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Schläge, Hitze, Hunger: Kamelreiten ist Tierquälerei

Leider wird in vielen Tourismus-Hochburgen wie Ägypten das Reiten auf Kamelen angeboten. Dort werden die Tiere dazu gezwungen, Urlauber:innen auf ihrem Rücken durch die historischen Stätten und Orte zu transportieren. Die Kamele leiden unter der enormen Hitze und haben weder Zugang zu Nahrung noch Wasser oder Schatten. Eine Ermittlung von PETA Asien in Ägypten hat diese und weitere schreckliche Tierquälereien an Pferden und Kamelen zutage gebracht.

Inhaltsverzeichnis

Wo kann man auf Kamelen reiten?

Kamelreiten wird vor allem in afrikanischen und arabischen Ländern wie Ägypten angeboten, oftmals an beliebten Tourismusorten und in der Nähe von Sehenswürdigkeiten. Auch in Deutschland gibt es inzwischen Angebote von Privatpersonen oder Betrieben für Kamelreiten. Eine Nutzung der Tiere für touristische Zwecke ist alles andere als artgerecht. Zudem können Kamele in Deutschland niemals ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden, weswegen Sie auch diese Angebote meiden sollten.

Mann haelt Kamel am Mund fest

Ist Kamelreiten Tierquälerei?

PETA Asien deckte auf, dass viele Kamele in Urlaubsländern wie Ägypten oder Jordanien misshandelt werden. Während die Tiere an Tourismus-Hotspots warten müssen, stehen sie in der sengenden Sonne. Sie haben keine Nahrung und kein Wasser; noch nicht einmal Schatten gewährt man ihnen. Die Tiere dürfen keine Pausen machen und werden geschlagen und mit Peitschen traktiert. Nur so kann man sie zwingen, unermüdlich durch die unerträgliche Hitze zu laufen, selbst wenn sie einknicken oder zusammenbrechen.

Menschen pruegeln auf Kamel ein
Menschen schlagen auf erschoepftes Pferd ein
Pferd am Geschirr einer Kutsche
Mann haelt Kamel am Mund fest

Viele Kamele in Ägypten werden auf dem berüchtigten Kamelmarkt von Birqash gekauft. Augenzeug:innen sahen, wie die Tiere dort von Männern und Kindern gnadenlos mit Stöcken geschlagen wurden und laut schrien. Danach wurden sie an die Tourismusindustrie weiterverkauft. Wenn die Tiere nicht mehr fit genug sind, um Tourist:innen durch Gizeh und um die Pyramiden von Sakkara zu tragen, schickt man sie zurück auf den Markt. Von dort aus werden sie an Schlachtereien verkauft.

Kamel mit blutigem Gesicht
Viele Tiere hatten blutige Gesichter.

Ägypten: Kamele und Pferde bis zum Zusammenbruch verprügelt

Augenzeug:innen in Ägypten beobachteten, wie Tierführer:innen ihre Tiere gnadenlos schlagen. Dabei sind diese einfach nur zu erschöpft, um weitergehen zu können. In Gizeh wurde auf eine Stute eingeprügelt, die während einer Kutschfahrt zusammengebrochen war. Die Qualen gingen weiter, bis sie schließlich aufstand. Augenzeug:innen berichteten, das Pferd wurde sofort wieder zum Arbeiten eingesetzt, obwohl es durch den Sturz ernsthaft verletzt worden war.

Viele in Gizeh und Luxor eingesetzten Pferde hatten schmerzende, blutige Wunden. Trotzdem mussten sie weiter Kutschen ziehen.

Tierquäler nach PETA-Aufdeckung verhaftet

Bei den ägyptischen Behörden wurden das Ermittlungsmaterial von PETA Asien sowie eine Anzeige der „Society for the Protection of Animal Rights in Egpyt“ (SPARE) gegen die Kamelverkäufer:innen auf dem Birqash-Kamelmarkt in Kairo eingereicht. In der Folge verhafteten der lokale Gemeinderat, das Umweltministerium, das Landwirtschaftsministerium und das Gizeh Gouvernement drei Personen, weil sie Kamele auf dem Markt misshandelten. Sie könnten gemäß Artikel 357 des Strafgesetzbuchs zu einer Geldstrafe sowie einer Haftstrafe von bis zu sechs Monaten verurteilt werden.

Der Missbrauch von sogenannten Arbeitstieren verstößt in Ägypten gegen Artikel 45 der Verfassung des Landes, in dem es heißt: „Der Staat schützt (…) diejenigen, die vom Aussterben oder der Gefahr bedroht sind; garantiert eine humane Behandlung von Tieren.“

Esel mit Verletzungen

Erster Schritt: Kamelreiten und Pferdekutschen bei Pyramiden von Gizeh verboten

Das ägyptische Tourismusministerium gab im Oktober 2020 bekannt, dass touristisches Kamelreiten und Pferdekutschen in der Umgebung der Pyramiden von Gizeh und in archäologischen Stätten verboten wird. Künftig sollen Elektroautos und E-Tourbusse Tourist:innen transportieren. Dies ist ein erster wichtiger Schritt im Kampf gegen die schrecklichen Tiermisshandlungen an diesen Orten.

Helfen Sie Tieren am Urlaubsort

Das grausame Geschäft mit Tieren als „Tourismusattraktionen“ wird so lange weitergehen, bis Urlauber:innen endlich aufhören, dafür zu zahlen.

  • Reiten Sie daher bitte niemals im Urlaub auf Kamelen, Elefanten, Pferden oder Eseln.
  • Achten Sie bei Ihren Urlaubsaktivitäten auch auf weitere Tierschutzfallen, die Ihnen im Ausland begegnen können.
  • Bitte fordern Sie den ägyptischen Minister für Tourismus und Altertümer auf, diesen Missbrauch zu beenden, Pferdekutschen müssen verboten werden.