Video: Pferd bricht in New York City auf offener Straße zusammen

In den Straßen von New York City ist Anfang der Woche ein Pferd, das eine Kutsche ziehen musste, auf offener Straße zusammengebrochen. Die örtliche Tierschutzorganisation NYCLASS teilte die schrecklichen Aufnahmen auf Facebook:

HORSE COLLAPSE! This carriage horse collapsed in 59th St traffic at 9:45am today after the driver raced around the corner at Columbus Circle to get to the hack line. We don’t yet know the condition of the horse. We urgently need to protect these horses—please ATTEND THE HEARING TOMORROW at 1pm at 55 Water St and speak in support of moving the horses OUT OF TRAFFIC on 59th St and into car-free Central Park! You can also email in a statement of support to rules@dot.nyc.gov Details here: https://www.facebook.com/events/2156171298003985??ti=ia

Posted by Stopping NYC Horse Abuse on Tuesday, October 2, 2018

Das Pferd sackte mitten auf der 59. Straße zusammen. Passantinnen und Passanten beobachteten erschrocken, wie das Tier verzweifelt versuchte, aufzustehen. Dieser Zusammenbruch war nur der jüngste einer ganzen Reihe von grausamen Vorfällen in der Kutschindustrie weltweit.

Pferdekutschen – eine Gefahr

Wie unsere Chronik der Unfälle mit Pferdekutschen zeigt, sind Kutschen nicht nur eine große Gefahr für die Pferde selbst, sondern auch für Menschen. Immer wieder werden Personen bei Kutschfahrten schwer verletzt, sogar Todesfälle sind bekannt.

Ein „Kutschpferd“ bricht auf offener Straße zusammen.

Tierquälerei

Pferde sind von Natur aus Fluchttiere. Es ist geradezu absurd, sie im Straßenverkehr einzusetzen. Die überwiegende Mehrheit der Unfälle entsteht, weil sich ein Pferd erschreckt. Gelten die Tiere irgendwann als ungeeignet oder können die schweren Lasten nicht mehr ziehen, werden sie meist an Schlachthöfe verkauft.


Pferde sind nicht dafür gemacht, Kutschen zu ziehen. Insbesondere für Touristengespanne in Städten müssen die Tiere oft stundenlang bei Winterkälte oder Sommerhitze im lauten, stinkenden und gefährlichen Straßenverkehr auf hartem Asphalt stehen oder die schweren Kutschen ziehen. Immer wieder brechen Tiere erschöpft vor Kutschen zusammen. Es liegen außerdem Hinweise darauf vor, dass viele dieser Tiere noch nicht einmal angemessen untergebracht werden, wenn die Qualen des Tages vorbei sind.
 
Pferde haben in Städten nichts zu suchen.

Städte untersagen Pferdequal

Immer mehr Städte entscheiden sich glücklicherweise dafür, Kutschen zu verbannen. In Paris, London, Barcelona, Delhi, Oxford und Tel Aviv wurden kommerzielle Pferdekutschen verboten. In Berlin sind Pferdekutschen am Brandenburger Tor seit Anfang 2018 aus Gründen des Tierschutzes und der Sicherheit untersagt. Auch in den USA untersagen zahlreiche Städte das grausame Fortbewegungsmittel, z.B. Key West und Salt Lake City. Die Lösung ist ein Umstieg auf elektrische Kutschen. Damit wären die Straßen sicherer und die Städte könnten sich mit einer innovativen Touristenattraktion rühmen.

Was Sie tun können

Fahren Sie niemals mit einer Pferdekutsche. Gerade in vielen touristischen Städten werden die Pferde tagein tagaus gezwungen, Menschen durch die Stadt zu karren. Unterstützen Sie bitte auch unseren Aktionsaufruf gegen Pferdekutschen auf Mallorca. Sollten Sie in einer Stadt leben, in der es Pferdekutschen für Tourist/-innen gibt, appellieren Sie an den Stadtrat, dem tierfreundlichen Beispiel von Städten wie Paris und London zu folgen.