Tierversuche und Alternativmethoden: Die ungleiche Verteilung von Fördergeldern muss ein Ende haben!

Jahr für Jahr werden Millionen von Tieren in barbarischen Tests vergiftet und getötet, die die Toxizität von Produkten und ihren Inhaltsstoffen bewerten sollen. Um Toxizitätseffekte zu messen, müssen Mäuse, Meerschweinchen, Kaninchen und andere Tiere riesige Mengen einer Testsubstanz schlucken bzw. inhalieren. Teilweise wird ihnen auch eine Chemikalie auf Augen oder Haut aufgetragen. Dabei wurde mittlerweile nachgewiesen, dass Tierversuche die Reaktion beim Menschen häufig nicht voraussagen können. [1] [2] [3]

Alternativmethoden werden nicht genug gefördert

Heutzutage sind bereits viele tierfreie Testmethoden verfügbar, und es werden ständig weitere entwickelt. [4]
Doch der Entwicklung und Validierung tierfreier Forschungs- und Testmethoden werden Steine in den Weg gelegt, wie das folgende Beispiel eines Potsdamer Universitätsprofessors eindrücklich zeigt.

Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift dabei, dass Alternativmethoden zu Tierversuchen stärker gefördert werden und Tierversuche schon bald der Vergangenheit angehören

Bitte appellieren Sie mit Ihrer Unterschrift an Bundesministerin Anja Karliczek, Leiterin der Obersten Bundesbehörde für Bildungs- und Forschungsbelange, die tierleidfreie Alternativmethodenforschung zu stärken und die finanzielle Umverteilung zugunsten der Alternativmethodenforschung anzustoßen.

Online Petition

Bitte stärken Sie die finanzielle Förderung von Alternativmethoden zu Tierversuchen

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

mit Entsetzen habe ich von PETA Deutschland e.V. erfahren, dass Tiere in Deutschland noch immer zu Abertausenden Leid und Tod in Tierversuchen ausgesetzt sind, für die längst tierfreie Alternativen möglich sind.
Besonders das Beispiel Botulinumtoxin ist eindrücklich und äußerst abstoßend: Für das Nervengift, das sowohl medizinische als auch ästhetische Belange bedient, werden pro Produktionseinheit etwa 100 Mäuse „verbraucht“. Für den sogenannten LD50- Test wird den wehrlosen Tieren das Gift injiziert. Die Mäuse erleiden Sehstörungen, Muskellähmungen und Atemnot – ihr Todeskampf erstreckt sich über bis zu vier Tage, bis sie schließlich qualvoll ersticken. Das besonders Erschreckende dabei: Für manche Botox-Präparate existieren bereits tierfreie Alternativen, die jedoch allesamt von den Herstellerfirmen selbst entwickelt wurden. Forscher mit innovativen Ideen – aber ohne Unterstützung durch einen großen Pharmakonzern – sind auf Partner in der Industrie angewiesen, denn ansonsten sind ihre Ideen nutzlos.
Das Beispiel Botox ist nur eines von vielen. Forschungsmethoden, die ohne das Leid von Tieren auskommen, müssen endlich stärker gefördert und mit Entschiedenheit unterstützt werden! Seit 1980 wurden bislang nur 560 tierversuchsfreie Projekte mit einem Gesamtvolumen von 180 Millionen Euro gefördert – im Gegensatz zu mehreren Milliarden Euro, die Ihr Haus pro Jahr in Versuche mit Tieren investiert!

Ich appelliere an Sie als Leiterin der Obersten Bundesbehörde für Bildungs- und Forschungsbelange, die tierleidfreie Alternativmethodenforschung zu stärken und die finanzielle Umverteilung zugunsten der Alternativmethodenforschung anzustoßen.

Mit freundlichen Grüßen

 

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Um die Wirksamkeit des Nervengifts Botulinumtoxin zu testen, müssen für jede Produktionseinheit Toxizitätstests durchgeführt werden, bei denen jährlich etwa 600.000 Mäuse in Laboren weltweit leiden und sterben. Bei diesen Tests wird den Tieren das Gift in die Bauchhöhle gespritzt, dann folgen bis zu drei Tage voller Angst und Qual: Die schädliche Substanz führt zu Sehproblemen, Lähmungen der Gliedmaßen und schließlich zum qualvollen Erstickungstod, wenn das Gift die Atemmuskulatur erreicht.

Die gute Nachricht: Prof. Dr. Gerhard Püschel von der Universität Potsdam hat bereits 2015 eine tierfreie Testmethode entwickelt, die vollständig ohne Tiere auskommt. Allerdings versagten die Bürokraten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung dem erforderlichen teuren Validierungsprozess für Püschels Methode die Finanzierung. Die Validierung ist ein Vorgang, in dem eine Methode dahingehend bewertet wird, ob die damit produzierten Informationen verlässlich, reproduzierbar und für den Menschen relevant sind.

Prof. Püschel sicherte die nötigen Mittel für die Validierungsstudie nun aus anderen Quellen. Die Studie wird voraussichtlich in etwa einem Jahr abgeschlossen sein. Doch warum lässt die Regierung grausame Versuche zu, wo es doch tierfreie Methoden gibt; warum weigert sie sich, die Mittel bereitzustellen?
Mit Ihrer Unterschrift helfen Sie uns, die Regierung zur finanziellen Förderung der Entwicklung und Validierung tierfreier Methoden zu drängen.

Was sie tun können

Bitte unterstützen Sie unser Vorhaben: Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift dabei, dass Alternativmethoden zu Tierversuchen stärker gefördert werden und Tierversuche schon bald der Vergangenheit angehören.