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So schädlich ist Fischkonsum für die Gesundheit

Stand Februar 2013
Das Fleisch auf dem Teller, das ist vielen Menschen bereits bewusst, enthält viel Cholesterin und gesättigte Fettsäuren, ist krebserregend und erhöht das Atherosklerose-Risiko. Wenn es jedoch um Fisch geht, ist noch nicht jedem bekannt, wie schädlich dieser für die Gesundheit ist.

© Alaska Fisheries Center Marine Observer Program
Offizielle Behörden raten Schwangeren vom Fischkonsum ab
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesumweltministerium (BMU) raten insbesondere auch schwangeren Frauen vom Verzehr von Fisch ab, da viele Fische stark mit Quecksilber belastet sind und die Quecksilberbelastung dem Fötus starke neuronale Schäden zufügen kann. (1) „Quecksilber und Methylquecksilber können mit der Nahrung, insbesondere mit Fisch, in Mengen aufgenommen werden, die gesundheitlich bedenklich sind.“ Heißt es in einer Stellungnahme des BfR. (2)

Hohe Quecksilbergehalte in Fischen
In über 84 Prozent der Fischproben, die rund um die Welt gesammelt wurden, fanden Wissenschaftler vom International Plant Exchange Network (IPEN) und dem Biodiversity Research Institute (BRI) einen Quecksilbergehalt, der über der maximal tolerierten Aufnahmemenge liegt. Zukunftsprognosen für das Jahr 2050 besagen, dass sich die Quecksilberbelastung im Nordpazifischen Ozean verdoppeln wird. Bereits einen Fisch im Monat zu essen, wird aufgrund der vorgefundenen Quecksilbergehalte als nicht sicher angesehen. (3) Gehen Sie also am besten kein Risiko ein und streichen Sie Fisch vom Speiseplan.

Das Umweltbundesamt untersuchte europaweit Mütter und Kinder auf Schadstoffe. Die festgestellten Quecksilberwerte variierten zwischen den einzelnen Ländern sehr stark. Doch eines war daraus klar abzuleiten: Je größer der Fischkonsum in einem Land ist, desto höher fallen die diese Werte aus. (4)

Bei einer Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, wurde die Quecksilber-Belastung von Männern dadurch erklärt, dass es einen starken Zusammenhang zwischen Quecksilber dem Konsum von fettigem Fisch gibt. (5) Anstatt also Fisch zu essen, sollten gesundheitsbewusste Menschen auf die gesunden Fettsäuren in pflanzlichen Ölen setzen, denn diese sind frei von Quecksilber.

Quecksilber und die Auswirkungen auf den Körper
Wissenschaftler sind sich einig, dass Methylquecksilber ein äußerst gefährlicher Stoff ist, der sich auch im Körper anreichert. Hohe Dosen ziehen laut dem Toxikologen Hermann Kruse das Gehirn und das periphere Nervensystem in Mitleidenschaft. Am stärksten sind Neugeborene, Kleinkinder und Schwangere gefährdet. (6,7)

Fischkonsum und Verhaltensauffälligkeiten
Wissenschaftler untersuchten außerdem den Quecksilbergehalt in den Haaren von schwangeren Frauen und kamen zu dem Schluss, dass bereits eine geringe Belastung mit Quecksilber bei Müttern, zu einem größeren Risiko für verhaltensauffällige Kinder führt, die beispielsweise unter Unaufmerksamkeit oder Hyperaktivität leiden. (8)

Fischkonsum und Schlaganfall
Auch gebratener Fisch soll laut einer Studie, die in Neurology erschien, schon bei mehr als 2 Portionen in der Woche das Schlaganfall-Risiko erhöhen.(9)

PCB (polychorierte Biphenyl)-Gehalt in Fischen
In einer Stellungnahme des BfR wird deutlich gemacht, dass bereits der Verzehr von einer Portion Aal mit 200 g die tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge an Dioxinen und PCB über mehrere Wochen hinweg ausschöpft. Das bedeutet: Jeder der Fisch isst, läuft Gefahr, dass sich auch in seinem Körper die darin befindlichen Dioxine und PBC anreichern. (10) Diese Stoffe sind jedoch äußerst gesundheitsschädlich und krebserregend. Weitere Untersuchungen von Lebensmitteln brachten ans Licht, dass diese schädlichen Stoffe ebenfalls in der Leber von Lämmern, Schafen, Wild oder beispielsweise auch dem Ostseedorsch oder Muskelfleisch wildlebender Flussfische vorkommen. (11)

Fischlos glücklich und gesund
Viele Menschen, die sehr gesundheitsbewusst sind, wozu auch viele Schwangere zählen, achten auf eine ausgewogene Ernährung und bringen den Fischkonsum mit Schwermetallbelastung und Tierleid in Verbindung.

