Die besten Tipps, um im nächsten Urlaub am Meer möglichst viele Tiere zu retten

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Willkommen im Urlaub am Meer! Nachfolgend finden Sie 10 nützliche Tipps, wie Sie Wasserbewohner und Seevögel vor Fischern, Müll und Gefangenschaft schützen können:

1.    Krebstiere, Schnecken und Muscheln retten

In Urlaubsgebieten, in denen Ebbe und Flut besonders stark ausgeprägt sind, sind bei Ebbe sogenannte „Gezeitenfischer“ unterwegs, um zwischen Felsen und unter Algen Tiere zu suchen. Mit etwas Einfallsreichtum können Sie die meist in Eimern gesammelten Krebse vor einem qualvollen Tod im Kochtopf retten.

2.    Flyer austauschen

In Ferienhotels und Touristeninformationszentren liegen meist Flyer zu lokal angebotenen (Meeres-)Zoos oder Fischereiausflügen aus. Es ist meist einseitiges Werbematerial für Tierquälereien. Im Idealfall haben Sie Flyer im Gepäck, die Sie auslegen können, wie zum Beispiel „Die Wahrheit über Meereszoos“ oder „Fische sind Freunde, kein Essen.“

3.    Das Taschenmesser nicht vergessen

Wenn Sie schnorcheln oder tauchen gehen und in der Nähe von ausgehängten Angelschnüren ohne Besitzer oder gar Fischernetzen unterwegs sind, vergessen Sie nicht, Abhilfe zu schaffen.

4.    Die Polizei anrufen

Viele Angler angeln an Stränden oder in Häfen, an denen ein Angelverbot verhängt wurde.
In einem solchen Fall können Sie die örtliche Polizei anrufen; diese hilft Ihnen und den Meerestieren sicher gerne.

5.    Steine ins Wasser werfen

Wenn Sie gerne Steine ins Wasser werfen, stelle Sie sich hierfür doch am besten in die Nähe von Anglern. Die Fische sind dann gewarnt und meiden die Gegend – und den Angelhaken.

6.    Tiere ins Wasser zurückbringen

Manchmal werden lebende Tiere wie Quallen oder Seesterne angespült, schaffen es aber alleine nicht wieder zurück ins Wasser. Tragen Sie die Tiere einfach wieder zurück.

7.    Meereszoos und Aquarien meiden

Unterstützen Sie die Gefangenhaltung von Tieren nicht und kaufen Sie kein Ticket für einen (Meeres-)Zoo oder für Aquarien. Meiden Sie auch sonstige Touristenangebote mit Tieren.

8.    Strand-Plogging

Am Strand und im Meer sind leider zahlreiche Plastikteile zu finden. Sammeln Sie das Plastik ein und entsorgen Sie es im Abfalleimer. Damit retten Sie möglicherweise viele Vögel und Meeresbewohner vor dem Tod durch Ersticken oder Verhungern. Sie können auch „Ihren“ Müllberg fotografieren und das Foto an den Bürgermeister und die Lokalpresse senden und so auf die Verschmutzung hinweisen. Der Begriff „Plogging“ kommt übrigens aus dem Schwedischen und bedeutet „Müll-Jogging“.

9.    Algen essen statt Meerestiere

Wer im Urlaub gesundes Essen mit dem Geschmack nach Meer genießen möchte, dem empfehlen wir frische Braun-, Rot- oder Grünalgen direkt aus dem Ozean. Viele Algen sind reich an Eisen, Eiweiß und Vitaminen. Streichen Sie bitte Tiere und tierische Produkte von Ihrem Speiseplan.

10.    Auf dem Markt: Hummer retten

Oftmals werden auf den Märkten in Urlaubsländern lebende Hummer und andere Krebse angeboten, die auf dem Trockenen liegen und qualvoll ersticken. Bitte erklären Sie dem Verkäufer, dass das in Deutschland verboten ist. Bitten Sie darum, ein Tier geschenkt zu bekommen und bringen Sie es zurück ins Meer.

Schreiben Sie uns, was Sie in diesem Sommer für Meerestiere getan haben! Bei zahlreichen Einsendungen veröffentlichen wir Ihre Erlebnisse in einem Blogartikel. Vielen Dank!

Unsere Autoren

Breining Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.