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Die Verbindung zu Herzerkrankungen

Jedes Jahr sterben weltweit ca. 17.5 Millionen Menschen an den Folgen von Herzerkrankungen. In Deutschland müssen sich jährlich mehr als 700.000 Menschen wegen koronarer Herzerkrankungen in stationäre Behandlung begeben.

Seit den 70er Jahren haben zahlreiche Studien aufgezeigt, dass Kuhmilch und andere Milchprodukte zu Herzerkrankungen und verstopften Arterien führen können. Dr. Caldwell Esselstyn von Amerikas wichtigstem Krankenhaus für Herzerkrankungen in Cleveland, schützt die Herzen der Patienten, indem er sie auf eine vegane Diät setzt (lesen Sie dazu seine bahnbrechende Erklärung im American Journal of Cardiology, August '99).

Wie die folgenden Studien zeigen, werden nicht nur Fett und Cholesterin in Milchprodukten mit Herzerkrankungen in Verbindung gebracht, sondern auch das tierische Protein und die Kohlenhydrate der Milch:
“Internationale Statistiken zeigen, dass zwischen dem Konsum gesättigter Fettsäuren (Milch- und Fleischfette) und dem Tod durch koronare Herzerkrankungen durchaus eine enge Verbindung besteht, was von zahlreichen epidemiologischen Studien bestätigt wurde“, äußert sich eine Studie, die in Circulation veröffentlicht wurde – einem Magazin der American Heart Association. „Die praktisch vollkommene Ersetzung der tierischen Fette durch pflanzliche Fette in der Ernährung… verursachte eine erheblich niedrigere Sterberate durch koronare Herzerkrankungen. Auch die gesamte Sterberate schien geringer.” (1)

In einer im International Journal of Cardiology veröffentlichten Studie, befassten sich Forscher mit sieben Ländern, die große Mengen an Milchprodukten konsumieren und fanden heraus, dass die Sterberate durch Herzerkrankungen mit dem Milchverbrauch stieg. (2)

Das American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte eine Studie, in der Forscher angaben, dass “zahlreiche Beweise vermuten lassen, dass ein hoher Verbrauch an Vollfett-Milchprodukten wahrscheinlich das Risiko koronarer Herzerkrankungen erhöht.“ Sie vermerkten, es gäbe eindeutige Gründe zur Annahme, dass ein ursächlicher Zusammenhang bestünde. (3)

Forscher, die in 32 Ländern die Verbindung zwischen der Ernährung und Herzerkrankungen untersuchten, fanden heraus, dass Milchkohlenhydrate – von allen Nährstoffen – die wichtigste Rolle in der Entwicklung einer Herzkrankheit bei Männern über 35 spielten und fettfreie Milch hauptsächlich für koronare Herzerkrankungen bei Männern über 45 verantwortlich war. (4)

In einer Studie von 19 westlichen Ländern, fanden Forscher heraus, dass es vermehrte Herzerkrankungen gab, sobald mehr Milchproteine konsumiert wurden. Die Wissenschaftler vermerkten: „Mehrfache Regressionsanalysen bestätigten den beachtlichen Einfluss von Milch… als entscheidenden Faktor für Variationen tödlicher ischämischer Herzerkrankungen.“ (5)

“Der Verzehr von Milch wird mit Arterienverkalkung in Verbindung gebracht”, bestätigte eine weitere Gruppe von Forschern. „Vor kurzem hat eine historische Studie die seit langem vermutete Verbindung zwischen Milchverzehr und Arterienverkalkungen bewiesen.“ (6)

Eine Studie zur Ernährung und Herzerkrankungen in 24 Ländern hat ergeben, dass „eine direkte und einigermaßen genaue Verbindung zwischen Sterblichkeitsraten der koronaren Herzkrankheit (KHK) und dem Verzehr unvergorener Milchproteine – die in allen Milchprodukten außer Käse enthalten sind – besteht.“ (7)

“Klar ist, dass gesättigte Fettsäuren, hauptsächlich die aus Milchprodukten, in direkter Verbindung mit der Sterblichkeitsrate ischämischer Herzkrankheiten stehen”, schrieben Wissenschaftler im Journal of Internal Medicine. (8)

In einer Studie, die in Nutrition, Metabolism, and Cardiovascular Disease veröffentlicht wurde, schrieben Wissenschaftler: „Der Verzehr von weniger Fleisch und Milchprodukten… verringert kardiovaskuläre (das Herz betreffende) Risikofaktoren, insbesondere Cholesterin und Glucose-Intoleranz. Eine gesündere Ernährung verringert das Risiko von Herzerkrankungen und kommt auch der Ernährungsform gleich, die derzeit zur Vermeidung von Krebs angepriesen wird.“
Weiterhin gaben sie Folgendes an: „Die Ernährung ist bei weitem der wichtigste Faktor aller Außeneinflüsse, die unsere Lebensdauer bestimmen. Will man also länger leben, sollte man seine Ernährung so früh wie möglich umstellen.“ (9)

