Für Realverfilmung von Dumbo wurden keine echten Elefanten gequält

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Elefantenquälerei in Zirkussen wurde bereits in Disneyfilm Dumbo von 1941 gezeigt

Der Zeichentrickfilm Dumbo zeigte bereits 1941 ganz unverblümt, wie die Realität für Elefanten in Zirkussen aussieht: Obwohl Elefanten in Freiheit täglich kilometerlange Wanderungen unternehmen, werden sie im Zirkus den größten Teil ihres Lebens eingesperrt, an zwei Beinen fixiert oder durch die Gegend gekarrt. Um sie zu überflüssigen Kunststücken zu zwingen, werden ihnen mit Elefantenhaken oder Stromapplikationen starke Schmerzen zugefügt. Auch Dumbos Mutter wird im Disney-Klassiker von 1941 ausgepeitscht, als sie ihr Kind beschützen will. Anschließend werden die beiden voneinander getrennt, woraufhin sie beim „Weben“ gezeigt werden – einer gravierenden Verhaltensstörung, die nur bei Elefanten in Gefangenschaft vorkommt und für starkes seelisches Leid spricht.


 

Realverfilmung von Dumbo mit richtigem Happy End?

Unsere amerikanischen Kollegen haben dem Regisseur bereits 2014 einen Brief geschrieben und darum gebeten, das unrealistische Happy End der alten Dumbo-Version nicht zu übernehmen. Schließlich genießt es Dumbo am Ende, als Attraktion gefeiert zu werden, woraufhin er freiwillig im Zirkus bleibt. Ein wirklich schönes Leben hätten Dumbo und seine Mutter aber nur, wenn man ihnen die Freiheit schenken und sie beispielsweise in eine Auffangstation bringen würde. Viele Kilometer Auslauf und ein selbstbestimmtes Dasein ohne Zwang und Schmerz klingen doch nach einem gebührenden Happy End. Tim Burton scheint das Anliegen unserer amerikanischen Kollegen ernst genommen zu haben, denn tatsächlich gibt es - VORSICHT SPOILER - ein richtiges Happy End für Dumbo und seine Mutter.
 
Ein wirkliches Happy End wäre ein Leben in Freiheit.


Für Zirkusvorführungen werden Elefantenbabys gekidnappt und gequält

Im Zeichentrickfilm wird Dumbo mit dem Storch gebracht, die Wirklichkeit ist aber um ein Vielfaches trauriger: Alle Elefanten in deutschen Zirkussen sind Wildfänge, die ihren Familien im Kindesalter entrissen worden sind. Nach einer langen Reise wurden sie mit Seilen, Elefantenhaken und Elektroschocks bearbeitet, um ihnen den eigenen Willen zu nehmen. Wildtiere gehorchen schließlich nur dann, wenn sie gebrochen sind und permanent befürchten müssen, bestraft zu werden.
 
So werden Elefantenbabys für Zirkusvorstellungen gequält.


Keine echten Elefanten in Tim Burtons Realverfilmung

Ein großes Lob von unserer Seite gibt es vor allem dafür, dass für die Realverfilmung keine echten Elefanten ausgebeutet worden sind. Tiere, die in Filmen oder Serien mitspielen müssen, werden - wie im Zirkus - mit Gewalt oder Futterentzug zu ihrer Darbietung genötigt. Ihr Leben verbringen sie in engen Käfigen, wo ihnen alles verwehrt bleibt, was wichtig für sie wäre. Zukunftsorientierte Filmemacher wie Tim Burton setzen daher auf die tierfreundliche CGI-Technik, mit der täuschend echte computeranimierte Tiere entstehen. Filme wie Noah, Lachsfischen im Jemen oder Planet der Affen (Prevolution) sind gute Beispiele aus der Vergangenheit, wie fortschrittlich diese Technik bereits ist.
 

Unsere Autoren

Isabella Lynley

Als Content Producer kämpft Isabella Lynley für die Rechte ALLER Tiere.