Update: Vierte verstümmelte Katze in Baden-Württemberg: Erneuter Fall in Baden-Baden | Jetzt helfen!

Eine Katze liegt auf dem Boden.
Symbolbild

Update vom 29. Februar 2024

Vierte verstümmelte Katze in Baden-Baden: Tier wurde schwer verletzt entdeckt – jetzt helfen!

Nachdem innerhalb weniger Wochen im Dezember 2023 und Januar 2024 bereits drei Katzen verstümmelt, dabei schwer verletzt wurden und eines der Tiere sogar starb, wurde am 23. Februar 2024 ein weiteres Tier in Baden-Baden entdeckt, das aufähnlich grausame Weise unvorstellbar gequält worden war.  

Wir von PETA Deutschland erhielten eine Whistleblower-Meldung, dass am Morgen des 23. Februar der schwer verletzte Kater Gigi von der zuständigen Feuerwehr in eine Tierklinik gebracht wurde. Dem Tier wurde offenbar das Schwanzfell vom Schwanzansatz an abgezogen. Laut Klinikpersonal habe das Tier eine Skalpierungsverletzung am Hinterteil und dem gesamten Schwanz aufgewiesen. Hierbei war ihm das Fell am Schwanzansatz bis zur -spitze abgezogen worden. Der Kater wurde noch am selben Tag notoperiert.

Triggerwarnung

Dieses Foto enthält sensible Inhalte, die einige Personen als störend empfinden könnten.

Gigi musste am gleichen Tag notoperiert werden.

Die Einsatzkräfte haben das Tier im Baden-Badener Stadtteil Lichtental im Bereich Hildastraße gefunden; die Tat hat vermutlich in den frühen Morgenstunden des 23. Februar stattgefunden. Die zuständige Polizeibehörde wurde informiert.

Wir bitten erneut alle, die relevante Hinweise zur Tat und Tatperson liefern können, sich bei der entsprechenden Behörde, in diesem Fall bei dem Polizeiposten Baden-Baden Mitte zu melden oder uns Informationen über unser Whistleblower-Formular zukommen zu lassen – das ist auch anonym möglich. Zusätzlich erstatten wir auch in diesem Fall Strafanzeige und hoffen, dass der/die Serientäter:in bald gefunden wird.

Dies ist der vierte Fall in den baden-württembergischen Regionen um Heilbronn, Heidelberg und Baden-Baden seit Dezember 2023:

  • Mitte Dezember musste Katze Bonnie aus Walldorf der Schwanz amputiert werden, nachdem Unbekannte ihr offenbar das Schwanzfell abgezogen hatten.
  • Eine Woche zuvor wurde Kater Neo in Öhringen auf ähnliche Weise verstümmelt.
  • Im Januar wurde eine Katze in Elztal tot aufgefunden. Unbekannte hatten ihr offenbar das Schwanzfell vom Schwanzansatz an abgezogen.

Bei allen vier Katzen schließt das tierärztliche Personal aus, dass es sich bei den Verletzungen um Folgen eines Unfalls handelt. Wir hatten bei den drei vorherigen Fällen bereits bei den Staatsanwaltschaften Mosbach, Heilbronn und Heidelberg jeweils Strafanzeige gegen unbekannt erstattet.

Originalartikel vom 8. Januar 2024

Innerhalb eines Monats gab es im Raum Heilbronn und Heidelberg drei Fälle massiver Tierquälerei: Im Dezember 2023 wurden dort drei Katzen verstümmelt, indem ihnen das Fell ihres Schwanzes vom Ansatz abgezogen wurde. Im letzten Fall wurde die Katze tot aufgefunden.

Erfahren Sie hier mehr darüber und wie Sie helfen können!

