Forced Swim Test: Tiere zum Schwimmen gezwungen – Unterschreiben Sie jetzt!

Was ist der Forced Swim Test?

Beim sogenannten Forced Swim Test (erzwungener Schwimmtest) oder auch Verzweiflungstest werden Nagetiere absichtlich in eine ausweglose Lage versetzt, um ihr Verhalten – auch unter Medikamenteneinfluss – zu untersuchen. Insbesondere die Wirkung diverser Antidepressiva steht dabei im Fokus. Selbst viele Wissenschaftler zweifeln den Sinn der grausamen Tierversuche an, denn die Ergebnisse sind nicht auf den Menschen übertragbar.

Fordern Sie die Pharmakonzerne auf, keine wehrlosen Tiere mehr dem „Forced Swim Test“ auszusetzen!

Zusammen haben Eli Lilly, Novartis und Sanofi (und dessen Tochterunternehmen Genzyme) mehr als 6.300 Mäuse und Ratten in diesem Experiment missbraucht und Daten veröffentlicht, die ihre Verwendung des Tests in den letzten zwei Jahren belegt.

Online-Petition

Please stop the cruel forced swimming test

 

i strongly urge you to join the world’s largest pharmaceutical companies and ban the scientifically worthless forced swim test.

Many scientists now agree that this experiment, which forces terrified rodents to swim for their lives, has nothing at all to do with the complexities that fuel human depression or the mechanisms by which antidepressants work.

Your competitors—including Johnson & Johnson, Bayer, GlaxoSmithKline, AbbVie Inc., Roche, AstraZeneca, Novo Nordisk A/S, Boehringer Ingelheim, Pfizer, and Bristol Myers Squibb—have already stopped performing this experiment. We urge your company to do the same.

The tide has turned. Please stop using the forced swim test.

Thank you for your time and attention.

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Empfänger +
  • Vasant Narasimhan
  • Klaus Moosmayer
  • Petra Jumpers
  • John Reed
  • Jochen Maas
  • Deutsche Übersetzung des Petitiontextes

    Bitte beenden Sie die Tierquälerei im wertlosen Forced Swim Test

     

    Hallo,

    ich fordere Sie dringend auf, sich den größten Pharmaunternehmen der Welt anzuschließen und den wissenschaftlich wertlosen Forced Swim Test zu beenden.

    Viele Wissenschaftler sind sich inzwischen einig, dass dieses Experiment, bei dem verängstigte Nagetiere gezwungen werden, um ihr Leben zu schwimmen, absolut nichts mit den komplexen Zusammenhängen zu tun hat, die menschliche Depressionen auslösen, oder mit den Mechanismen, nach denen Antidepressiva wirken.

    Ihre Mitbewerber haben die Durchführung dieses Tierversuchs bereits eingestellt, darunter Johnson & Johnson, Bayer, GlaxoSmithKline, AbbVie Inc, Roche, AstraZeneca, Novo Nordisk A/S, Boehringer Ingelheim, Pfizer und Bristol Myers Squibb. Wir fordern Ihr Unternehmen auf, dasselbe zu tun.

    Das Blatt hat sich gewendet. Bitte stellen Sie den Forced Swim Test ein.

    Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und Aufmerksamkeit.

    Mit freundlichen Grüßen

Erzwungener Schwimmtest: Mäuse paddeln bis zur Erschöpfung

Der Ablauf dieses Tierversuchs ist wie folgt: Experimentatoren setzen Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Hamster oder Rennmäuse in ein mit Wasser gefülltes Behältnis, in dem sie dazu gezwungen werden, zu schwimmen. Da die Kanten glatt sind und der Boden tief ist, haben die Tiere keine Möglichkeit, Halt zu finden. Aus Angst, zu ertrinken, geraten die Tiere oft in Panik. Sie paddeln wie wild, um ihren Kopf irgendwie über Wasser zu halten, bevor sie aufgeben und sich irgendwann nur noch treiben lassen. Beobachtungen aus dem grausamen Experiment sollen Rückschlüsse darauf geben, wie die Tiere in einer ausweglosen Situation reagieren – insbesondere, wenn sie unter Medikamenteneinfluss stehen.

