Circus Luna/Francordia, Familie Frank – Chronik der Tierschutzverstöße und weitere Vorfälle

Diese Chronik erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Ergänzungen/Änderungen bitte unter Nennung von Quellenangaben an PETA Deutschland senden.

Achtung: Diese Chronik ist eine Zusammenstellung von Informationen aus Sekundärquellen, Presseveröffentlichungen und behördlichen Dokumenten. Diese liegen uns vollständig vor. Eigene Recherchen und Erkenntnisse werden konkret benannt. Die Chronik wird laufend fortgesetzt.

  • 2015/2016

    Dezember 2016
    Die Staatsanwaltschaft Mosbach beantragte einen Strafbefehl gegen den Direktor des Circus Luna wegen fahrlässiger Tötung über 6.300 Euro. Er habe gefährliche Situationen mit der Elefantendame Benjamin, die im Juni 2015 einen Spaziergänger tötete, nicht unterbunden. Belege für die Behauptung von Zirkusangehörigen, Betriebsfremde hätten den Elefanten freigelassen, wurden laut Staatsanwaltschaft nicht gefunden. Dagegen beobachtete eine Buchener Bürgerin laut Ermittlungsakte nur wenige Minuten vor der tödlichen Attacke, wie die Elefantendame in Begleitung einer augenscheinlich mit dem Tier vertrauten Person außerhalb des Zirkusgeländes umherlief. Bei einer anschließenden Durchsuchung im Zirkus wurden die von der Zeugin beschriebenen Kleidungsstücke gefunden – dies erhärtete den Verdacht, dass der Elefant von einem Zirkusangehörigen „Gassi“ geführt und nicht „befreit“ wurde. Der Strafbefehl des Amtsgerichts Mosbach gegen den Zirkusdirektor wurde in Höhe von 3.150 Euro rechtskräftig.
    Quelle: Der Bescheid der Staatsanwaltschaft Mosbach sowie die Ermittlungsakte liegen PETA vor.

    Juni 2016
    Der Direktor des Circus Luna erhielt einen Strafbefehl des Amtsgerichts Michelstadt über 750 Euro wegen Tierquälerei. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hatte nach einer Strafanzeige des Kreisveterinäramts Odenwald (2015) Anklage erhoben. Grund dafür war die tierquälerische Haltung der Elefantendame Benjamin sowie der zweier Bären. Das Amtsgericht betonte, dass den Tieren länger anhaltende erhebliche Leiden zugefügt wurden.
    Quelle: Der Strafbefehl des Amtsgerichts Michelstadt liegt PETA vor.

    Juli 2015
    Hessische Veterinärbehörden verfügten aufgrund der mangelhaften Haltung der Bären bei Circus Luna die Abgabe der Tiere in eine wissenschaftlich geführte stationäre Einrichtung. Eine der Bärinnen verstarb zwischenzeitlich. Die verbliebene Bärin wurde an den Hochwildschutzpark Hunsrück übergeben.
    Quelle: Jahresbericht 2015 der Tierschutzbeauftragten des Landes Hessen

    Juni 2015
    Im baden-württembergischen Buchen entkommt der Elefant des Circus Luna am frühen Morgen seinem Gehege und tötet einen 65-jährigen Spaziergänger. Benjamin wird einen Tag später auf Druck der Behörden in den Safaripark Stukenbrock überführt.
    Quelle: www.bild.de/news/inland/zirkus/rentner-von-elefanten-zerdrueckt-41348332.bild.html

    Juni 2015
    Die Braunbärin Bessy des Circus Luna wird bei einem Gastspiel in Sinsheim eingeschläfert. Als Grund wird ein Rückenleiden angegeben. Jahrelang hatte PETA den Zirkus und Behörden aufgefordert, die beiden Bären in einen Bärenpark zu geben. Wenige Wochen vor Bessys Tod veröffentlichte PETA Videoaufnahmen, wie sie ständig den Kopf gegen die Gitterwand ihres Käfigwagens schlug.
    Quelle: Auskunft der Behörden liegt PETA vor / www.youtube.com/watch?v=g2IRQsa6GsY

    Juni 2015
    Eine Zeugin berichtete, dass der Elefant während eines Gastspiels in Sinsheim drohende Haltung einnahm und mehrfach Anlauf nahm, um aus dem Außengehege auszubrechen. Der Zaun des Geheges war nach Angabe der Zeugin nicht stromführend.
    Quelle: Die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft liegt PETA vor.

