Bis 31. Oktober​: Spende gegen Tierversuche verdoppeln lassen​

Leidvolle Fischhaltung in Restaurants und Kaufhäusern beenden!

Fische sind empfindsame Wirbeltiere, die Angst- und Stressverhalten zeigen und Schmerzen fühlen können. [1] Trotzdem werden Fische immer noch in engen und kahlen Becken in Restaurants oder Fischläden eingesperrt, bis man sie aus den Becken holt, um sie zu töten. Diese sogenannte Hälterung von Fischen in Restaurants, Feinkostläden oder Fischabteilungen in Warenhäusern soll der angeblichen Qualitätsverbesserung des Fischfleisches dienen. [2] Dies bedeutet nicht nur den sicheren Tod für die empfindsamen Tiere, sondern auch großes Leid in ihrem viel zu kurzen Leben.

Stressige Transporte und qualvolle Gefangenschaft

Bereits die Transporte zu den Restaurants bedeuten große Qualen für die sensiblen Fische. Die Tiere stammen entweder aus Zuchtbecken in Aquafarmen, wo sie unter schlimmsten Bedingungen leben mussten, oder aus einem See, wo sie aus der Freiheit gerissen und von ihren Familien getrennt werden. Der oft tagelange Transport zum Restaurant ist durch die Enge und den mehrfachen Wasserwechsel für die Tiere mit enormem Stress verbunden.

In dem Becken im Restaurant werden sie meist auf kleinstem Raum mit Artgenossen gehalten. Oft sind nicht einmal die Scheiben abgedunkelt, sodass sie dem Besucherstrom, klopfenden Kunden und einer lauten Geräuschkulisse schutzlos ausgeliefert sind. Rückzugs- oder Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere gibt es in der Regel nicht. Aufgrund der beengten Haltung können sie aggressivem Verhalten von Artgenossen nicht entkommen. Besonders, wenn verschiedene Fischarten in einem Becken gehalten werden, kann es zu Streitigkeiten kommen.

Ein weiterer großer Stressfaktor für die Tiere ist die Herausnahme für den Verkauf oder die Tötung. Da Fische an der Luft nicht atmen können, bedeutet diese Prozedur für sie großes Leid und drohende Erstickung.

Vorschriften für Hälterung werden oft missachtet

Die Tierschutzvorgaben für die Hälterung von Fischen, die zum Verzehr angeboten werden, sind nur minimal. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Restaurants oder Kaufhäuser selbst diese nicht einhalten. Die Richtlinien der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) [3] besagen unter anderem Folgendes:

  • Es darf nicht an die Becken geklopft werden – dies ist durch Hinweisschilder sicherzustellen.
  • Die Becken müssen täglich gereinigt werden.
  • Die Fische dürfen keinerlei Verletzungen oder Veränderungen aufweisen.
  • Die Becken dürfen nicht überbesetzt sein. Schnappen die Fische an der Oberfläche nach Luft, liegt ein Sauerstoffmangel vor. Der Sauerstoffgehalt des Wassers am Ablauf sollte mindestens 5 mg/l betragen.
  • Die Becken dürfen keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein – zumindest nicht ohne Lichtschutz.
  • Glasaquarien müssen geschützt aufgestellt werden, um eine Beunruhigung der Fische zu minimieren; dies kann z. B. durch Aufkleben von dunkler Folie auf drei Seiten des Beckens geschehen.
  • Eine künstliche Beleuchtung muss von oben erfolgen und darf nicht stärker als Tageslichtstärke sein.
  • Die Becken müssen oben abgedeckt sein. Die Innenflächen der Aquarien müssen glattwandig sein.
  • Die Wassertemperatur des Beckens soll nicht über 15°C liegen.

Was Sie tun können

Informieren Sie uns darüber, welche Kaufhäuser und Restaurants in Ihrer Nähe lebende Fische halten. Wir werden das Veterinäramt um Überprüfung bitten und das entsprechende Unternehmen zudem auffordern, die Fischhaltung einzustellen und stattdessen vegane Alternativen anzubieten. Sollten Sie Mängel bezüglich der Fischhaltung eines Restaurants oder Kaufhauses feststellen, verständigen Sie bitte sofort das zuständige Veterinäramt oder uns.

Bitte streichen Sie Fische von Ihrem Speiseplan und setzen Sie stattdessen auf die zahlreichen veganen Fischalternativen.