Einer neuen Studie zufolge, veröffentlicht im Canadian Journal of Cardiology, sind ungesättigte Fettsäuren im Fisch überhaupt nicht gesund. Seit Jahrzehnten wird uns eingetrichtert, dass ungesättigte Fettsäuren den Cholesterin-Spiegel senken und vor Herzkrankheiten schützen. Gesunde Inhaltsstoffe im Fisch, wie Jod, sind auch in Algen und Speisesalz enthalten; Eiweiß in Hülsenfrüchten, Getreideprodukten, Avocado, Soja, Lupinen, und Seitan.

 

Was Sie tun können

Schützen Sie sich vor einer Schwermetallvergiftung oder krebserregenden Dioxinen und essen Sie keine Fische! Fische sind fühlende Lebewesen und keine Lebensmittel. Versuchen Sie rein pflanzliche Sushi-Gerichte anstelle von Fisch und tun Sie sich und Ihrer Gesundheit damit etwas Gutes. Unter Fischen-tut-weh.de gibt es außerdem tierfreundliche und leckere Mahlzeiten zum Nachkochen.




Quellen
(1) Stellungnahme Nr. 041/2008 des BfR vom 10. September 2008: Verbrauchertipp für Schwangere und Stillende, den Verzehr von Thunfisch ein-zuschränken, hat weiterhin Gültigkeit. Unter: http://www.bfr.bund.de/cm/343/verbrauchertipp_fuer_schwangere_und_stillende_den_verzehr_von_thunfisch_einzuschraenken.pdf
(2) Bewertung des BfR 2004: Quecksilber und Methylquecksilber in Fischen und Fischprodukten – Bewertung durch die EFSA. Unter: http://www.bfr.bund.de/cm/343/quecksilber_und_methylquecksilber_in_fischen_und_fischprodukten___bewertung_durch_die_efsa.pdf
(3) Biodiversity Research Institute and IPEN (2013): Global Mercury Hotspots
(4) Umweltbundeamt (2012): Europaweit Mütter und Kinder auf Schadstoffe untersucht. Unter: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2012/pd12-050_europaweit_muetter_und_kinder_auf_schadstoffe_untersucht.htm
(5) Eliseo Guallar, M.D. et al. (2002): Mercury, Fish Oils, and the Risk of Myocardial Infarction. In: N Engl J Med 2002; 347:1747-1754, November 28, 2002. Unter: http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa020157
(6) BUND (): Quecksilber - Globale Belastung und Gefährdung kindlicher Fähigkeiten. Unter: http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/chemie/20070300_chemie_quecksilberstudie.pdf
(7) Jutzi S. (2010): Vorsicht, Fisch! In: Focus 08/10, S.68-75
(8) Sharon K. et al. (2012): Prenatal Exposure to Mercury and Fish Consumption During Pregnancy and Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder–Related Behavior in Children. In: Arch Pediatr Adolesc Med. 2012; 166(12):1123-1131. Unter: http://archpedi.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1377487#qundefined
(9) F. Nahab, et al. (2010): Racial and geographic differences in fish consumption - The REGARDS Study. In: Neurology. Unter: http://www.medicalnewstoday.com/articles/212425.php
(10) Aktualisierte Stellungnahme* Nr. 027/2010 des BfR vom 16. Juni 2010: Belastung von wildlebenden Flussfischen mit Dioxinen und PCB. Unter: http://www.bfr.bund.de/cm/343/belastung_von_wildlebenden_flussfischen_mit_dioxinen_und_pcb.pdf
(11) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) (2012): EU-weiter Verbraucherschutz vor Umweltkontaminanten in Lebensmitteln Dioxine und Polychlorierte Biphenyle (PCB). Unter: http://www.bmu.de/uebrige-seiten/verbraucherschutz-vor-umweltkontaminanten-in-lebensmitteln-eu-weit-dioxine-und-pcb/