    Mai 2015
    Bei einem Gastspiel des Circus Luna in Besigheim traf eine Frau nahe ihrem Auto auf den Elefanten, der auf sie zuging und nach Aussage der Zeugin unbeaufsichtigt war. Sie setzte sich schnell in ihr Auto und sah anschließend auf der anderen Straßenseite einen Mann mit einem Stock in der Hand, der ihrer Einschätzung nach aufgrund der Entfernung nicht schnell genug auf das Tier hätte einwirken können.
    Quelle: Die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft liegt PETA vor.

    Mai 2015
    Zwei Reiterinnen trafen während eines Gastspiels des Circus Luna in Michelbach auf dem Pferdedressurplatz auf den Elefanten, der plötzlich aus dem Gebüsch auftauchte und mit wedelnden Ohren auf die Pferde losgehen wollte. Die Pferde erschraken, drehten auf der Hinterhand und flüchteten, wobei ein Pferd stürzte und die Reiterin sich verletzte. Bei einem späteren Gespräch zeigte sich der Zirkusdirektor Walter Frank völlig uneinsichtig und stritt alles ab.
    Quelle: Die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft liegt PETA vor.

    April 2015
    Bei einer amtstierärztlichen Kontrolle in Erbach hatte der Zirkusdirektor den Elefanten aus dem Gehege rausgelassen, woraufhin dieser zielstrebig auf eine Zeugin zulief, die sich zwischen zwei Polizeiautos flüchtete. Das Ereignis wurde von der Zeugin und einer anwesenden Tierärztin als bedrohlich eingestuft.
    Quelle: Die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft liegt PETA vor.

    März 2015
    Einem Bericht des ZDF-Magazins „Frontal21“ zufolge haben Amtsveterinäre in den letzten vier Jahren 124 Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen bei Circus Luna dokumentiert.
    Quelle: ZDF Frontal21 v. 3. März 2015; www.zdf.de/frontal-21/die-themen-der-sendung-vom-3.-maerz-2015-37387740.html

    März 2015
    Trotz eisiger Winterkälte hält Circus Luna seinen Elefanten Benjamin nachts auf dem unbeheizten LKW. Bei mehreren Messungen in zwei Nächten wurden auf dem Lkw in unmittelbarer Nähe des Elefanten jeweils nur 5 – 6 °C verzeichnet – ein klarer Verstoß gegen die offiziellen Richtlinien und lebensbedrohlich für das Tier. Gemäß den offiziellen Richtlinien für Elefantenhaltung im Zirkus und im Zoo darf die Temperatur der Unterkunft nicht unter 15 °C liegen, weil die aus heißen Klimazonen stammenden Rüsseltiere sonst Erkrankungen und sogar Erfrierungen erleiden können. Die ständige nächtliche Haltung auf dem kleinen LKW stellt einen weiteren Verstoß gegen die Zirkusleitlinien dar.
    Quelle: Recherchematerial liegt PETA vor

    Januar 2015
    Im Gewerbepark Hochrhein in Waldshut-Tiengen läuft die Elefantendame Benjamin völlig frei und ohne Aufsicht im Stadtgebiet herum. Der Zirkus hatte die Elefantendame laufen lassen, um ihr Bewegung zu verschaffen.
    Quelle: www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/suedbaden/exotik-in-waldshut-tiengen-elefant-spazierte-frei-durch-gewerbepark/-/id=1552/did=14867892/nid=1552/1jdw3ct/index.html sowie Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft Mosbach

  • 2012/2013

    November 2013
    Am 26. November bricht der Elefant des Circus Luna im baden-württembergischen Stühlingen aus und läuft alleine und ohne Aufsicht auf der Bundesstraße herum. Nach einem Polizeieinsatz wurde der Elefant wieder in den Zirkus zurückgeführt.
    Quelle: www.suedkurier.de/region/hochrhein/stuehlingen/Elefant-wieder-in-seinem-Kaefig;art372620,6489270 sowie Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft Mosbach

