Video: Delfin attackiert Trainerin in Meereszoo

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Ein Anfang April 2022 auf Tiktok veröffentlichtes Video zeigt, was passiert, wenn Wildtiere in winzigen Betonbecken eingesperrt werden: Im Miami Seaquarium in den USA attackiert ein Delfin während einer Show offenbar eine Trainerin im Wasser. [1]

Was ist passiert?

Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich zwei Delfintrainerinnen im Becken des Meereszoos. Plötzlich wurde eine der beiden Frauen von einem Delfin unter Wasser mehrfach aggressiv von der Seite gestoßen, sodass sie einmal sogar unter Wasser gedrückt wurde. Die Trainerin konnte sich mit Mühe an den Beckenrand retten und musste anschließend im Krankenhaus versorgt werden.

@scphoto_ky A dolphin trainer was just attacked by Flipper. Police just arrived. 🙁 #dolphinattack #miami #seaquarium ♬ original sound – SCPhoto_KY

Tierärztin bestätigt den aggressiven Angriff

Das Miami Seaquarium gab nach dem Vorfall in einem Statement bekannt, dass die Trainerin den Delfin versehentlich gekratzt hätte und er davon aus dem Konzept gebracht wurde. Doch Dr. Jenna Wallace, eine ehemalige Tierärztin des Seaquariums sah das anders:

„Das war kein versehentlicher Zusammenstoß. Das war Aggression.“

Sie berichtet außerdem, dass der Delfin bereits in der Vergangenheit einen anderen Trainer mit Wucht gegen den Unterleib stieß. [2]

Delfine werden in Gefangenschaft psychisch krank

Delfine leiden in Gefangenschaft so sehr, dass sie oft Verhaltensstörungen entwickeln und an psychischen Krankheiten leiden. Die kargen Becken sowie der stressige Kontakt zu Menschen sorgen dafür, dass die sensiblen Tiere depressiv oder aggressiv werden. In einigen Zoos erhalten die Delfine daher Psychopharmaka wie Diazepam – dieses Medikament wird Menschen unter anderem gegen Klaustrophobie verschrieben. [3]

delfine in einem wasserbecken

Wenn Delfine sich zudem bedrängt fühlen und sich verteidigen wollen, kann es ebenfalls zu Angriffen auf den Menschen kommen. Daher sollten Sie auch niemals mit Delfinen schwimmen. Wie bei allen Wildtieren kann die Reaktion der Tiere nie sicher vorhergesagt werden.

PETA fordert: Delfine raus aus Meereszoos

Weltweit leiden zahllose Delfine in Meeresparks wie Seaworld – auch in Deutschland werden noch immer Meeressäuger in den Delfinarien Nürnberg und Duisburg eingesperrt und zu unwürdigen Kunststücken gezwungen. Wir von PETA Deutschland fordern die Überführung der Delfine an Auffangstationen, wo die Tiere endlich ein artgerechtes Leben führen können.

„Die Zeit ist vorbei für Meereszoos, in denen Delfine dauerhaft leiden und verzweifelt Hilfe brauchen und wo Mitarbeiter:innen Risiken ausgesetzt werden. Wir fordern diese Zoos auf, die Delfinausbeutung zu beenden und die Tiere so schnell wie möglich in Auffangstationen zu überführen, sodass sie nie mehr in albernen Shows auftreten müssen und niemand mehr verletzt wird.“

Tanja Breining, PETA Deutschland

Helfen Sie den Delfinen

Helfen Sie uns dabei, die aktuell im Tiergarten Nürnberg und Zoo Duisburg eingesperrten Delfine an betreute Auffangstationen im Meer zu vermitteln – unterschreiben Sie unsere Petition an das Bundesumweltministerium!