Forced Swim Test: Tiere zum Schwimmen gezwungen - Unterschreiben Sie jetzt!

Update 19. Dezember 2018:

ERFOLG! Nach einem Treffen mit PETA USA hat sich AbbVie verpflichtet, den Forced Swim Test nicht mehr durchzuführen oder zu finanzieren. Das Treffen folgte auf die Einreichung eines Aktionärsbeschlusses von PETA USA, in dem insgesamt vier Pharmaunternehmen aufgefordert wurden, den grausamen und sinnlosen Test zu beenden. AbbVie hat die Aussage, dass „der Forced Swim Test derzeit nicht durchgeführt oder finanziert wird und dies auch nicht beabsichtigt ist“ nun in sein Unternehmensleitbild aufgenommen und dies auf seiner Website veröffentlicht.

AbbVie ist der erste Pharmakonzern, der sich öffentlich und verbindlich gegen das Beinahe-Ertrinken von Tieren ausgesprochen hat. Jetzt ist es an der Zeit, dass Pfizer, Bristol-Myers Squibb und Eli Lilly dem Vorbild von AbbVie folgen und gegen den Forced Swim Test Stellung nehmen.

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Update 13. November 2018

Obwohl PETA USA aufdecken konnte, dass Pfizer, Bristol-Myers Squibb, Eli Lilly und AbbVie Mäuse, Ratten und andere Kleintiere dem grausamen „Forced Swim Test“ (erzwungener Schwimmtest) aussetzen, bestreiten einige dieser Unternehmen nun, den Test durchzuführen.

Gleichzeitig weigern sie sich jedoch, zuzusichern, diesen Test in Zukunft nie wieder anzuwenden. Beim erzwungenen Schwimmtest müssen die wehrlosen Tiere in einem Wasserbehälter gegen das Ertrinken anschwimmen. PETA USA hat nun Aktionärsbeschlüsse eingereicht, mit denen die vier Unternehmen aufgefordert werden, ihre Firmenpolitik zu ändern: Der grausame und sinnlose Test soll zu keinem Zeitpunkt finanziert, durchgeführt oder in Auftrag gegeben werden.

Was ist ein Forced Swim Test?

Der sogenannte „Forced Swim Test“ (erzwungener Schwimmtest) ist ein weit verbreiteter – jedoch völlig nutzloser – Tierversuch. Experimentatoren setzen Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Hamster oder Rennmäuse in ein mit Wasser gefülltes Behältnis, aus dem sie nicht entkommen können. Die Tiere bekommen Panik und versuchen, an den Seiten des Behälters herauszuklettern. Manche tauchen sogar und suchen weiter unten nach einem Ausgang. Sie paddeln wie wild, um ihren Kopf irgendwie über Wasser zu halten. Irgendwann treiben sie nur noch.

Fordern Sie die Pharmakonzerne auf, keine wehrlosen Tiere mehr dem „Forced Swim Test“ auszusetzen!

Die Pharmakonzerne Bristol-Myers Squibb, Eli Lilly und Pfizer führen aktuell diesen völlig veralteten Schwimmtest durch. Fordern Sie die Unternehmen mit Ihrer Nachricht dazu auf, die grausamen und nutzlosen Versuche nie wieder durchzuführen oder zu finanzieren.

Online Petition

Please stop the cruel forced swimming test

Sehr geehrte Damen und Herren,

I was horrified to learn that your company uses the notorious forced swim test—also known as "the behavioral despair test"—to test potential antidepressant drugs. It involves placing animals in an inescapable cylinder of water and forcing them to swim until they're near drowning. The animals try to escape by attempting to climb the steep sides of the beaker and diving underwater to look for an escape route. They paddle furiously, until they eventually float.

The forced swim test is mired in scientific controversy as well. While some interpret the animal's floating behavior as despair or depression, others believe that it indicates an adaptive survival strategy. Importantly, your company's use of the test hasn't helped you produce any new, approved antidepressant treatments for humans.

I urge you to ban the cruel and worthless forced swim test.

Thank you!

 

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Sehr geehrte/-r Frau/Herr Nachname,

ich bin fassungslos, dass Ihr Unternehmen den berüchtigten „Forced Swim Test“ – auch bekannt als „Verhaltenstest über Hoffnungslosigkeit“ – einsetzt, um potenzielle Antidepressiva zu testen. Bei diesem Test werden Tiere in einen Wasserzylinder gesetzt, aus dem sie nicht entkommen können, und müssen solange schwimmen, bis sie fast ertrinken. Die Tiere versuchen verzweifelt, zu entkommen: Sie tauchen und suchen unter Wasser nach einem Ausgang, oder versuchen, an den steilen Wänden des Behälters herauszuklettern. Sie paddeln wild, bis sie schließlich einfach im Wasser treiben.