Ärzte gegen Tierversuche

Ratten seit den 1950er-Jahren in skurrilen „Hoffnungslosigkeitstests“ gequält

Der grausame Test wird auf die eine oder andere Art schon mindestens seit den 1950er-Jahren durchgeführt und geht auf Curt Richter, einen Experimentator der Johns Hopkins University, zurück. Dieser zwang Ratten, in Wasserzylindern zu schwimmen, bis sie ertranken. Populär gemacht hat den Versuch 1977 Roger Porsolt, der ihn den „Verhaltenstest über Hoffnungslosigkeit“ nannte. Porsolt fand heraus, dass Ratten, denen man bestimmte Antidepressiva für den Menschen verabreicht hatte, länger um ihr Überleben kämpften und schwammen als andere Ratten. Er schloss daraus, dass sich Tiere, die nur über einen kürzeren Zeitraum schwammen, in einem Stadium der „Hoffnungslosigkeit“ befänden. Andere Wissenschaftler haben den Versuch jedoch stark kritisiert. Sie sehen in dem hilflosen Treibenlassen kein Anzeichen für Hoffnungslosigkeit, sondern einen positiven Lerneffekt, ein Einsparen verfügbarer Energie und die Anpassung an eine neue Umgebung.

Wissenschaftler kritisieren den Forced Swim Test

Der Forced Swim Test ist schlichtweg schlechte Wissenschaft. Mit diesen Versuchen werden Tiere in Panik versetzt, und die Entwicklung neuer, effektiver Behandlungsmethoden wird verzögert. Der Versuch kann nicht zuverlässig vorhersagen, ob ein Medikament als Antidepressivum beim Menschen wirksam ist. Er generiert positive Ergebnisse bei Präparaten, die bei Menschen nicht als Antidepressiva gelten (z. B. Koffein), und negative bei als Antidepressiva zugelassenen Wirkstoffen. Und was noch entscheidender ist: Wirkstoffe, die beim Menschen funktionieren könnten, werden möglicherweise ausgeschlossen.

Immer mehr Unternehmen lehnen den Forced Swim Test ab

Bis zum heutigen Tag werden Tiere in Universitäts- und Pharmalaboren  unter Medikamenteneinfluss und in Wasserzylinder gesetzt, damit Experimentatoren herausfinden können, wie lange sie panisch schwimmen. Doch es gibt Hoffnung, denn immer mehr Unternehmen nehmen inzwischen von dem sinnlosen Forced Swim Test Abstand.

  • Erfolge

    GlaxoSmithKline (Juni 2020)
    Nach Gesprächen mit PETA USA hat GlaxoSmithKline (GSK), eines der zehn größten Pharmaunternehmen der Welt, nun den Forced Swim Test verboten. Im Zeitraum von 2002 bis 2018 wurden mindestens 29 Publikationen veröffentlicht, die die Verwendung von über 1300 Mäuse und über 400 Ratten darlegten.  

    Bristol-Myers Squibb (Januar 2020)
    BMS ist das zehntgrößte Pharmaunternehmen weltweit und damit konnte PETA USA das neunte der 20 größten Pharmaunternehmen der Welt nach einer über ein Jahr andauernden Kampagne davon überzeugen, den Forced Swim Test nie wieder durchzuführen oder zu finanzieren.

    Bayer (November 2019)
    Bayer, das fünftgrößte Pharmaunternehmen der Welt mit Hauptsitz in Deutschland, hat nach Gesprächen mit PETA USA zugesichert, den Forced Swim Test nie wieder anzuwenden oder zu finanzieren. Der letzte dokumentierte Einsatz des Tierversuchs durch das Unternehmen fand im Jahr 2006 statt.

    Pfizer (Oktober 2019)
    Veröffentlichungen zufolge hat Pfizer seit 1991 mindestens 1270 Mäuse und Ratten im Forced Swim Test eingesetzt – was allerdings zu keinem einzigen neuen Medikament gegen Depressionen geführt hat. Nach fast einem Jahr unermüdlichem Einsatz von PETA USA, unter anderem unterstützt von PETA Deutschland, hat das drittgrößte Pharmaunternehmen der Welt zugesichert, diesen Test nie wieder durchzuführen oder zu finanzieren.

    Sage Therapeutics (September 2019)
    Nach Gesprächen mit PETA USA hat Sage Therapeutics, ein auf die Entwicklung von Antidepressiva spezialisiertes Pharmaunternehmen, den Forced Swim Test verboten. Diese Maßnahme ist von besonderer Bedeutung, denn der weithin unter Beschuss geratene Versuch wird unter anderem durchgeführt, um die Wirksamkeit von Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen beim Menschen zu beurteilen.

