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Unfruchtbar? Könnte am Fisch liegen!

Stand September 2012
Sie wünschen sich ein Kind, aber es klappt einfach nicht? Sie möchten alle Chancen nutzen und alle Störfaktoren ausschließen? Haben Sie denn schon gehört, dass Fischkonsum die Spermienqualität und -quantität stark beeinträchtigen und sogar zu Unfruchtbarkeit führen kann? Wenn Sie sich Kinder wünschen, sollten Sie Fisch schleunigst von Ihrem Teller verbannen.

 

Die Studie
Laut einer Studie der Wissenschaftler Rozati et al. (1) sind polychlorierte Biphenyle (PCB) im Fisch eine potenzielle Umweltgefahr, die zum Rückgang männlicher Fruchtbarkeit führen kann. Die Biologen untersuchten bei 53 Männern die Beziehung zwischen PCB-Konzentration und Spermienqualität, so wurde u.a. die Gesamtzahl frei beweglicher Spermien erhoben. Das Ergebnis: PCBs wurden im Samenplasma unfruchtbarer Männer gefunden. Die höchsten durchschnittlichen PCB-Konzentrationen wurden bei fischessenden Stadtbewohnern nachgewiesen, gefolgt von fischessenden Landbewohnern.

Was sind PCBs?
Polychlorierte Biphenyle sind halogenierte Kohlenwasserstoffe und entstehen aus dem Grundstoff Biphenyl durch Einbau von Chlor. Es sind giftige, chemische Chlorverbindungen. Während die Verbreitung von PCB über Wasser und die Atmosphäre erfolgt, nehmen die Menschen PCB in erster Linie über tierische Nahrungsmittel auf. In tierischen Fetten reichern sich vor allem PCB mit einem höheren Chlor-Gehalt an und landen am Ende der Nahrungskette beim Menschen.
Kinderwunsch? Besser ohne Fisch!
Polychlorierte Biphenyle sind Stoffe, die als beeinträchtigend für die Fortpflanzungsfähigkeit und fruchtschädigend für den Menschen angesehen werden. (2) Sie können hormonell wirken und zu Unfruchtbarkeit bei Männern und männlichen Tieren führen. Man findet sie häufig im Fisch. (3)

Hierzu einige aktuelle Pressemeldungen:

Franzosen, die Fisch aus Flüssen essen, leben gefährlich, so ein Artikel auf Euronews: “PCB sind giftig”, so Doktor Patrice Halimi, “sie können mehrere Erkrankungen auslösen: Zum ersten Krebs. Zum zweiten neurologische Störungen bei Kindern. Und drittens Fruchtbarkeitsstörungen; PCB können unfruchtbar machen.”(4)
  • In der Bundesrepublik, wo die Zeugungs- und Empfängnisfähigkeit gleichfalls zurückgeht, wiesen Wissenschaftler des Hamburger "Instituts für Hormon- und Fortpflanzungsstörungen" in der Eizellenflüssigkeit von 47 unfruchtbaren Frauen aus Westdeutschland und Österreich "signifikante Werte" von DDT, PCB, Dieldrin, HCB und anderen Chemikalien nach.(5)
  • Am 15. Januar 2009 gab das Bundesamt für Umwelt in Bern Warnungen zum Fischkonsum an die Kantone heraus: „Fische mit fettreichem Muskelfleisch weisen eine höhere PCB-Belastung auf; große bzw. alte Fische enthalten mehr PCB; die mittleren PCB-Gehalte in Fischen aus Gewässern, die nicht mit PCB aus lokalen Punktquellen belastet sind, liegen unter dem Toleranzwert. (6)
  • Polychlorierte Biphenyle führen auch zu Kopfschmerzen, Sehstörungen, Haarausfall, Schwächung des Immunsystems, Verhaltensänderungen, Wachstumsverzögerungen bei Kindern, Bildung von Lungenödemen, Schädigungen der Leberfunktionen, Lidödemen, Überpigmentierung, chronischer Bronchitis, erhöhter Krebsrate. (7) Die körperliche und geistige Entwicklung kann verzögert werden.
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    Ein weiterer gefährlicher Schadstoff im Fisch ist Methylquecksilber

    Laut der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sind Fisch und Meeresfrüchte die Hauptaufnahmequellen des Menschen für Methylquecksilber. (8) Das Gift reichert sich in der Nahrungskette an und ist in Raubfischen, wie z. B. Schwertfisch und Thunfisch, in besonders hoher Konzentration zu finden. Organische Quecksilberverbindungen wirken hauptsächlich auf das Nervensystem. Während der Schwangerschaft aufgenommenes organisches Quecksilber beeinträchtigt die Kindesentwicklung. (9) Die Vergiftung äußert sich beispielsweise in Nervenstörungen (Extremfall Minamata-Krankheit). Leber, Nieren sowie Herzmuskulatur können erkranken. Besonders gefährdet sind Schwangere, Kleinkinder, ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

     

    Tofu ist ein idealer Eiweiß-Träger

    Gesundes im Fisch findet man auch in pflanzlichen Lebensmitteln

    • Omega 3 Fettsäuren findet man in weitaus höherer Konzentration als in Fisch auch in Pflanzenölen wie Leinöl, Hanföl, Walnussöl, Rapsöl, Sojaöl sowie in Algen, Moosen und Farnen.
    • Jod: in Algen und Speisesalz
    • Eiweiß: in Sojaprodukten, Tofu, Hülsenfrüchten, Avocados, Getreideprodukten.

    Eine Fisch-freie Ernährung rettet 50 Tieren im Jahr das Leben, greifen Sie in Zukunft zu vegetarischem „Visch“!




    Quellenangaben:
    (1) Asian J Androl. 2000 Dec;2(4):263-9. Xenoesterogens and male infertility: myth or reality?
    (2) contrat-projekt.de, D-06217 Merseburg
    (3) Telegraph.co.uk. 23. Okt. 2009 Why boys are turning into girls
    (4) Auszug aus Euronews.net 30/05/08 Giftiger Flussfisch: Französiche Ärzte weisen hohe PCB-Konzentration nach
    (5) Der Spiegel 35/1984: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13509914.html
    (6) Auszug von der Homepage des Bundesamts für Umwelt: http://www.bafu.admin.ch/dokumentation/medieninformation/00962/index.html?lang=de&msg-id=24847
    (7) Schadstoffberatung Tübingen.
    (8) Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (2004).
    (9) Umweltbundesamt GmbH Wien