12 Tipps für Hundehalter: Flöhen vorbeugen und sie wieder loswerden

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In der warmen Jahreszeit verbringen Menschen und Hunde wieder mehr Zeit an der frischen Luft. Leider steigt hier die Gefahr, von Flöhen befallen zu werden. Hat der Hund einen plötzlichen und starken Juckreiz, sollten alle Alarmglocken angehen. So weit muss es aber erst gar nicht kommen. Immerhin gibt es Maßnahmen, einem Flohbefall vorzubeugen.
 

Wie kann ich Flöhen vorbeugen?

WARNUNG: Nicht jedes Präparat ist für Hunde und Katzen gleichermaßen geeignet. Viele Präparate können für Katzen aufgrund ihres abweichenden Stoffwechsels sogar tödlich sein!
 
  • Tabletten auf der Basis von B-Vitaminen (z.B. Formel Z).
  • Bio-Kokosfett (Flöhe reagieren empfindlich auf den Geruch von Laurinsäure).
  • Pflanzliche Spot-ons mit Pflanzenextrakten, die Flöhe nicht mögen (z.B. von CD-Vet).
  • DIY-Abwehrmittel: fünf Tropfen Teebaumöl, Zitronellöl, Rosmarinöl, Pfefferminzöl und Eukalyptusöl mit einer Tasse Wasser mischen. Mischung schütteln und in eine Sprühflasche füllen. WARNUNG: Nur für Hunde! Auf keinen Fall nutzen, wenn Katzen im gleichen Haushalt leben.
  • Flohkontrolle nach jedem Gassigehen mit feinzackigem Flohkamm.

„Hunde und Katzen sollten routinemäßig einer Flohkontrolle unterzogen werden. Denn auch hier gilt: Vorsorge ist alles. Sind die Tiere erst einmal befallen, kann es ziemlich kompliziert werden, Vierbeiner und die Umgebung wieder flohfrei zu bekommen. Gerade in den wärmeren Monaten ist es wichtig, unsere tierischen Freunde zu schützen.“
Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner


 
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Mein Hund hat Flöhe. Was nun?

  • Tägliches Bürsten mit feinzackigem speziellem Flohkamm. (Kamm nach jedem Bürsten in Schüssel mit Seifenwasser tauchen.)
  • Tägliches Absaugen von Teppichen und Möbeln, denn nur 5 % der gesamten Flohpopulation befindet sich direkt auf dem Hund. Die restlichen 95 % sind bestehende Infektionsquellen aus der Umgebung – sei es in Form von Larven, Eiern oder Puppen, die immer wieder eine Quelle für einen Neubefall darstellen. Da Flöhe auch innerhalb des Staubsaugerbeutels schlüpfen können, sollte der Beutel nach dem Saugen versiegelt und entsorgt werden. Alternativ kann man ihn in einer Plastiktüte einfrieren.
  • Spielzeuge bei mindestens 60 Grad waschen oder mindestens 10 Tage in der Gefriertruhe lagern.
  • Hund mit Kieselgur-Puder einreiben. WARNUNG: Niemals chemisch behandelte Kieselgur (wie für Swimmingpools) verwenden.
  • Einmalig sanftes Kräutershampoo verwenden. (Flohbekämpfungsshampoos und Desinfektionslösungen auf Chemie-Basis können für Hunde gefährlich und unnötig sein. Auch lauwarmes Seifenwasser tötet die Flöhe ab.)
  • Wenn der Flohbefall massiv ist, Wohnräume mit Foggern ausnebeln. WARNUNG: Giftig! Nur als letzte Lösung wahrnehmen und vorher vom Tierarzt beraten lassen. Wohnräume danach mindestens 24 Stunden nicht benutzen und gut lüften.
  • Hund nach Flohbefall unbedingt entwurmen. Wenn ein Floh von einem Hund verschluckt wird, kann sich dieser im Darm ansiedeln und zu einem adulten Gurkenkernbandwurm entwickeln.
Wir hoffen, die Tipps konnten Ihnen und Ihren vierbeinigen Freunden helfen und wünschen Ihnen eine wunderschöne sowie flohfreie warme Jahreszeit!