Forced Swim Test: Tiere zum Schwimmen gezwungen - Unterschreiben Sie jetzt!

Was ist der Forced Swim Test?

Der sogenannte „Forced Swim Test“ (erzwungener Schwimmtest) ist ein weit verbreiteter – jedoch völlig nutzloser – Tierversuch. Experimentatoren setzen Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Hamster oder Rennmäuse in ein mit Wasser gefülltes Behältnis, aus dem sie nicht entkommen können. Die Tiere bekommen Panik und versuchen, an den Seiten des Behälters herauszuklettern. Manche tauchen sogar und suchen weiter unten nach einem Ausgang. Sie paddeln wie wild, um ihren Kopf irgendwie über Wasser zu halten. Irgendwann treiben sie nur noch.

Fordern Sie die Pharmakonzerne auf, keine wehrlosen Tiere mehr dem „Forced Swim Test“ auszusetzen!

Die Pharmakonzerne Bristol-Myers Squibb und Eli Lilly führen aktuell diesen völlig veralteten Schwimmtest durch. Fordern Sie die Unternehmen mit Ihrer Nachricht dazu auf, die grausamen und nutzlosen Versuche nie wieder durchzuführen oder zu finanzieren.

Online Petition

Please stop the cruel forced swimming test

Dear Sir or Madam,

I was horrified to learn that your company uses the notorious forced swim test—also known as "the behavioral despair test"—to test potential antidepressant drugs. It involves placing animals in an inescapable cylinder of water and forcing them to swim until they're near drowning. The animals try to escape by attempting to climb the steep sides of the beaker and diving underwater to look for an escape route. They paddle furiously, until they eventually float.

The forced swim test is mired in scientific controversy as well. While some interpret the animal's floating behavior as despair or depression, others believe that it indicates an adaptive survival strategy. Importantly, your company's use of the test hasn't helped you produce any new, approved antidepressant treatments for humans.

I urge you to ban the cruel and worthless forced swim test.

Thank you!

 

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin fassungslos, dass Ihr Unternehmen den berüchtigten „Forced Swim Test“ – auch bekannt als „Verhaltenstest über Hoffnungslosigkeit“ – einsetzt, um potenzielle Antidepressiva zu testen. Bei diesem Test werden Tiere in einen Wasserzylinder gesetzt, aus dem sie nicht entkommen können, und müssen solange schwimmen, bis sie fast ertrinken. Die Tiere versuchen verzweifelt, zu entkommen: Sie tauchen und suchen unter Wasser nach einem Ausgang, oder versuchen, an den steilen Wänden des Behälters herauszuklettern. Sie paddeln wild, bis sie schließlich einfach im Wasser treiben.

Auch wissenschaftlich ist der „Forced Swim Test“ stark umstritten. Während einige das Treibenlassen der Tiere als Hoffnungslosigkeit oder Depression interpretieren, halten andere es für eine Anpassungsstrategie zum Überleben. Zudem hat der Einsatz dieses Tests in Ihrem Unternehmen bisher zu keiner neuen zugelassenen Antidepressiva-Behandlung für den Menschen geführt.

Ich fordere Sie deshalb auf, den grausamen und nutzlosen Zwangsschwimmtest nicht mehr zu nutzen.

Vielen Dank!

Wissenschaftler kritisieren den Forced Swim Test

Dieser Test wird auf die eine oder andere Art schon mindestens seit den 50er-Jahren durchgeführt. Damals hatte ein berüchtigter Experimentator der Johns Hopkins University, Curt Richter, Ratten gezwungen, in Wasserzylindern zu schwimmen, bis sie ertranken. Populär gemacht hat den Versuch 1977 Roger Porsolt, der ihn den „Verhaltenstest über Hoffnungslosigkeit“ nannte. Porsolt fand heraus, dass Ratten, denen man Antidepressiva für den Menschen verabreicht hatte, länger um ihr Überleben kämpften und schwammen als andere Ratten. Er schloss daraus, dass sich Tiere, die nur über einen kürzeren Zeitraum schwammen, in einem Stadium der „Hoffnungslosigkeit“ befänden. Andere Wissenschaftler haben den Versuch jedoch stark kritisiert. Sie sehen in dem hilflosen Treibenlassen kein Anzeichen für Hoffnungslosigkeit, sondern einen positiven Lerneffekt, ein Einsparen verfügbarer Energie und die Anpassung an eine neue Umgebung.

Forced Swim Tests werden immer noch durchgeführt

Auch heute, 40 Jahre später, werden Tiere in Universitäts- und Pharmalaboren weiterhin unter Medikamenteneinfluss gesetzt und in Wasserzylinder geworfen, nur damit Experimentatoren verzeichnen können, wie lange sie gegen das Ertrinken ankämpfen. Doch immer mehr Unternehmen sprechen sich gegen den Forced Swim Test aus:

Pfizer
Veröffentlichungen zufolge hat Pfizer seit 1991 mindestens 1270 Mäuse und Ratten im Forced Swim Test eingesetzt - was allerdings zu keinem einzigen neuen Medikament gegen Depressionen geführt hat. Nach fast einem Jahr unermüdlichem Einsatz von PETA USA, unter anderem unterstützt von PETA Deutschland, hat das drittgrößte Pharmaunternehmen der Welt zugesichert, diesen Test nie wieder durchzuführen oder zu finanzieren.

