Petition: Esel auf Santorini als Taxis missbraucht – jetzt helfen!

Auf Santorini werden Esel und Maultiere Tag für Tag systematisch als Touristentaxis ausgebeutet und missbraucht. Um das immense Tierleid auf der Insel Santorini ein für alle Mal zu beenden und die tierquälerische „Tradition“ abzuschaffen, muss sich Griechenland endlich für einen tierleidfreien Weg entscheiden. Tierfreundlicher Tourismus auf Santorini ist nur mit einem Verbot von Esel- und Maultiertaxis zu erreichen.  

Gemeinsam mit unseren internationalen Partnerorganisationen setzen wir von PETA Deutschland uns bereits seit 2018 gegen das Leid und die Ausbeutung der Tiere auf der griechischen Urlaubsinsel ein. Bitte helfen Sie uns, ein Verbot von Esel- und Maultiertaxis zu erreichen: Fordern Sie den griechischen Landwirtschaftsminister und den zuständigen Premierminister auf, endlich zu handeln, indem Sie jetzt unsere Petition unterzeichnen.

Bitte verbieten Sie die tierquälerischen Eseltaxis auf Santorini!

Bitte helfen auch Sie, das Leid der Esel und Maultiere auf Santorini zu beenden. Noch immer hält die griechische Regierung an der Ausbeutung der empfindsamen Lebewesen fest.

Online-Petition

End donkey and mule exploitation in Santorini

 

Since 2018, the animal welfare organisation PETA Germany and its international affiliates have been active for donkeys and mules who are exploited as living taxis and tourist attractions on the Greek island of Santorini.
I was shocked to learn that these animals are still forced to suffer despite the international outcry against their abuse. The images from 2018 clearly show that the equines were exposed to the scorching sun and did not have sufficient food, water, or shade. Every day, these donkeys and mules are used to carry sometimes extremely heavy tourists as live taxis. The animal handlers often hit them with wooden sticks, and the tourists themselves abuse them by kicking their stomachs.
Images from October 2020 are proof that the suffering and illegal acts continue on Santorini. Pictures show equines tightly chained in the sun without food or water, and animals are forced to endure this suffering day after day, deprived of everything that's natural and important to them.
This must stop! More and more tourist regions around the globe are showing their commitment to animal welfare, including Egypt, which plans to ban rides on camels and other animals around the Giza pyramids and archaeological sites. Santorini must follow this compassionate example.
Donkeys and mules in Greece have the right to receive proper care and to be free from physical harm. These rights must not be ignored by using the animals as a means of transport for tourists. The only way to guarantee them a life free from cruelty is by banning this exploitation. Please help do so!


Yours

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Empfänger +
  • Haris Theocharis
  • Kyriakos Mitsotakis

  • Deutsche Übersetzung des Petitionstextes

    Sehr geehrter Herr Mitsotakis,
    sehr geehrter Herr Theocharis,

    PETA Deutschland und ihre internationalen Partnerorganisationen setzen sich seit 2018 gegen das Leid und die Ausbeutung der Esel und Maultiere ein, die auf Santorini als lebende Taxis und Touristenattraktion ausgebeutet werden.
    Nun muss ich voller Entsetzen erfahren, dass die Esel und Maultiere auf Santorini trotz aller internationalen Empörung noch immer leiden. Bereits vor Jahren haben veröffentlichte Aufnahmen gezeigt, dass die Equiden der sengenden Sonne ohne ausreichend Nahrung, Wasser oder Schatten ausgesetzt sind und tagein, tagaus als lebende Taxis für den Transport teils schwerer Touristen ausgebeutet werden. Häufig schlagen die Eseltreiber mit Holzstöcken auf die Tiere ein oder Touristen treten ihnen mit den Füßen schmerzhaft in den Bauch.

    Aufnahmen von Oktober 2020 beweisen, dass das Tierleid und die Verstöße gegen geltendes Recht auf der Insel Santorini weiterhin anhalten. Sie dokumentieren, dass die Tiere nach wie vor an kurzen Ketten und ohne Nahrung und Wasser in der prallen Sonne angebunden werden. Die Esel und Maultiere leiden Tag für Tag unter diesem artwidrigen Leben.

    Das muss sich endlich ändern! Iimmer mehr Tourismusregionen weltweit setzen ein tierfreundliches Zeichen. So kündigte das ägyptische Tourismusministerium ein Verbot von Kamel- und Reitausflügen um die Pyramiden und in den archäologischen Gebieten von Gizeh an. Santorini sollte diesem wichtigen tierfreundlichen Schritt folgen.

    Esel und Maultiere haben auch in Griechenland ein Recht auf tierschutzgerechte Haltung und körperliche Unversehrtheit, das nicht durch den Einsatz als „Transportmittel“ für Touristen missachtet werden darf. Nur ein entsprechendes Verbot garantiert den Tieren ein Leben ohne Tierquälerei. Bitte setzen Sie sich endlich dafür ein!