In The Lancet wurde eine Studie veröffentlicht, in der die Wissenschaftler tödliche Herzanfälle mit der Ernährung verglichen. Heraus kam, dass die größte Übereinstimmung bei Milchprodukten lag. Bei einer gesenkten oder gesteigerten Aufnahme von Milchproteinen, war immer auch eine Änderung der Anzahl der koronare Todesfälle 4 bis 7 Jahre später ersichtlich. Die Forscher gaben an, dass ihre Analyse vorangegangene Schlussfolgerungen, Milch sei der ernährungstechnische Hauptauslöser von verhärteten und verengten Arterien und dass das Problem nicht das Fett, sondern das Protein ist, noch verstärken würde. (10)

Eine im European Journal of Epidemiology veröffentlichte Studie besagte, dass der Verzehr von Butter und Milch im direkten Zusammenhang mit Herzerkrankungen stehen. (11)

Eine Studie, die in 21 Ländern Todeszahlen durch Herzkrankheiten mit Ernährungsgewohnheiten verglich, fand heraus, dass die stärkste Verbindung zu Milch bestand. (12)

“Sowohl Cholesterin, als auch gesättigte Fettsäuren, können Ihren Cholesterinwert erhöhen und zu Arterienablagerungen (Verstopfungen) führen“, so Dr. Dean Ornish der Universität von Kalifornien in San Francisco. Er hatte gezeigt, dass sich Arterienverstopfungen durch eine fettarme vegane Ernährung wieder normalisieren können, nicht durch teure und gefährliche chirurgische Eingriffe. „(Die Menschen) sollten, genau wie ich es getan habe, von fettfreier Milch auf fettfreie Sojamilch umsteigen. Dadurch hat man gleich zwei Vorteile: Sojamilch enthält kein Cholesterin und Sojaprodukte können den Cholesterinwert im Körper gleichzeitig reduzieren.“

Dr. John McDougall, der weltberühmte Gesundheitsberater von President Clinton stimmt zu: „Die einfachste Möglichkeit zur Vermeidung verstopfter Blutgefäße ist, sich mit der Ursache zu beschäftigen: Als erstes sollten sie auf eine fettarme und cholesterinfreie Ernährung umsteigen.“


Quellenangaben:

(1) Osmo Turpeinen, "Effect of Cholesterol-Lowering Diet on Mortality From Coronary Heart Disease and Other Causes," Circulation, 59, No. 1 (1979), 1-7.
(2) J. Segall, "Dietary Lactose as a Possible Risk Factor for Ischaemic Heart Disease: Review of Epidemiology," International Journal of Cardiology, 46, No. 3 (1994), 197-207.
(3) Lawrence Kushi, Elizabeth Lenary, and Walter Willette, "Health Implications of Mediterranean Diets in Light of Contemporary Knowledge: Plant foods and Dairy Products." American Journal of Clinical Nutrition (suppl.), 61 (1995), 1407S-1415S.
(4) William Grant, "Milk and Other Dietary Influences on Coronary Heart Disease," Alternative Medicine Review, 3, No. 4 (1998), 281-294.
(5) R. Popham, W. Schmidt, and Y. Israel, "Variation in Mortality From Ischemic Heart Disease in Relation to Alcohol and Milk Consumption," Medical Hypotheses, 12, No. 4 (1983), 321-329.
(6) P. Rank, "Milk and Arteriosclerosis," Medical Hypotheses, 20, No. 3 (1986), 317-338.
(7) S. Seely, "Diet and Coronary Disease: A Survey of Mortality Rates and Food Consumption Statistics of 24 Countries," Medical Hypotheses, 7, No. 7 (1981), 907-918.
(8) S. Renaud and M. de Lorgeril, "Dietary Lipids and Their Relation to Ischaemic Heart Disease: From Epidemoiology to Prevention," Journal of Internal Medicine (suppl.), 225, No. 731 (1989), 39-46.
(9) G. MacGregor, "Nutrition and Blood Pressure," Nutrition, Metabolism, and Cardiovascular Disease, 9, No. 4 (1999), 6-15.
(10) M. Moss and D.L.J. Freed, “Survival Trends, Coronary Event Rates, and the MONICA Project,” The Lancet 354 (1999): 862.
(11) A. Menotti, D. Kromhout, H. Blackburn, F. Fidanza, R. Buzina, and A. Nissinen, "Food Intake Patterns and 25-Year Mortality from Coronary Heart Disease: Cross-Cultural Correlations in the Seven Countries Study," European Journal of Epidemiology, 15, No. 6 (1999), 507-515.
(12) S. Seely, "Diet and Coronary Heart Disease: A Survey of Female Mortality Rates and Food Consumption Statistics of 21 Countries," Medical Hypotheses, 7, No. 9 (1981), 1133-1137.