Schweine in OP-Kursen der Bundeswehr verstümmelt – jetzt helfen!

Die Bundeswehr führt jährlich sogenannte Live-Tissue-Trainings durch – richtig gelesen, hier handelt es sich um Trainings an lebenden Tieren, im Falle der Bundeswehr an Schweinen. In diesen OP-Kursen, auch Trauma-Trainings genannt, werden Operationen von Kriegsverletzungen geübt – also beispielsweise von Verletzungen mit schweren Blutungen.

Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift dabei, die Bundeswehr davon zu überzeugen, keine Schweine mehr als Übungsobjekte zu verstümmeln.

Obwohl beinahe 80 % der NATO-Mitgliedstaaten in der medizinischen Ausbildung ihres Militärs auf tierfreie Ausbildungsmethoden zurückgreifen [1], hält die Bundeswehr nach wie vor an sogenannten Live-Tissue-Trainings mit Schweinen fest. Dabei werden die Schweine aufgeschnitten und verstümmelt, am Ende lässt man sie sterben. Helfen Sie uns dabei, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen davon zu überzeugen, keine Tiere mehr in der militärischen Ausbildung zu missbrauchen!

Online Petition

Bitte sehen Sie von der Verwendung von Tieren in den Trainingskursen der Bundeswehr ab

Sehr geehrte Frau Bundeministerin von der Leyen,

die Bundeswehr verwendet in der medizinischen Fortbildung von Chirurgen im Rahmen sogenannter Live-Tissue-Trainings nach wie vor lebende Schweine.

Schweine sind hochintelligente, sehr soziale Lebewesen, die genau wie wir Angst und Schmerzen empfinden. Wir sehen es als ethisch nicht vertretbar an, Schweinen mutwillig Verletzungen zuzufügen und sie als lebendige Übungsobjekte zu missbrauchen.

Knapp 80 % der NATO-Mitgliedsstaaten greifen in ihren militärmedizinischen Trainings nicht auf Tiere zurück. Wir bitten Sie daher erneut, die Verstümmelung der Schweine zu überdenken und einzustellen. Viele medizinische Eingriffe können inzwischen an Simulatoren menschlicher Patienten, die die anatomische Situation korrekt und lebensecht nachstellen, geübt werden. Tierfreie Methoden sind nicht nur didaktisch überlegen, sondern auch ökonomischer.

Bitte zeigen Sie Mitgefühl für alle Lebewesen und entscheiden Sie sich für das Ende dieser grausamen Übungen!

Freundliche Grüße

 

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Wie eine Studie von PETA USA in Zusammenarbeit mit Experten der militärmedizinischen Ausbildung ergab, werden in fast 80 % der NATO-Mitgliedsstaaten keine Tiere in der militärischen und zugehörigen medizinischen Ausbildung eingesetzt [1]. 2013 ersetzte auch das polnische Militär die Trauma-Trainings an Tieren durch moderne und überlegene Simulationsmodelle. Ähnliche Kurse, in denen Trauma-Situationen nachgestellt werden, verwenden ebenfalls tierfreie Methoden, darunter den sogenannten TraumaMan und andere lebensechte Simulatoren menschlicher Patienten, die bluten, atmen, sprechen und sogar „sterben“ können.

Bereits 2010 trat PETA USA im Rahmen der oben erwähnten Studie [1] mit der deutschen Bundeswehr in Kontakt. Die Antwort damals:

„Bei Übungsvorhaben werden die Soldaten an sehr guten Modellen ausgebildet und die Mediziner benötigen keine Tierexperimente.“

Durch eine Veröffentlichung der Bundeswehr [2] kam 2016 ans Licht, dass diese Aussagen nicht der Wahrheit entsprachen – tatsächlich wurden und werden noch immer lebende Schweine als lebendige Übungsobjekte für Chirurgen missbraucht.
 

[1] Gala, S.G., et al., 2012: Use of animals by NATO countries in military medical training exercises: an international survey. Military medicine, vol. 177, no. 8, pp. 907-910.
[2] Back, D.A., et al., 2017: Concept and evaluation of the German War Surgery Course. Einsatzchirurgie-Kurs der Bundeswehr. Journal of the Royal Army Medical Corps, vol. 163, no. 3, pp. 206-210.