Tiermissbrauch als Beruf: Stumpft das Töten von Tieren ab?

Ob in Schlachthöfen, bei der Jagd oder im Tierversuchslabor – viele Menschen arbeiten in Berufsgruppen, bei denen der Missbrauch und das Töten von Tieren Teil der täglichen Arbeit sind. In diesen Branchen leiden nicht nur die Tiere, sondern auch die dort arbeitenden Menschen [1]. Viele verlieren ihre Empathie für fühlende Lebewesen und stumpfen emotional ab.

Legalisierte Tierquälerei

Tierversuche, Nutztierhaltung, Jagd, Angeln, Zoo und Zirkus sind nichts anderes als legalisierte Tierquälerei. Hier werden Tiere eingesperrt, vergiftet, mit CO2 vergast, geschlagen, zerquetscht und verletzt – alles unter der angeblichen Unvermeidlichkeit von Wissenschaft und Ernährungsindustrie oder dem Vorwand von Hobby und Freizeitgestaltung. Würden all diese Grausamkeiten auf offener Straße erfolgen, dann würde jeder erkennen, wie schrecklich Tiere in diesen Branchen misshandelt werden. Aufgrund der vermeintlichen „Unverzichtbarkeit“ dieser Praktiken nehmen aber sowohl die Menschen, die das Leid verursachen, als auch die breite Öffentlichkeit die Qualen der Tiere nicht ernst.

Affe im Kaefig im Versuchslabor

Emotionale Abstumpfung als Schutzmechanismus

Viele Menschen, die in Schlachthöfen, Fischereien, Tierversuchslaboren oder Zoos und Zirkussen arbeiten, haben einen Schutzmechanismus zur Verringerung ihrer psychischen Belastung entwickelt – sie sind abgestumpft. Kein moralisch denkender und handelnder Mensch könnte sonst einem fühlenden Lebewesen die Kehle durchschneiden, obwohl es unzählige pflanzliche Lebensmittel gibt und unser Körper tierische Produkte gar nicht braucht.

Auch könnte kein empathischer Mensch einem verängstigten Tier im Versuchslabor Elektroschocks verpassen oder es mit Krankheiten infizieren, obwohl die Ergebnisse aus Tierversuchen kaum auf den Menschen übertragbar sind und es zudem tierfreie Forschungsmethoden gibt. Immer wieder steigen Menschen aus tierquälerischen Berufen aus, weil sie das Leid nicht mehr ertragen.

Führt Gewalt an Tieren zu Gewalt an Menschen?

Während einige Menschen ihren Berufen, die mit Tierleid verbunden sind, den Rücken kehren, stumpfen andere so sehr ab, dass sie Gewalt auf Menschen ausüben. Die Verbindung zwischen Tierquälerei und anderen Gewalttaten ist wohlbekannt. Seit über 20 Jahren belegen weltweite Studien, dass Menschen, die Tiere quälen, es selten dabei belassen [2].

„Wenn jemand einem Tier Schaden zufügt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er auch einem Menschen Schaden zufügt. Sobald wir ein Muster des Tiermissbrauchs erkennen, müssen wir damit rechnen, dass noch mehr dahinterstecken könnte.“ [3]

John Thompson, Justizministerium der Vereinigten Staaten

In extremen Fällen handelt es sich bei Menschen, die Tiere quälen, um Menschen mit einer gefährlichen Persönlichkeitsstörung. Diese psychische Störung ist gekennzeichnet durch Eigenschaften und Verhaltensweisen wie mangelnde Empathie, Betrug, Manipulation, Impulsivität und eine abgebrühte Gleichgültigkeit gegenüber den Rechten anderer. [4]

2016 begann die US-Sicherheitsbehörde FBI, Fälle von Tierquälerei genauso zu verfolgen wie andere schwere Straftaten. Sowohl die Serienmörder Jeffrey Dahmer und Ted Bundy als auch der „Son of Sam”-Mörder David Berkowitz haben Tiere gequält, bevor sie schließlich ihre unvorstellbaren Verbrechen an Menschen begangen.

Person mit Brechstange vor Scheinwerfern

Was Sie tun können

  • Setzen Sie sich gemeinsam mit uns für ein Ende aller Tierquälerei ein, indem Sie sich für eine vegane und tierleidfreie Lebensweise entscheiden. Tipps zu veganer Ernährung, Kleidung, Kosmetik und mehr finden Sie auf unserer Website.
  • Sie sind Staatsanwalt, Richter, Polizeibeamter, Sozialarbeiter, Erzieher oder anderweitig interessiert? Laden Sie unsere Broschüre zum Thema Gewalt an Tieren und Menschen herunter.
  • Melden Sie Tiermissbrauch! Wenn Sie Tierquälerei beobachten, treten Sie mit uns in Kontakt.