Warum es nicht okay ist, einen Fuchs als „Haustier“ zu halten

Fuchs als Haustier
Ein Trend, den es nicht erst seit gestern gibt: einen Fuchs als Haustier halten. Bereits 2015 berichtete Galileo über eine Zuchtfarm in Russland (1), in der 3.000 der intelligenten und sozialen Tiere eingepfercht in kahlen Drahtgitterkäfigen ohne Beschäftigungsmöglichkeit auf engstem Raum leben. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft werden die Füchse dort gezüchtet und als vermeintlich zahme Haustiere an Privatpersonen verkauft.

6 Gründe, warum Füchse in die Wildnis und nicht in Privathaushalte gehören.

1. Die Tierzucht für den Heimtierhandel ist ein skrupelloses Geschäft.

Nur die zahmsten Füchse sind für die weitere Zucht brauchbar oder werden an Privatpersonen verkauft. Was mit den vielen „Ausschusstieren“ passiert, die hierfür keine Verwendung finden, bleibt ungewiss.

2. Füchse leiden auf Zuchtfarmen.

Die Tiere werden in winzigen Drahtgitterkäfigen gehalten, in denen sie sich gerade einmal umdrehen können. Ohne Beschäftigungsmöglichkeiten und ausreichende Bewegungsfreiheit fristen die intelligenten Füchse ein leidvolles Dasein auf dem blanken Gitterboden ihrer Gefängnisse.

3. Füchse gehören nicht an die Leine.

In dem Galileo-Beitrag wird ein weißer Zuchtfuchs an einem heißen Sommertag an einer Leine durch die Stadt gezerrt. Das Tier zeigt deutliches Stress- und Angstverhalten wie beispielsweise starkes Hecheln, Fluchtversuche und lautes Quietschen.

4. Die Haltung von Füchsen in der Wohnung ist tierschutzwidrig.

Laut des aktuellen Säugetiergutachtens des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ist für die Haltung von Füchsen in privaten Haushalten ein Außengehege von 30-40 m² (je nach Art) mit Naturböden und Sandplätzen vorgeschrieben. In der Wildnis erstreckt sich ein Fuchsrevier von etwa einem Quadratkilometer (in Städten) auf 40 Quadratkilometer in kargen Gebieten. Auch muss ein Fuchs einen Bau graben können, was ihm in der Wohnung nicht möglich ist. Somit kann er seinen angeborenen Trieb nicht ausleben.
 
Fuchs als Haustier
Ein Fuchs gehört in die freie Wildnis.

5. Wie viel Wildtier tatsächlich noch in Füchsen steckt, bleibt ungewiss.

Eine hundetypische Fixierung auf den Menschen haben die angeblich zahmen Füchse jedenfalls nicht, was eine Erziehung der Tiere und das Zusammenleben mit dem Menschen erschwert.

6. Die Tierheime quellen über, während Züchter immer weiter Tiere für den Heimtierhandel produzieren.

Menschen, die sich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden haben, einen tierischen Mitbewohner bei sich aufzunehmen, sollten auf keinen Fall ein Tier bei einem Züchter kaufen, sondern ein Tier aus dem Tierheim adoptieren.

Was Sie tun können

  • Bitte halten Sie niemals einen Fuchs oder ein anderes Wildtier als Haustier.
  • Wenn Sie sich einen tierischen Mitbewohner wünschen, adoptieren Sie diesen bitte aus dem Tierheim und kaufen Sie nicht beim Züchter.
  • Sensibilisieren Sie Familie und Freunde für das Thema „Haustiere“ und klären Sie über die Nachteile der Tierzüchtung auf.


(1) ProSieben (2015): Fuchs als Haustier. Online abrufbar unter: https://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/2015250-fuchs-als-haustier-clip (06.12.2018)

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