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Rettet Robby, den letzten Menschenaffen im Zirkus

Helfen Sie, damit Schimpanse Robby endlich freikommt

Stand Februar 2015
Der letzte Menschenaffe in einem deutschen Zirkus muss unter entsetzlichen Bedingungen ausharren. PETA startet jetzt eine Rettungskampagne, um den 39-jährigen Schimpansen Robby aus dem Circus Belly freizubekommen, damit er endlich ein tiergerechteres Leben führen kann.
Robby hat ein besseres Leben verdient / Foto: PETA Deutschland e.V.
Die renommierte Schimpansenauffang- und Rehabilitationseinrichtung AAP in den Niederlanden würde Robby aufnehmen, wenn der Zirkus oder das zuständige Veterinäramt in Celle ihn dorthin übergeben würde. Die Fachleute von AAP haben jahrzehntelange Erfahrung mit der Resozialisierung von Schimpansen aus tierquälerischen Haltungsbedingungen und befürworten eine sofortige Herausnahme aus dem Zirkus, damit Robby endlich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein Schimpanse sein darf. Obwohl die Zirkusleitlinien eindeutig und unmissverständlich das Halten von Menschenaffen in Zirkussen als tierschutzwidrig bezeichnet, weigert sich das Veterinäramt Celle, Robby aus dem Zirkus zu nehmen.

Bitte helfen Sie Robby!

Schimpanse Robby muss aus der nach PETA-Auffassung extrem tierquälerischen Haltung bei Circus Belly befreit und in die Schimpansenauffang- und Resozialisierungsstation AAP in den Niederlanden gebracht werden, damit er endlich wieder ein richtiger Schimpanse unter Artgenossen sein kann. Bitte appellieren Sie an das zuständige Veterinäramt Landkreis Celle, Robby endlich zu helfen.

Unterschriften-Aktion:

Auffangstation anstatt Zirkus: Bitte zeigen Sie Herz!

Sehr geehrter Herr Dr. Wessel,

von PETA Deutschland e.V. habe ich erfahren, dass noch immer ein Schimpanse unter entsetzlichen Bedingungen in einem Zirkus leben muss. Ich bin erschüttert, dass Ihre Behörde als zuständiges Veterinäramt nichts gegen diese offensichtliche Tierquälerei unternimmt. Circus Belly unterschreitet die Mindesthaltungsvorgaben in mehrfacher Hinsicht und in erheblichem Umfang. Das Gehege ist viel zu klein und kaum strukturiert. Erforderliche Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten sind ebenso wenig vorhanden wie ein Sichtschutz oder ein Schutz vor der Witterung im Außenbereich. Die Haltung, die sich überwiegend in dem kleinen Käfigwagen abspielt, empfinde ich als grausam und unerträglich. Auch wenn Robby viele Jahre im Circus Belly gelebt hat, finde ich es empörend, wenn diese Art der Haltung von Ihnen oder Ihrem Gutachter als hinnehmbar beurteilt wird. Den Experten der Schimpansenauffangstation AAP in den Niederlanden folgend bitte ich Sie, im besten Interesse von Robby unverzüglich die Beschlagnahmung und Überstellung des Schimpansen zu AAP einzuleiten. Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

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Tierquälerei: Robbys 'Leben' / Foto: PETA Deutschland e.V.
Ein trauriges Leben im winzigen Zirkuswagen
Die meiste Zeit muss Robby in einem winzigen Zirkuswagen leben, der lediglich ca. 10-12 Quadratmeter groß und nur ca. 2,30 Meter hoch ist. Sein Leben ist geprägt von endloser Langeweile. Je nach Witterung und Laune der Zirkusmitarbeiter kann Robby zusätzlich zwei Außenkäfige benutzen, die zusammen nochmal ca. 40-50 Quadratmeter groß sind. Bei drei Kontrollbesuchen Ende 2011 und im März 2012 waren die Außengehege, auch bei wärmeren Temperaturen, allerdings nie zugänglich oder teilweise gar nicht erst aufgebaut. Bei sporadischen Kurzauftritten in der Manege wird Robby an der Leine herumgeführt.

Klare Verstöße gegen Haltungsvorgaben bleiben ungeahndet
Bei der Schimpansenhaltung im Circus Belly ist die Liste der Verstöße gegen die Richtlinien lang und schwerwiegend. Schimpansen dürfen wegen ihrer hohen Haltungsansprüche keinesfalls einzeln und schon gar nicht im Zirkus gehalten werden. Selbst wenn die Außengehege ab und zu vollständig aufgebaut und zugänglich wären, unterschreitet Circus Belly die Vorgaben des hier massgeblichen Säugetiergutachtens (nach den Zirkusleitlinien dürfen Schimpansen gar nicht mehr in Zirkussen gehalten werden) um ein Vielfaches. Der fehlende Witterungs- und Sichtschutz sowie die kaum vorhandenen Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten machen die Haltungsbedingungen für Robby grausam und tierquälerisch.
In der Vorstellungspause wird Robby angegafft / Foto: PETA Deutschland e.V.
Kann Robby wieder ein Schimpansenleben führen?
Die Experten der Schimpansenstation AAP sind darauf spezialisiert, Schimpansen zu resozialisieren, die ihr ganzes Leben unter entsetzlichen und vermenschlichten Haltungsbedingungen leben mussten. Auch wenn Circus Belly angibt, Robby würde zur Familie gehören, so stellt sich das aus Robbys Sicht anders dar: Er hatte keine Wahl und musste sich mit den Menschen arrangieren. Kein wohlwollender Mensch würde ein Familienmitglied in so einem qualvollen Verschlag gefangen halten, wie es bei Circus Belly der Fall ist. Robby leidet fortwährend unter diesem trostlosen Leben ohne Artgenossen. Ein Blick in seine traurigen Augen spricht Bände. Anfang 2012 hat das Veterinäramt Landkreis Celle nach Beschwerde von PETA ein Gutachten über Robby anfertigen lassen. Laut Gutachten, dessen Herausgabe die Behörde verweigert, darf Robby unverständlicherweise und im Widerspruch zu den geltenden Haltungsrichtlinien angeblich im Zirkus bleiben. Doch der Verbleib von Robby, der voraussichtlich noch ca. 10-15 Jahre zu leben hat, in dem Zirkus ist und bleibt nach PETA’s Überzeugung systemimmanente Tierquälerei und ist durch nichts zu rechtfertigen.

Schimpansen sind keine „Haustiere“
Schimpansen sind die nächsten Verwandten des Menschen, das Erbgut beider Spezies gleicht sich bis zu 98 Prozent. Nach Meinung vieler Primatologen steht hinter der Fähigkeit der Schimpansen, eigenhändig Werkzeuge herzustellen und auch zu benutzen, logisches Denken und sogar eine eigene Kultur. Bitte informieren Sie sich hier über das erstaunliche Wesen der Schimpansen und ihre Ansprüche an ein artgerechtes Leben. Auf unserer Internetseite über Schimpansen in der Unterhaltungsbranche erfahren Sie zudem, warum die Menschenaffen systematisch für die Showindustrie misshandelt werden.