abgelehnt. Die Begründung lautete, dass derartige LTT-Übungen gegen das deutsche Tierschutzgesetz verstoßen.

Ich bitte Sie daher eindringlich, den Übungen an lebenden Tieren in Trauma-Übungen der deutschen Bundeswehr ein Ende zu setzen. Bitte sorgen Sie für einen Umstieg auf zeitgemäße und effektivere tierfreie Methoden.

Freundliche Grüße

 

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In diesem Jahr wandten wir uns nun gemeinsam mit PETA USA in einem Schreiben erneut an die Verteidigungsministerin und forderten ein Ende der Trauma-Übungen an Tieren. Wir verwiesen wiederholt darauf, dass anatomisch korrekte Patientensimulatoren und andere lebensechte, tierfreie Methoden bereits problemlos verfügbar sind. Mit diesen Methoden können Blutungen, Atembeschwerden, Medikamentenreaktionen und sogar der Tod eines Menschen realistisch nachgestellt werden können. Wir beriefen uns zudem auf Entscheidungen verschiedener Bundesländer, die nach Gesprächen mit PETA mehrfach Anträge auf ähnliche Übungen der hier stationierten US-Armee abgelehnt hatten. Die Entscheidungen wurden damit begründet, dass solche LTT-Übungen gegen das deutsche Tierschutzgesetz verstießen.

Eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass tierfreies Simulationstraining „chirurgische Eingriffe und Prozesse verbessert“. Eine Studie aus dem Jahr 2019 befasste sich mit unterschiedlichen Trauma-Ausbildungskursen – unter anderem mit den in Deutschland an lebenden Schweinen durchgeführten Übungen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Kurse keine Verbesserung der chirurgischen Fähigkeiten am Menschen nach sich ziehen. Dies betont, wie nutzlos diese grausamen Trainings sind.
 

[1] Gala, S.G., et al., 2012: Use of animals by NATO countries in military medical training exercises: an international survey. Military medicine, vol. 177, no. 8, pp. 907-910.
[2] Back, D.A., et al., 2017: Concept and evaluation of the German War Surgery Course. Einsatzchirurgie-Kurs der Bundeswehr. Journal of the Royal Army Medical Corps, vol. 163, no. 3, pp. 206-210.