Video: „Hahneköppen“ – grausame Tierquälerei für Volksfeste

Die grausame „Tradition“ des sogenannten Hahneköppens wird in einigen westdeutschen Regionen seit Jahrzehnten auf Volksfesten praktiziert: Zu Kirmessen, Erntedank- und Oktoberfesten wird ein öffentlicher Wettbewerb ausgetragen, bei dem einem vorher getöteten, kopfüber in einem Korb hängenden Hahn der Kopf mit einem Schwert abgeschlagen werden soll. Während einige Vereine mittlerweile auf Attrappen zurückgreifen, weigern sich andere Veranstalter wie beispielsweise in Haan in Nordrhein-Westfalen – dort werden weiterhin die Körper echter toter Hühner verwendet. [1]

„Hahneköppen“ auf Haaner Kirmes – Tiere zum Spaß getötet

Auf der Haaner Kirmes findet jährlich das „Hahneköppen“ statt. Der Wettbewerb besteht darin, hauptsächlich für diese Veranstaltung getöteten Hähnen mit verbundenen Augen den Kopf abzuschlagen.

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Mit verbundenen Augen wird versucht, getötete Hähnen den Kopf abzuschlagen.

Die Videoaufnahmen von der Haaner Kirmes 2019 zeigen, wie der Kopf nach zahlreichen Versuchen schließlich von dem zerfetzten Tierkörper abgetrennt wird. Aufgrund der Corona-Pandemie fiel die Kirmes und somit der grausame Wettbewerb 2020 aus. Im Mai 2021 haben wir von PETA Deutschland das zuständige Kreisveterinäramt in Mettmann aufgefordert, den Veranstaltern künftig das „Hahneköppen“ mit echten Tieren zu verbieten. Das Tier wird mit dem hauptsächlichen Motiv getötet, seinen Körper für eine vermeintlich unterhaltsame Kirmesveranstaltung zu nutzen, der erforderliche „vernünftige Grund“ zum Töten eines Tieres gemäß Paragraf 1 des Tierschutzgesetzes ist somit nicht gegeben und die Tötung rechtswidrig.

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Auch vor den Augen von Kindern werden den Hähnen die Köpfe abgeschlagen.

„Es gibt keine Rechtfertigung dafür, ein Tier zur Bespaßung des Publikums zu töten – auch nicht eine vermeintliche Tradition. Wenn die Veranstalter das sinnlose Töten eines Tieres und das Zerfetzen seines Körpers vor Schaulustigen weiterhin als Brauchtum ansehen, dann sollten sie sich dringend mit ihren ethischen Werten auseinandersetzen. Wir erwarten, dass die Behörden die Tiertötungen stoppen und auf der Haaner Kirmes stattdessen künftig eine komplett gewaltfreie Attraktion angeboten wird.“

Peter Höffken, PETA Deutschland

Mittelalterlicher Brauch „Hahneköppen“ muss verboten werden

Vor allem in Westdeutschland wird das „Hahneköppen“ auf Kirmesveranstaltungen und Volksfesten abgehalten. [1] Auch einige Solinger Vereine führen den fragwürdigen Wettbewerb mit echten Tieren durch. Daher haben wir uns ebenfalls im Mai 2021 an das Veterinäramt Solingen gewandt und gefordert, die Nutzung von Tieren für solche Veranstaltungen zu untersagen. Der Ursprung des blutigen Spektakels ist nicht eindeutig geklärt, soll aber bis ins Mittelalter zurückreichen. Heute steht die Unterhaltung von Teilnehmenden und Publikum im Vordergrund des Wettbewerbs.

Was Sie gegen Tierleid auf Volksfesten tun können

Auf zahlreichen deutschen Volksfesten, Kirmesveranstaltungen und Jahrmärkten werden noch immer unzählige Tiere ausgebeutet: Dazu gehören neben dem „Hahneköppen“ auch sogenannte Ponykarussells, „lebende Krippen“ auf Weihnachtsmärkten und das Wettfischen beim Fischertag Memmingen. Bitte meiden Sie solche tierquälerischen Angebote und informieren Sie Ihr Umfeld über das Leid der Tiere.