Schockierende Bilder: Zwei Katzen wurden gequält, verstümmelt und eine dritte Katze getötet

In Baden-Württemberg im Raum Heilbronn und Heidelberg wurden innerhalb von vier Wochen drei Katzen massiv gequält und verstümmelt, indem Unbekannte ihnen das Schwanzfell komplett abzogen. In den ersten beiden Fällen überlebten die Tiere, die dritte Katze wurde tot gefunden:

  • Die erste Katze wurde von Unbekannten am 7. Dezember 2023 in Öhringen östlich von Heilbronn gequält. Wir von PETA Deutschland haben davon aus den Medien erfahren und eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zu den Täter:innen führen.
  • Kurz darauf wurde am 16. Dezember 2023 in Walldorf südlich von Heidelberg eine weitere misshandelte Katze aufgefunden. Die Halter:innen kontaktierten uns, nachdem ihre Katze Bonnie verletzt nach Hause gekommen war. Auch hier haben wir eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt.
  • Die beiden Tiere haben schwer verletzt überlebt, ihnen musste jedoch der Schwanz amputiert werden.
  • Am 28. Dezember 2023 wurde in Elztal nördlich von Heilbronn auf der Katzentaler Straße von Elztal-Dallau nach Billigheim-Sulzbach eine auf ähnliche Weise misshandelte Katze tot aufgefunden. Auch in diesem Fall wurde dem Tier das Schwanzfell gewaltsam vom Ansatz an abgezogen. Die Katze war gechippt, aber nicht registriert. Die Nachricht zu diesem Fall erreichte uns am 4. Januar 2024 mit Bildern des zu Tode gequälten Tiers über unser Whistleblower-Formular.

Triggerwarnung

Dieses Foto enthält sensible Inhalte, die einige Personen als störend empfinden könnten.

Tote Katze mit abgezogenem Schwanz liegt auf einer Wiese.
Fall von Tierquälerei: Dieser Katze wurde auf grausame Weise das Schwanzfell abgezogen.

Unfälle sind ausgeschlossen: PETA erstattet Anzeige und setzt 1.000 Euro Belohnung aus

In allen drei Fällen schließen Tierärzt:innen aus, dass es sich bei den Verletzungen um Folgen eines Unfalls handeln könnte.

Daher setzen wir eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen.

„Wir haben es in diesem Fall offenbar mit besonders grausamen Täter:innen zu tun, die Freude am Leid fühlender Lebewesen haben. Zwei Katzen haben diese Misshandlung überlebt – für die dritte bedeutete die Tat jedoch einen qualvollen Tod. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Suche nach den Unbekannten unterstützen und Menschen für Übergriffe auf Tiere sensibilisieren. Wer ein Tier quält, schreckt möglicherweise auch nicht vor weiteren Gewalttaten an anderen Tieren oder Menschen zurück.“

Lisa Bechtloff, Fachreferentin bei PETA Deutschland

Sollten Sie etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen haben, bitten wir Sie, sich bei der zuständigen Polizei oder telefonisch unter der Nummer 0711 8605910 bzw. per E-Mail bei uns zu melden – das ist auch anonym möglich.

Zudem erstatten wir in allen drei Fällen Strafanzeige gegen unbekannt bei den zuständigen Staatsanwaltschaften: Mosbach, Heilbronn und Heidelberg. In Deutschland ist Tierquälerei nach § 17 des Tierschutzgesetzes strafbar und wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet.

Gewalt an Tieren führt oft zu Gewalt gegen Menschen

Psycholog:innen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass eine Verbindung zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren besteht und Vergehen an Tieren daher verstärkt Aufmerksamkeit erfordern.

Tierquälerei kann ein erstes Zeichen für eine gefährliche psychische Störung sein, die auch zu Gewalt gegen Menschen führen kann: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält“, so Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes. [1]

Helfen Sie uns, die Täter:innen zu finden!

Wenn Sie etwas mitbekommen haben oder andere Hinweise liefern können, die bei der Überführung der Tatperson oder -personen helfen könnten, melden Sie sich bitte bei uns!