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Stunts mit Tieren: Tierquälerei im neuen Jackass-Film

Am 17. März 2022 kommt der Film Jackass Forever in die deutschen Kinos. Bereits im Trailer ist zu sehen, dass für den Film Tiere ausgebeutet und gequält wurden. PETA USA geht nun gegen die Filmemacher vor.

Anstatt Szenen zu streichen, in denen ein Stier zum Angriff getrieben, eine empfindliche Schlange bis zum Angriff provoziert und eine leicht zu erschreckende Vogelspinne in eine geschlossene Röhre zwischen den Köpfen zweier schreiender Menschen gezwungen wurde, sind in der endgültigen Fassung des Films sogar noch mehr tierquälerische „Stunts“ zu sehen. Nun fordern wir von PETA strafrechtliche Ermittlungen zur Filmproduktion und bitten die Kinobesucher:innen, Jackass Forever zu boykottieren. Tiere sind keine Schauspieler – sie haben diesen schrecklichen Stunts nicht zugestimmt, und sie sollten nicht zu unserer Unterhaltung missbraucht werden.

Wurden für Jackass Forever kalifornische Tierschutzgesetze gebrochen?

Im Trailer zu Jackass Forever ist zu sehen, wie Johnny Knoxville von einem Stier angegriffen und Sean McInerney von einer Schlange in die Nase gebissen wird. Außerdem sitzt eine Tarantel in einer Plastikröhre zwischen den Köpfen von Ehren McGhehey und Compston Wilson. Berichten zufolge wurde der Film – und damit diese Szenen des offensichtlichen Tiermissbrauchs – in den Bezirken Los Angeles und San Luis Obispo gedreht.

In Kalifornien besteht jedoch ein Verbot von Stierkämpfen und ähnlichen Zurschaustellungen, bei denen Tiere gegen Menschen kämpfen müssen, sowie ein Gesetz zum Verbot von Tierquälerei. Bei der Produktion der ausbeuterischen Szenen wurde allem Anschein und PETAs Ansicht nach gegen kalifornische Gesetze verstoßen. PETA USA forderte die Staatsanwaltschaften der Stadt und des Bezirks Los Angeles deshalb bereits im September 2021 auf, in dem Fall zu ermitteln.

„Die Stunts von Jackass sind brutal und geschmacklos. Aber wenn sich Menschen freiwillig dazu entscheiden und sich ihre Wunden selbst zufügen, dann ist das eine Sache. Wenn aber Tiere ausgebeutet und belästigt werden und man ihnen Schaden zufügt, dann ist das etwas ganz anderes – nämlich Tierquälerei.“

grid Newkirk, Vorsitzende PETA

PETA USA fordert strafrechtliche Ermittlungen

Schon zu einem früheren Zeitpunkt hatte PETA USA die Produktionscrew von Jackass Forever aufgefordert, Stunts mit Tieren aus dem Film zu streichen. Nach einer Vorführung von Jackass Forever ist nun jedoch klar, dass sogar noch weiterer Tiermissbrauch für den Dreh stattgefunden hat: Etwa ein Stunt, bei dem Knoxville und Steve-O Honigbienen dazu bringen, Steve-Os Penis zu stechen, wobei viele der Bienen getötet werden. In einer weiteren Szene wird ein Skorpion in der Nähe von Rachel Wolfsons Mund platziert und wiederholt von Eric André geschlagen, bis das Tier sticht. Deshalb fordert die Tierrechtsorganisation erneut strafrechtliche Ermittlungen zur Filmproduktion. In ihren Schreiben an die zuständigen Staatsanwaltschaften von Los Angeles County und San Luis Obispo County bittet PETA USA eindringlich darum, die nötigen rechtlichen Schritte gegen all jene einzuleiten, die in die Aufnahme von Tierquälerei-Szenen für Jackass Forever involviert waren.

Wenn die Behörden gegen Jackass Forever ermitteln und die entsprechenden Personen für Gesetzesverstöße zur Verantwortung ziehen würden, würde das auch den Rest der Filmindustrie daran erinnern, dass Tiermissbrauch niemals in Ordnung ist.

Was Sie tun können

Johnny Knoxville hat für sich entschieden, in den Ring zu steigen und an einem gefährlichen Stunt teilzunehmen. Aber der für den Film ausgebeutete Stier nimmt nicht freiwillig an der Szene teil.

Besuchen Sie niemals Kinofilme, in denen Tiere mitwirken mussten. Wenn Sie Tiere im Fernsehen sehen, teilen Sie dem Sender und der Produktionsfirma bitte mit, dass Sie den Einsatz von Tieren für das Showgeschäft ablehnen oder melden Sie sich bei uns. Tiere sind nicht zu unserer Unterhaltung da!