    Mit freundlichen Grüßen

Weitreichende Kampagne, weltweite Demonstrationen – die Welt schaut auf Santorini!

In den letzten zwei Jahren haben sich zahlreiche prominente PETA-Unterstützer für die Esel und Maultiere auf der Urlaubsinsel stark gemacht. Außerdem haben Tierfreunde auf der ganzen Welt Millionen Menschen über soziale Netzwerke auf die Ausbeutung und das Leid der Tiere auf Santorini hingewiesen.

Mit reichweitenstarken Kampagnen, weltweiten Demonstrationen, Plakataktionen und etlichen Schreiben an die zuständigen Politiker setzen sich PETA und ihre weltweiten Unterstützer seit Jahren für die Esel und Maultiere auf Santorini ein. Im September 2020 haben wir von PETA Deutschland eine Petition mit über 161.000 Unterschriften an die griechische Botschaft in Berlin übergeben, um das massive Tierleid endlich zu stoppen.

Demonstration gegen Eselreiten in Santorin
Mehr als 161.000 weltweit gesammelte Unterschriften wurden stellvertretend an die griechische Botschaft in Berlin übergeben.

Esel kämpfen auf Santorini täglich ums Überleben

Tagein, tagaus müssen die Esel unzählige rutschige Stufen zwischen dem Hafen und Firá hoch- und herunterlaufen und dabei den Zustrom an Touristen buchstäblich auf ihren Rücken tragen. Wenn die Equiden (pferdeähnliche Tiere) stehen bleiben, werden sie von Eseltreibern mit Peitschen und Holzstöcken geschlagen und zum Weitergehen gezwungen.

Unwissende Touristen ohne Vorkenntnisse rammen den Eseln beim Reiten regelmäßig ihre Schuhe in die empfindlichen Flanken. Trotz eines Transportverbots von Personen über 100 Kilogramm [1] müssen die geschwächten Tiere oft schwergewichtige Menschen tragen. Die „Reitutensilien“ sind meist improvisiert und verursachen häufig Verletzungen, die sich teilweise entzünden und meist nicht medizinisch versorgt werden.

Müssen die Tiere nicht schwer mit Menschen beladen die Stufen auf- und abgehen, sind sie der prallen Sonne schutzlos ausgesetzt. Sie leiden dauerhaft unter Wasser- und Nahrungsmangel. Mit Wasser gefüllte Eimer sind zwar vorhanden, stehen aber außerhalb der Reichweite der Tiere.

Auch Nachts können sich die Esel und Maultiere kaum erholen: Entweder sind sie in viel zu engen Unterschlüpfen ohne Fenster und damit ausreichende Luftzufuhr zusammengepfercht, oder die Tiere werden nach dem anstrengenden Tag dazu gezwungen, Müllsäcke zu transportieren.

Touristen reiten Esel auf einer Treppe in Santorin
Die Tiere müssen Touristen mehrmals am Tag über 500 Stufen zwischen dem Hafen und der Altstadt von Firá hinauf- und hinuntertragen.

Bietet neues Tierschutzgesetz mehr Schutz für Esel und Maultiere?

In Griechenland gibt es keine Registrierungspflicht für Equiden, obwohl dies innerhalb der EU gesetzlich vorgeschrieben ist. Somit lässt sich nicht nachvollziehen, was mit Eseln und Maultieren geschieht, wenn Halter ihre Tiere loswerden wollen. Besonders in Zeiten, in denen die Tiere mehr Kosten verursachen als Einkommen generieren, ist diese Gefahr nicht zu unterschätzen.

Im Oktober 2020 wurde in Griechenland ein neues Gesetz beschlossen, das Tierquälerei hart bestrafen soll. Menschen, die Tiere misshandeln, aussetzen oder schlecht behandeln, müssen je nach Schwere der Tat mit einer Strafe von bis zu 15.000 Euro oder einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren rechnen.

Schon vor der Einführung dieses neuen Gesetzes gab es eine rechtliche Grundlage für die Verfolgung dokumentierter Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, die jedoch bisher nie ausreichend angewandt wurde. Das Leid der Esel und Maultiere kann nachhaltig nur mit einer Gesetzesänderung beendet werden, die es verbietet, Equiden für Transportzwecke zu benutzen.

Verwundeter Esel aus Santorin
Fehlende Kontrollen und unzureichende Umsetzungen neuer Regeln führen dazu, dass die Esel und Maultiere auf Santorini weiterhin leiden.

Was Sie für Esel und Maultiere auf Santorini tun können

  • Bitte buchen Sie für Ihren Urlaub niemals eine vermeintliche „Attraktion“ mit Tieren.
  • Machen Sie auch Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrem Reisebüro in Deutschland klar, dass Sie jegliche Art von Tierausbeutung im Urlaub ablehnen.
  • Den Eseln, die auf Santorini als Taxis missbraucht werden, können Sie kostenlos und mit wenigen Klicks helfen, indem Sie unsere Petition an die griechische Regierung unterzeichnen.