    Oktober 2012
    Im baden-württembergischen Burladingen erhielt ein 12-jähriger Junge während der Tierschau vom Elefanten einen Schlag mit dem Rüssel ins Gesicht. Im Krankenhaus stellen die Ärzte einen Kieferbruch fest. Der Vater des Jungen erstattet Anzeige gegen die Zirkus-Verantwortlichen.
    Quelle: Ambulanzbrief des Krankenhauses sowie Zeugenaussage liegt PETA vor

    Juni 2012
    Circus Luna verstößt gegen die Plakatierungsverordnung der Stadt Obergünzburg, woraufhin der Zirkus die Plakate entfernen soll. Da der Zirkus die Plakate nicht selber abnimmt, werden diese von der Stadt entfernt.
    Quelle: Auskunft des Ordnungsamtes Obergünzburg

    Mai 2012
    Nach Strafanzeige von PETA vom November 2011 wegen wiederholter mangelhafter Haltung des Elefanten und der Bären teilt die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit, dass „teilweise die Vorgaben der Cirkusleitlinie nicht umgesetzt wurden“. Ferner heißt es, dass „sowohl die Einzelhaltung als auch vereinzelt bei Kontrollen das zu kleine Innengehege in Verbindung mit einem fehlenden Außengehege, auch für die beiden Bären, sowie teilweise fehlendes Beschäftigungsmaterial kritisiert“ wurde. Die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren ein, da die Nichteinhaltung der Zirkusleitlinien allein nicht strafbar sei.
    Quelle: Schreiben der Staatsanwaltschaft Stuttgart liegt PETA vor / Az. 172 Js 100258/11

    Februar 2012
    Während des Gastspiels von Circus Luna in Singen steht Elefantendame Benjamin bei fünf Kontrollbesuchen stets keine Scheuerstelle und kein Beschäftigungsmaterial zur Verfügung. Die Bären haben bei den ersten vier Kontrollen kein Außengehege. PETA fordert das zuständige Veterinäramt mehrmals nachdrücklich auf, die vorgeschriebenen Haltungsbedingungen durchzusetzen, woraufhin wenigstens beim fünften Kontrollbesuch ein Außengehege für die Bären aufgebaut ist.
    Quelle: Schriftlicher Augenzeugenbericht liegt PETA vor

  • 2011/2010

    November 2011
    Bei dem Gastspiel von Circus Luna in Winnenden werden die Bären, Elefantendame „Benjamin“ und die Kamele ohne die behördlich vorgeschriebenen Außengehege gehalten. Die Elefantendame ist ausschließlich in einem viel zu kleinen Stallzelt untergebracht und hat zudem entgegen der Zirkusleitlinien weder eine Scheuerstelle noch Beschäftigungsmaterial zur Verfügung. Das zuständige Veterinäramt wird mehrfach nachdrücklich durch PETA aufgefordert, die vorgeschriebenen Haltungsbedingungen durchzusetzen. Doch ändert sich auch nach einer Woche nichts an den Missständen. Lediglich die Bären erhalten ein Außengehege. PETA erstattet daher Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Circus Luna wegen Tierquälerei.
    Quelle: Az. 172 Js 100258/11

    September 2010
    Der einzeln gehaltene Elefant des Zirkus Luna verletzt in Leutkirch einen 24-jährigen Familienvater und dessen neun Monate alten Sohn schwer. Anlässlich eines Betriebsfestes einer Firma soll ein Gruppenfoto mit dem Elefant entstehen. Der Elefant hat den 24-Jährigen Familienvater, der seinen kleinen Sohn auf dem Arm hält, durch die Luft gewirbelt, nachdem er sie zuvor mit den Stoßzähnen auflud. Beide fielen aus einer Höhe von vier Metern hinunter. Der Mann schwebte in Lebensgefahr, erlitt innere Verletzungen, verlor eine Niere und musste ins Koma gelegt werden. Das Kind erlitt einen Oberschenkelhalsbruch. Die Staatsanwaltschaft Mosbach weist darauf hin, dass der Elefant nicht provoziert wurde. Nach dem Vorfall wurde für das Tier ein Personenkontaktverbot ausgesprochen.
    Quelle: www.schwaebische.de/lokales/ravensburg/rund-um-ravensburg_artikel,-Elefant-verletzt-Vater-und-Sohn-_arid,4162373.html sowie Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft Mosbach