Auch wissenschaftlich ist der „Forced Swim Test“ stark umstritten. Während einige das Treibenlassen der Tiere als Hoffnungslosigkeit oder Depression interpretieren, halten andere es für eine Anpassungsstrategie zum Überleben. Zudem hat der Einsatz dieses Tests in Ihrem Unternehmen bisher zu keiner neuen zugelassenen Antidepressiva-Behandlung für den Menschen geführt.

Ich fordere Sie deshalb auf, den grausamen und nutzlosen Zwangsschwimmtest nicht mehr zu nutzen.

Vielen Dank!

Wissenschaftler kritisieren den Forced Swim Test

Dieser Test wird auf die eine oder andere Art schon mindestens seit den 50er-Jahren durchgeführt. Damals hatte ein berüchtigter Experimentator der Johns Hopkins University, Curt Richter, Ratten gezwungen, in Wasserzylindern zu schwimmen, bis sie ertranken. Populär gemacht hat den Versuch 1977 Roger Porsolt, der ihn den „Verhaltenstest über Hoffnungslosigkeit“ nannte. Porsolt fand heraus, dass Ratten, denen man Antidepressiva für den Menschen verabreicht hatte, länger um ihr Überleben kämpften und schwammen als andere Ratten. Er schloss daraus, dass sich Tiere, die nur über einen kürzeren Zeitraum schwammen, in einem Stadium der „Hoffnungslosigkeit“ befänden. Andere Wissenschaftler haben den Versuch jedoch stark kritisiert. Sie sehen in dem hilflosen Treibenlassen kein Anzeichen für Hoffnungslosigkeit, sondern einen positiven Lerneffekt, ein Einsparen verfügbarer Energie und die Anpassung an eine neue Umgebung.

Forced Swim Tests werden immer noch durchgeführt

Auch heute, 40 Jahre später, werden Tiere in Universitäts- und Pharmalaboren weiterhin unter Medikamenteneinfluss gesetzt und in Wasserzylinder geworfen, nur damit Experimentatoren verzeichnen können, wie lange sie ums Überleben kämpfen.

Immer noch kein Medikament zugelassen

Zusammengerechnet haben die Pharmakonzerne AbbVie (vormals Teil von Abbott Laboratories), Bristol-Myers Squibb, Eli Lilly und Pfizer den grausamen Schwimmtest mit mindestens 5.461 Mäusen, 1.066 Ratten, 748 Rennmäusen und 305 Meerschweinchen durchgeführt. Das haben über die vergangenen 30 Jahre hinweg 45 Veröffentlichungen und 16 Patentanmeldungen gezeigt. Wissenschaftler von PETA USA konnten 47 Präparate identifizieren, die an den Tieren getestet wurden. Was sie außerdem herausfanden: Zwar erwiesen sich im Rahmen dieses völlig veralteten Schwimmtests 36 der Präparate in Bezug auf eine antidepressive Wirkung als aussichtsreich; doch trotzdem ist aktuell kein einziges davon zur Behandlung von Depression beim Menschen zugelassen.

Keine verlässliche Vorhersage

Der „Forced Swim Test“ kann nicht verlässlich vorhersagen, ob ein Medikament als Antidepressivum beim Menschen funktioniert. Er generiert positive Ergebnisse bei Präparaten, die Menschen nicht als Antidepressiva verschrieben werden (z. B. Koffein), und negative bei solchen, die durchaus verschrieben werden. Und was noch entscheidender ist: Antidepressiva, die beim Menschen funktionieren könnten, werden möglicherweise ausgeschlossen.

Um es kurz zu machen: Der „Forced Swim Test“ ist schlichtweg schlechte Wissenschaft. Mit diesen Versuchen werden Tiere in Panik versetzt, und die Entwicklung neuer, effektiver Behandlungsmethoden wird verzögert.

Was Sie tun können

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition und helfen Sie uns, den grausamen „Forced Swim Test“ zu stoppen.


Diese Blogserie informiert Sie zudem über zahlreiche Argumente, die gegen Tierversuche sprechen.