„Tofu hat noch nie eine Pandemie verursacht“ – PETA-Plakat-Aktion

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Um auf den Zusammenhang zwischen der Fleischindustrie und tödlichen Zoonosen wie COVID-19 aufmerksam zu machen, veranstalteten wir von PETA Deutschland im Juli 2020 in zehn Städten eine große Plakat-Aktion. „Tofu hat noch nie eine Pandemie verursacht“ ist die Botschaft, die wir durch Großplakate an die Einwohner der Städte in Deutschland richten, die besonders stark von Corona betroffenen waren – darunter Standorte von Schlachthöfen.

In diesen Städten appellieren wir an die Menschen, sich vegan zu ernähren und so das Risiko für Pandemien einzudämmen:

  • Berlin
  • Birkenfeld (Schlachthof Müller-Fleisch)
  • Bad Bramstedt (Schlachthof Vion)
  • Coesfeld (Schlachthof Westfleisch)
  • Dissen am Teutoburger Wald (Schlachthof Westcrown)
  • Hamburg
  • Heinsberg
  • München
  • Oer-Erkenschwick (Schlachthof Westfleisch)
  • Rosenheim

„Da weltweit Hunderttausende von Menschen an einer Krankheit sterben, die mit dem Konsum tierischer Produkte wie Fleisch, Milch und Eiern in Verbindung gebracht wird, ist es jetzt an der Zeit, auf Tofu und andere vielseitige vegane Nahrungsmittel umzusteigen. Noch nie fanden sich solche Viren wie Corona in veganen Lebensmitteln wie Tofu, der noch dazu voller Proteine ist und kein Cholesterin enthält.“

Fleischkonsum begünstigt die Entstehung von Zoonosen

Insgesamt wurden 75 Prozent aller neu auftretenden Infektionskrankheiten vom Tier auf den Menschen übertragen. [1] Dazu zählen neben Corona auch die Zoonosen Vogelgrippe, die SARS-Pandemie und das Ebola-Fieber. Viele der früheren Influenzaviren sprangen unter anderem von Schweinen, Hühnern und anderen Tieren auf den Menschen über. Bereits 2004 nannte die Weltgesundheitsorganisation die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Zoonosen. [2]

Die Corona-Pandemie wurde durch einen Wildtiermarkt in Wuhan verursacht. Vermutlich stammte das Virus von Fledermäusen und ist auf mindestens ein Säugetier übergesprungen, bevor der erste Mensch damit infiziert wurde. [3] Der Hauptauslöser waren damit nicht die Fledermäuse, sondern der Handel mit und Verzehr von Tieren allgemein. Nur durch den Kontakt zu Tieren und die landwirtschaftliche Tierhaltung allgemein können sich Zoonosen wie Corona verbreiten. Trotz dieses Wissens bleibt die deutsche Politik bisher tatenlos. Daher richten wir uns an jeden Einzelnen, sein Konsumverhalten zu überdenken und mit einer veganen Ernährung dazu beizutragen, Pandemien in Zukunft zu verhindern.

Weitere PETA-Aktionen gegen Corona und Schlachthöfe

Bereits im Juni 2020 schalteten wir großflächige Anzeigen in mehreren Tageszeitungen in den Schlachthof-Städten Birkenfeld und Coesfeld. Auch online und in den Nachrichten verbreiteten wir unsere Botschaft „Schließt die Schlachthöfe! Corona-Hotspots für Arbeiter. Todeszone für Tiere.“

Auch besuchte ein als Sensenmann verkleideter PETA-Aktivist verschiedene Schlachthöfe – darunter auch Tönnies, bei dem sich über 1.500 Mitarbeiter mit Corona infizierten. [4] Außerdem haben wir wegen des Verdachts auf vorsätzliche gefährliche Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz Strafanzeige gegen Tönnies erstattet.

Was Sie tun können

  • Entscheiden Sie sich für eine vegane Ernährung und streichen Sie tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier von Ihrem Speiseplan. Beim Einstieg hilft Ihnen unser kostenloses Veganstart-Programm und die Facebook-Gruppe „Rezepte in vegan“.
  • Sie möchten darüber hinaus aktiv werden und auf den Zusammenhang zwischen Fleisch und Zoonosen aufmerksam machen? Bestellen Sie unser kostenloses Demo-Paket und veranstalten Sie eine eigene Aktion vor einem Schlachthof oder einem Stadtzentrum!