    Januar 2010:
    Der Elefant „Benjamin“ (Anm. von PETA: Es handelt sich um ein weibliches Tier) bricht während eines Spaziergangs mit dem Zirkuschef aus und überquert dabei Bahngleise. Bahnmitarbeiter rufen die Polizei.
    Quelle: www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2010/01/23/zirkuselefant-laeuft-auf-bahngleis.html

  • 2005 – 2009

    November 2009
    Während eines Transports gelingt es dem Elefanten des Circus Luna, die wohl mangelhaft gesicherte LKW-Klappe zu öffnen. Diese schwenkt daraufhin auf und verursacht an drei parkenden Autos einen Sachschaden von ca. 10.000 Euro.
    Quelle: „Elefanten in Zoo und Circus“, 2010, Nr. 17, S. 22

    März 2009:
    Der Elefant „Norbert“ (Anm. von PETA: Es handelt sich um ein weibliches Tier, die Namen wechseln ständig) bricht aus dem Circus Luna aus und erschreckt eine Anwohnerin in Biedenkopf. Aus der Ermittlungsakte geht hervor, dass der Elefant mit aufgestellten und wedelnden Ohren auf die Anwohnerin zuging. Kurz bevor der Elefant sie erreichte, riefen die Zirkusleute das Tier aus einer Entfernung von 100-120 Metern zurück. Der Elefant war nach Aussage der Zeugin 100-120 Meter von den Zirkusleuten entfernt völlig unbeaufsichtigt gewesen.
    Quelle: www.myheimat.de/biedenkopf/ein-elefant-mit-namen-norbert-d82144.html sowie Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft Mosbach

    März 2007:
    Der Bär „Shirley“ bricht aus dem Gehege aus und durchschwimmt mehrmals die Fulda. Eine Familie fühlt sich bedroht, als das Tier auf das Privatgrundstück zukommt. Die Polizei setzt Warnschüsse mittels Maschinenpistolen ab und schließlich geling es, das Tier durch eine Tierärztin zu betäuben. Zuvor versuchte das Tier, sich am Ufer eine Höhle zu buddeln.
    Quelle: Goettinger-tageblatt.de vom 20. März 2007

    März 2005
    Aus einem Schreiben des Thüringer Landesamtes für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz, Abtlg. Veterinärwesen (auszugsweise):

  • 2000 – 2004

    „Am 17.06.2004 erfolgte durch das VLÜA Weimar eine Kontrolle des Circus Luna, Inhaber Herr Walter A. Frank. Die Kontrolle sei nur mit Einschränkungen möglich gewesen, da die dazu notwendige Mithilfe des Tierhalters ausgeblieben wäre […].
    Trotz dieser Situation konnten durch das VLÜA Wimar folgende Feststellungen getroffen werden: […]
    – Einzelhaltung eines Elefanten, der deutlich stereotypische Bewegungen aufweise
    – Ankettung eines einzeln gehaltenen Affen in einem dunklen Wagen ohne Sichtkontakt nach außen
    – Haltung von 2 Braunbären in einem nicht strukturierten Wagen […]
    – Anpflockhaltung einiger Pferde außerhalb des Geländes
    – Allen Tieren stand kein Außengehege zur Verfügung
    – Im Tierbestandbuch seien die fehlenden Außengehege und der angekettete Affe immer wieder beanstandet worden“

    April 2004
    Mit einem Eklat endet die veterinärhygienische Kontrolle im Zirkus Luna auf dem Süßenborner Gewerbegebiet. Die Veterinärin kritisiert fehlende Auslaufzonen, zu wenig und schmutziges Wasser im Bärenkäfig. Ein Problem ist auch die Elefantenkuh, die nach Zirkusverordnung eigentlich nicht allein gehalten werden soll. Die Veterinärin wird von Zirkusmitarbeitern umringt und lautstark beschimpft und ruft letztlich die Polizei. Die Veterinärin fühlt sich bedroht und beklagt die mangelnde Kooperation.
    Quelle: Thüringer Allgemeine vom 17.04.2004

    November 2001
    Anwohner der Froser Straße in Aschersleben staunen nicht schlecht, als sie mit einem herrenlosen Elefanten mitten auf der Straße konfrontiert werden. Der Elefant war beim Zirkus Luna ausgebrochen. Die herbeigerufene Polizei informiert den Zirkus, der schon nach dem Tier suchte.
    Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 7. November 2001.

