Auffangstation für Fische – Pariser Aquarium nimmt ungewollte Goldfische auf

Das größte Aquarium von Paris hat ein Refugium für Goldfische geschaffen. Hier erhalten alle schwimmenden Haustiere, die nicht länger erwünscht sind und daher in der Toilette entsorgt werden könnten, die Chance auf ein zweites Leben. Im „Aquarium de Paris“ können die Bewohner der Stadt ihre Fische abgeben. Insbesondere in den langen Sommerferien stieg die Zahl der tierischen Gäste dort stark an.

Was wir gut finden

Moderne Meereszoos können sich zu Auffangstationen für ungewollte Fische aus Privathaushalten umstrukturieren. So retten sie die schwimmenden Haustiere vor dem Tod in der Toilette oder vor einer schlechten Haltung in viel zu kleinen Becken. Außerdem brauchen die Großaquarien dann selbst keine Wildfänge mehr durchzuführen, was Millionen Tieren unendliches Leid und vielen den Tod erspart.

Virtuelle Meereszoos als langfristige Lösungen

Virtuelle Aquarien ohne echte Tiere sind auf dem Vormarsch und erfreuen sich großer Beliebtheit. In diesen zukunftsweisenden Einrichtungen können Besucher mit gutem Gewissen sogar Wale beobachten und interessante Details über das natürliche – nicht das antrainierte – Verhalten der Tiere erfahren.
Daher fordern wir Zoos und Aquarien auf, sich zu Auffangstationen für Tiere in Not, beispielsweise aus Privathaushalten oder aus Zirkussen, umzuwandeln und längerfristig auf die virtuelle Tierhaltung umzusteigen.

Bis es soweit ist …

... lässt sich die Unterwasserwelt auch mit einer Taucherbrille erkunden. Delfine und Robben lassen sich von vielen europäischen Stränden aus mit Ferngläsern und etwas Zeit und Geduld beobachten. Wirbellose Meeresbewohner wie Seesterne, Seeanemonen, Seeigel, Meeresschnecken, Muscheln und Krebstiere kann man in Gezeitenzonen täglich bei Ebbe antreffen.

Was Sie tun können

Bitte bezahlen Sie Einrichtungen nicht mit Ihrem Eintrittsgeld dafür, Tiere einzufangen und lebenslang einzusperren.
Danke!

Unsere Autoren

Tanja Breining

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.