AbbVie
AbbVie war der erste Pharmakonzern, der ein Verbot des Forced Swim Test beschloss. Die Entscheidung fiel, nachdem das Unternehmen Gespräche mit PETA USA geführt und PETA USA zudem einen Aktionärsbeschluss eingereicht hatte, der AbbVie dazu aufforderte, die Finanzierung, Durchführung und Beauftragung des Forced Swim Test einzustellen. AbbVie veröffentlichte die wegweisende neue Firmenpolitik auf der Unternehmenswebsite.

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson sowie mindestens eine Tochtergesellschaft des Pharmaunternehmens veröffentlichten Publikationen über die Verwendung des Forced Swim Test. Nachdem PETA USA das Unternehmen über die Grausamkeit und Nutzlosigkeit des Experiments informierte, beschloss der Pharmariese, den Versuch künftig zu verbieten.

DSM Nutritional Products
DSM Nutritional Products ist ein Hersteller von Inhaltsstoffen für Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegeprodukte. Um zweifelhafte gesundheitsbezogene Angaben über Inhaltsstoffe machen zu können, unterzog das Unternehmen mehr als 200 Mäuse und Ratten dem Forced Swim Test. Nach Gesprächen mit PETA USA entschied DSM Nutritional Products, den grausamen Versuch einzustellen.

NutriFusion LLC
Der Geschäftsführer von NutriFusion teilte PETA USA mit, dass er keine Kenntnis davon hatte, dass ein von seinem Unternehmen unterstützter Forscher an einer Hochschule den Forced Swim Test an mindestens 75 Mäusen angewendet hatte. Er sprach mit dem Forscher, vergewisserte sich, dass der Test nicht mehr durchgeführt wird, und gab PETA USA die Zusage, dass sein Unternehmen nie mehr an diesem Tierversuch beteiligt sein würde.

Astraea Therapeutics
Astraea Therapeutics, ein Pharmaunternehmen im Bereich Forschung, stellte einen Wirkstoff einem externen Forscher zur Verfügung, der damit mindestens 200 Mäuse dem Forced Swim Test unterzog. Wissenschaftler von PETA USA legten dem Unternehmen fundierte Beweise für die Grausamkeit des Versuches vor und erkundigten sich nach der Beteiligung von Astraea Therapeutics an diesen Experimenten. Das Unternehmen versicherte PETA US daraufhin, solche Versuche nicht weiter durchzuführen oder zu finanzieren.

Roche
Im Zeitraum von 2001 bis 2018 veröffentlichte Roche mindestens 11 Publikationen, in denen die Verwendung des Forced Swim Test in Experimenten mit mehr als 800 Mäusen und Ratten dargestellt wurde. Nach Gesprächen mit PETA Deutschland, PETA Schweiz und PETA USA bestätigte Roche ein unternehmensweites Verbot des Forced Swim Test.

Boehringer Ingelheim
Seit 1993 hat das Fortune-500-Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim mindestens 12 Artikel veröffentlicht oder finanziert sowie mindestens eine Patentanmeldung eingereicht, die die Verwendung des Forced Swim Test mit mehr als 1.300 Mäusen darlegten. Nach Gesprächen mit PETA Deutschland und PETA USA beschloss Boehringer Ingelheim ein Verbot des Tierversuches.

AstraZeneca
Nach Gesprächen mit PETA USA beschloss AstraZeneca, der weltweit zwölftgrößte Pharmakonzern, dass die Verwendung des Forced Swim Test beendet werden muss und erließ ein entsprechendes unternehmensweites Verbot.

Novo Nordisk A/S
Kurz nach dem Verbot des Forced Swim Test bei AstraZeneca reagierte auch der Pharmariese Novo Nordisk A/S, der unter den weltweiten Pharmaunternehmen Platz 15 belegt, auf den Appell von PETA USA und bestätigte, ebenfalls ein Verbot dieses Experiments einzuführen.

Sage Therapeutics
Nach Gesprächen mit PETA USA hat Sage Therapeutics, ein auf die Entwicklung von Antidepressiva spezialisiertes Pharmaunternehmen, den Forced Swim Test verboten. Diese Maßnahme ist von besonderer Bedeutung, denn der weithin unter Beschuss geratene Versuch wird unter anderem durchgeführt, um die Wirksamkeit von Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen beim Menschen zu beurteilen.

Keine verlässliche Vorhersage

Der Forced Swim Test kann nicht verlässlich vorhersagen, ob ein Medikament als Antidepressivum beim Menschen funktioniert. Er generiert positive Ergebnisse bei Präparaten, die bei Menschen nicht als Antidepressiva gelten (z. B. Koffein), und negative bei als Antidepressiva zugelassenen Wirkstoffen. Und was noch entscheidender ist: Wirkstoffe, die beim Menschen funktionieren könnten, werden möglicherweise ausgeschlossen.

Um es kurz zu machen: Der Forced Swim Test ist schlichtweg schlechte Wissenschaft. Mit diesen Versuchen werden Tiere in Panik versetzt, und die Entwicklung neuer, effektiver Behandlungsmethoden wird verzögert.

Was Sie tun können

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition und helfen Sie uns, den grausamen „Forced Swim Test“ zu stoppen.


Diese Blogserie informiert Sie zudem über zahlreiche Argumente, die gegen Tierversuche sprechen.