    April 2001
    Der Elefant des Circus Luna bricht in Braunlage für gut eine Stunde aus und verspeist auf dem nahen Friedhof Blumen von etwa 10 Gräbern.
    Quelle: Circuszeitung sowie weiterer Zeitungsartikel liegen PETA vor

    August 2000
    Elefant „Benjamin“ (Anmerkung von PETA: Es handelt sich um ein weibliches Tier, die Namen wechseln ständig) des Zirkus Luna schlägt eine Frau im nordhessischen Melsungen krankenhausreif. Das Tier versetzt von einer Wiese aus der Mutter und ihrem sechs Jahre alten Kind einen Schlag. Das Kind erleidet einen Schock, die Mutter kommt mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus. Laut Polizeisprecher muss der Dompteur mit einem Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen.
    Quelle: EXPRESS online http:// express.de/news/693916.html und dpa Meldung vom 8. August 2000

    Sommer 2000:
    Elefantenkuh Leila (auch Tanja und Tonja genannt) stirbt 18-jährig.
    Quelle: European Elephant Group

  • 1997/1998

    August 1998:
    Frau L. (Adresse ist PETA bekannt) kauft eine ca. 30-jährige Kamelstute aus dem Zirkus Luna frei. Das Tier ist in einem schlechten Zustand. Der Tierarzt stellt u.a. Mineralstoffmangel fest, später kommen weitere Erkrankungen hinzu.
    Per Video wird festgehalten, dass den Dromedaren der Dressurgruppe während der Vorstellung heftig auf Gesicht, Augen, Ohren, Nase und die Geschlechtsteile geschlagen wird.
    Quelle: Protokoll Bund gegen Missbrauch der Tiere, Reichelsheim

    Januar 1998:
    Das Veterinäramt Groß Gerau trifft verwaltungsrechtliche Anordnungen bzw. erlässt Auflagen bzgl. der Tierhaltung, nachdem PETA gravierende Mängel in der Tierhaltung mitgeteilt hat. Es geht um einen Rothirsch, Kamele und Pferde, Affen und Elefanten.
    Quelle: PETA Deutschland

    Januar 1998
    Aus einem Schreiben der Veterinärbehörde (auszugsweise):
    „Eine Überprüfung Ihrer Tierhaltung am 14. und 16.01.1998 durch Herrn Amtstierarzt Dr. Helm im Winterquartier des Zirkus Luna auf dem Festplatz in 64546 Mörfelden-Walldorf hat ergeben, daß
    1. Zwei Braunbären in einem Zirkuswagen mit einer Fläche von 4 x 2 m gehalten werden. Ein Außengehege bzw. Veranda sowie Beschäftigungs- und Bademöglichkeiten waren für die Tiere nicht vorhanden.
    2. Sieben Kamele und ein Lama in Anbindung im Stallzelt gehalten werden. Ein Auslauf für die Tiere war nicht vorhanden.
    3. Zehn Pferde, zwei Ponys und zwei Esel mit einer nur 1 m langen Anbindung im Stallzelt gehalten werden. Auch für diese Tiere war kein Auslauf vorhanden.
    4. Ein Kleinaffe in einem Zirkuswagen von 8 qm Fläche in Einzelhaltung gehalten wird. Außengehege sowie Schlafkästen waren nicht vorhanden.
    Die angesprochene Tierhaltung in Ihrem Winterquartier ist als tierschutzwidrig im Sinne §2 Tierschutzgesetz anzusehen.“

    Februar 1997:
    Schimpanse „Baby“ soll von einer Behörde beschlagnahmt werden. Der Zirkus lässt das Tier vorher verschwinden.
    Quelle: Verschiedene Artikel aus Tierschutzzeitungen

Was Sie tun können

Bitte besuchen Sie niemals einen Zirkus mit Tieren. Das Tierleid bei Circus Luna/Francordia ist kein Einzelfall: Auch in Zirkussen wie Charles Knie, Circus Krone und weiteren werden Tiere misshandelt und gequält. Entscheiden Sie sich daher für tierfreundliche Alternativen!