Eisbären-Qual in Zoos beenden – jetzt Petition unterschreiben!

Kaum eine Tierart leidet so offensichtlich unter der beengten Haltung in Gefangenschaft wie Eisbären. In seiner arktischen Heimat ist das größte Landraubtier der Welt es gewohnt, durch riesige Gebiete zu streifen und dabei hunderte von Kilometern zurückzulegen [1]. Viele der rund 30 Eisbären, die in 12 deutschen Zoos eingesperrt sind, laufen daher endlose Runden im Kreis oder schwingen mit ihrem Kopf und Körper in immer gleichen Abläufen. Diese sogenannten Verhaltensstereotypien sind deutliche Symptome ausgeprägter seelischer Qual. Einige Zoos stellen Eisbären deshalb mit Psychopharmaka ruhig, damit die Besucher nicht merken, wie gestört die Tiere in Wirklichkeit sind [2]. Obwohl das Tierschutzgesetz derart leidverursachende Tierhaltungen in der Theorie verbietet, hält die Zoo-Lobby mit Rückendeckung der Politik an der Ausnutzung dieser sensiblen Tiere als Besuchermagneten fest. Mit Artenschutz hat diese Tierquälerei nichts zu tun, denn in Gefangenschaft geborene Eisbären können verhaltensbedingt nicht ausgewildert werden. 

Eisbären-Qual in Zoos beenden!

Bitte unterstützen Sie PETAs Forderung, die Haltung von Eisbären in deutschen Zoos zu beenden. Appellieren Sie an das zuständige Landwirtschaftsministerium, die Nachzucht und den Import von Eisbären zu verbieten, um das Leiden der verhaltensgestörten Tiere mittelfristig zu beenden.

Online Petition

Helfen Sie den Eisbären!

 

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

Eisbären können in zoologischen Einrichtungen nicht artgerecht leben. Die Tiere haben enorme Ansprüche an ihren Lebensraum, die ein Zoo nicht einmal ansatzweise erfüllen kann. Eine Auswertung von uns vorliegendem Videomaterial hat gezeigt, dass nahezu alle Eisbären in deutschen Zoos an deutlich sichtbaren Verhaltensstörungen leiden (Video auf PETA.de/Eisbaeren-Petition). Die psychischen Erkrankungen von Eisbären in zoologischen Einrichtungen sind keine Einzelfälle, sondern treten systembedingt auf und bedeuten erhebliches Leid für die Tiere. Nach § 2 des Tierschutzgesetzes muss ein Tier in menschlicher Obhut seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht sein. Weiterhin gibt der Gesetzgeber vor, dass die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt sein darf, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Gegen beide gesetzliche Vorgaben wird bei der Haltung von Eisbären in Gefangenschaft verstoßen. Auch renommierte Experten wie Professor Dr. Hanno Würbel oder der ehemalige Direktor des Frankfurter Zoos, Professor Dr. Manfred Niekisch, vertreten die Auffassung, dass Eisbären in Zoos nicht artgerecht gehalten werden können. Für den Artenschutz ist die Haltung dieser Tierart in Zoos nicht relevant, da in Gefangenschaft geborene Eisbären verhaltensbedingt nicht ausgewildert werden können. Ich fordere das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft daher auf, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Haltung von Eisbären in deutschen zoologischen Einrichtungen mittelfristig zu beenden. Dies beinhaltet die Verfügung eines sofortigen Zucht- und Importverbots von Eisbären in deutschen Zoos und Tierparks. Bitte tragen Sie dafür Sorge, dass keine künftigen Generationen von Eisbären in deutschen zoologischen Einrichtungen leiden müssen.

Mit freundlichen Grüßen

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So sehr leiden Eisbären in Zoos

Wir von PETA Deutschland haben 2008 alle damaligen Eisbärenhaltungen in Deutschland untersucht und die Ergebnisse in einer anschaulichen Publikation veröffentlicht. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Eisbären in Gefangenschaft grundsätzlich Verhaltensstörungen entwickeln sowie einem hohen seelischen Leidensdruck ausgesetzt sind. Selbst namhafte Wissenschaftler wie Professor Dr. Hanno Würbel von der Universität Bern sowie Zoodirektoren wie der ehemalige Frankfurter Direktor Professor Dr. Manfred Niekisch gehen mittlerweile davon aus, dass Eisbären in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können, weil die Diskrepanz zwischen den Bedingungen in ihrem natürlichen Lebensraum und denen im Zoo zu groß ist [3] [4]. Ohne die Möglichkeit zu ausgedehnten Wanderungen und einem natürlichen Jagd- und Sozialverhalten ist ihr sichtbares Leiden vorprogrammiert. Dies bestätigen auch wissenschaftliche Studien [5]. Zoos und Politiker halten dennoch an der Haltung und Zucht dieser Tierart fest, da sich insbesondere Eisbärenbabys als lukrative Kassenmagneten erwiesen haben. Die meist mit kommunalen Steuergeldern subventionierten Zoos können ihre Finanzlücken durch die Zurschaustellung der „süßen Tierbabys“ verringern.

Zwangsstörung bei Eisbär im Berliner Tierpark

PETAs Forderung an die Politik

Wir fordern ein Nachzucht- und Importverbot für Eisbären in zoologischen Einrichtungen, damit die Haltung der sensiblen Tiere mittelfristig ausläuft. Die derzeit in Zoos lebenden Tiere können nicht ausgewildert werden und werden bis zu ihrem Lebensende in Gefangenschaft bleiben müssen. Eine deutliche Verbesserung der Haltungsbedingungen wie etwa wesentlich größere und strukturiertere Gehege sind das Mindeste, was wir diesen Tieren schuldig sind.

Helfen Sie den Eisbären!

Solange es Menschen gibt, die Geld dafür ausgeben, eingesperrte und verhaltensgestörte Tiere zu sehen, wird es Zoos geben. Bitte besuchen Sie diese Tier-Gefängnisse nicht und bitten Sie auch Ihre Familie und Freunde, Zoos und Tierparks zu meiden.

Unterschreiben Sie unsere Petition und fordern Sie ein Ende der Eisbär-Zucht in Zoos!