    Novo Nordisk A/S (August 2019)
    Kurz nach dem Verbot des Forced Swim Test bei AstraZeneca reagierte auch der Pharmariese Novo Nordisk A/S, der unter den weltweiten Pharmaunternehmen Platz 15 belegt, auf den Appell von PETA USA und bestätigte, ebenfalls ein Verbot dieses Experiments einzuführen.

    AstraZeneca (August 2019)
    Nach Gesprächen mit PETA USA beschloss AstraZeneca, der weltweit zwölftgrößte Pharmakonzern, dass die Verwendung des Forced Swim Test beendet werden muss und erließ ein entsprechendes unternehmensweites Verbot.

    Boehringer Ingelheim (Juli 2019)
    Seit 1993 hat das Fortune-500-Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim mindestens 12 Artikel veröffentlicht oder finanziert sowie mindestens eine Patentanmeldung eingereicht, die die Verwendung des Forced Swim Test mit mehr als 1.300 Mäusen darlegten. Nach Gesprächen mit PETA Deutschland und PETA USA beschloss Boehringer Ingelheim ein Verbot des Tierversuches.

    Roche (Juni 2019)
    Im Zeitraum von 2001 bis 2018 veröffentlichte Roche mindestens 11 Publikationen, in denen die Verwendung des Forced Swim Test in Experimenten mit mehr als 800 Mäusen und Ratten dargestellt wurde. Nach Gesprächen mit PETA Deutschland, PETA Schweiz und PETA USA bestätigte Roche ein unternehmensweites Verbot des Forced Swim Test.

    Astraea Therapeutics (Juni 2019)
    Astraea Therapeutics, ein Pharmaunternehmen im Bereich Forschung, stellte einen Wirkstoff einem externen Forscher zur Verfügung, der damit mindestens 200 Mäuse dem Forced Swim Test unterzog. Wissenschaftler von PETA USA legten dem Unternehmen fundierte Beweise für die Grausamkeit des Versuches vor und erkundigten sich nach der Beteiligung von Astraea Therapeutics an diesen Experimenten. Das Unternehmen versicherte PETA US daraufhin, solche Versuche nicht weiter durchzuführen oder zu finanzieren.

    NutriFusion LLC (Mai 2019)
    Der Geschäftsführer von NutriFusion teilte PETA USA mit, dass er keine Kenntnis davon hatte, dass ein von seinem Unternehmen unterstützter Forscher an einer Hochschule den Forced Swim Test an mindestens 75 Mäusen angewendet hatte. Er sprach mit dem Forscher, vergewisserte sich, dass der Test nicht mehr durchgeführt wird, und gab PETA USA die Zusage, dass sein Unternehmen nie mehr an diesem Tierversuch beteiligt sein würde.

    DSM Nutritional Products (April 2019)
    DSM Nutritional Products ist ein Hersteller von Inhaltsstoffen für Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegeprodukte. Um zweifelhafte gesundheitsbezogene Angaben über Inhaltsstoffe machen zu können, unterzog das Unternehmen mehr als 200 Mäuse und Ratten dem Forced Swim Test. Nach Gesprächen mit PETA USA entschied DSM Nutritional Products, den grausamen Versuch einzustellen.

    Johnson & Johnson (März 2019)
    Johnson & Johnson sowie mindestens eine Tochtergesellschaft des Pharmaunternehmens veröffentlichten Publikationen über die Verwendung des Forced Swim Test. Nachdem PETA USA das Unternehmen über die Grausamkeit und Nutzlosigkeit des Experiments informierte, beschloss der Pharmariese, den Versuch künftig zu verbieten.

    AbbVie (Dezember 2018)
    AbbVie war der erste Pharmakonzern, der ein Verbot des Forced Swim Test beschloss. Die Entscheidung fiel, nachdem das Unternehmen Gespräche mit PETA USA geführt und PETA USA zudem einen Aktionärsbeschluss eingereicht hatte, der AbbVie dazu aufforderte, die Finanzierung, Durchführung und Beauftragung des Forced Swim Test einzustellen. AbbVie veröffentlichte die wegweisende neue Firmenpolitik auf der Unternehmenswebsite.

Was Sie tun können

Bitte unterzeichnen Sie die Petition und helfen Sie uns, den grausamen Forced Swim Test zu stoppen!